Kooperation mit DB erweitert
Google Maps: Verkauf von Bahn-Tickets und bessere Regio-Daten
Die Deutsche Bahn und Google bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, wird man seine Fahrkarten künftig auch direkt über Googles Karten-App kaufen können. Darüber hinaus soll die Planung von Regionalverbindungen in Google-Anwendungen künftig auf besseren Daten basieren.
Bahn muss kooperieren
Letzteres geschieht möglicherweise aber nicht ganz freiwillig, sondern in Konsequenz auf ein vor zwei Jahren ergangenes Urteil. Damals hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Bahn dazu verdonnert, Drittanbieter besser zu unterstützen und mit besseren Daten zu versorgen. Ins Rollen gebracht wurde das Ganze durch den Vorwurf des Bundeskartellamts, die Bahn beschränke Drittanbieter unzulässig in ihren Möglichkeiten.
Mit dem Urteil wurde neben verschiedenen Wettbewerbs- und Rabattregeln auch verfügt, dass die Bahn anderen Plattformen zu realistischen Konditionen den Zugang zu Echtzeitdaten über Zugverspätungen und -ausfälle gewähren muss.
Bislang ist man hier auf Nutzermeldungen angewiesen
Wie der in Deutschland für diesen Bereich zuständige Google-Manager Timo Rang mitteilt, kann Google Maps künftig direkt auf präzise Echtzeitdaten der Bahn-Tochter DB Regio zugreifen. Die Verbindungsplanung mit Bussen und Bahnen über die App sollte dementsprechend erheblich komfortabler und zuverlässiger sein.
Google Maps bietet Bahn-Tickets an
Quasi im Gegenzug wird Google Maps zum virtuellen Fahrkartenschalter der Bahn. Die Karten-App soll künftig mit einem Kauf-Button ausgestattet werden, sodass man im Anschluss an eine Reiseplanung nicht mehr die App oder Webseite wechseln muss, sondern direkt auch die passende Fahrkarte lösen kann.
Sprecher der beiden Unternehmen zeigen sich darin einig, dass diese Erweiterungen ein wichtiger Schritt sind, um die Attraktivität des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs in Deutschland zu steigern. Man knüpfe damit an eine seit August 2020 bestehende Kooperation zwischen Google und der DB Fernverkehr AG an. Zum Start will die DB Regio für mehr als die Hälfte der regionalen Schienenverbindungen Echtzeitdaten liefern.


Guter Ansatz. Noch besser wäre es wenn es ein Google Pendant aus Europa gäbe so dass wir nicht immer weiter in die Abhängigkeit vom Orangenland geraten. Leider hat Europa diesbezüglich geschlafen weil man sich nicht vorstellen konnte oder wollte das die USA von Vollidioten regiert werden.
Sehr gut‘! Jetzt noch bitte genauere und verlässlichere Straßensperrungen
Cool. Sonne sollte dem gleich ziehen.