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Geniale App oder Humbug? Das Klangverbesserungstool „Solid Sound“

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39 Kommentare 39

Die Musik-App Solid Sound sorgt derzeit für kontroverse Diskussionen unter den iPhone-Nutzern. Die App verspricht, den Klang der auf dem iPhone abgespielten Musik auf den angeschlossenen Kopfhörer abzustimmen und dadurch für ein deutlich besseres Hörerlebnis zu sorgen. Wie soll das gehen?

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Genau genommen ist Solid Sound wohl nichts anderes als ein schick verpackter Equalizer, der gegen In-App-Kauf für spezielle Kopfhörermodelle optimierte Voreinstellungen bietet. Damit ihr euch vor dem Kauf ein Bild von der App machen könnt, ist der Download ebenso wie die Solid-Sound-Voreinstellung für Apples Earbuds kostenlos.

Wieviel das Ganze nun bringt, darüber scheiden sich die Geister. Die extrem kontroversen Bewertungen der App machen schnell klar, dass hier kein pauschales Urteil möglich ist. Das Hörempfinden ist ja grundsätzlich schon sehr subjektiv, und nun will uns auch noch eine App die perfekten Equalizereinstellungen für alle Musikrichtungen und Lautstärken verkaufen. Das kann unserer Meinung nach nicht pauschal besser funktionieren. Auch wenn es sich bei einzelnen Titeln auch mal deutlich besser anhört, überzeugen konnte uns Solid Sound nicht.

Aber testet selbst, die App lässt sich wie gesagt kostenlos laden und mit Apples Originalhörern testen. Alternativ könnt ihr aber einfach auch mal einen Blick in den Musik-Bereich der iOS-Einstellungen werfen. Dort habt ihr die Möglichkeit, den Klang von Apples Musik-App mittels vorgegebener Equalizereinstellungen an euren Geschmack bzw. eure Hörgewohnheiten anzupassen. Der Fairness halber muss man allerdings erwähnen, dass euch hier zwar eine stattliche Auswahl an Voreinstellungen zur Verfügung steht, man jedoch keine freien Einstellungen vornehmen kann. Da bietet der in die Solid-Sound-App integrierte Equalizer flexiblere Möglichkeiten der Anpassung.

eq

Freitag, 07. Feb 2014, 15:07 Uhr — chris
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  • Ich hatte es damals getestet & fand es Humbug :-P

  • Ah fein, der. eq kann nur verstärken und nix herausnehmen. Eine App für Vollprofis wa.

    • Sieht mir eher umgekehrt aus. Er kann nur raus nehmen, was gewissermaßen auch sinnvoll ist, weils sonst schnell digitales Clipping ergibt (Übersteuerung).

  • Man kann sicherlich unter optimalen Bedingungen verschiedene Kopfhörer einmessen und einen EQ erzeugen, derdann jeweils für möglichst lineare Verläufe sorgt. Wenn die App so arbeitet, ist nichts dagegen zu sagen, wenn für die einzelnen Profile Geld verlangt wird. Meinen Surround Receiver habe ich z.B. auch per Audissey auf die Lautsprecher abgestimmt – das hat sich auf jeden Fall gelohnt!
    Ich denke nicht dass die App unter Voodoo fällt.

    • Um genau zu sein, hast du mit Audyssey nur versucht, deine raumakustischen und aufstellungsbedingten Klangdefizite mit einem extrem breitbandig und ineffizient arbeitenden EQ an deiner Hörposition (und nur da) durch Software optimieren zu lassen.

      Wem das gefällt……. Guter Klang ist definitiv was anderes!

  • Mit den paar wenigen EQ reglern, kann man aber auch nicht wirklich viel reißen….

  • Nun, wenn man den Frequenzverlauf von Kopfhörern misst, ist es meist so, dass Bässe zu stark sind, mitten zu wenig und die ganz tiefen frequenzen verschluckt werden. Mit den korrekten Equalizereinstellungen kann man dem in einem gewissen Maße entgegenwirken, damit das Klangbild annähernd linear wird und man Schwächen der Kopfhörer etwas ausgleicht. Allerdings geht das wie gesagt nur in gewissem Maße und ersetzt keine guten Kopfhörer. Von der fehlenden Detailauflösung und Dynamik mal ganz zu schweigen. Aber verkehrt ist so eine App jedenfalls nicht, wenn die Presets auch wirklich gut anhand von Messtechnik erstellt wurden und nicht nach subjektiven Empfinden der Programmierer.

      • Nicht pauschal…die definitionen sind fließend, aber fakt ist dass die meisten Kopfhörer die richtig Tiefen verschlucken und der mittlere bis hohe Bassbereich dafür überbetont wird

      • Genau das wollte ich damit sagen. Der obere Bassbereich ist meist viel zu laut und aufgrund der Qualität der Kopfhörer werden sehr tiefe Frequenzen verschluckt und sind einfach nicht hörbar oder nur sehr leise. Genau das kann man mit nem Equalizer glattbügeln, indem man eben den oberen Bassbereich leiser macht und den unteren etwas verstärkt. Allerdings verliert man bei letzterem oft auch deutlich an Präzision im Tiefbass, wenn sich der Kopfhörer zu stark „anstrengen“ muss, um die ganz tiefen frequenzen lauter abzuspielen.

  • Gibt klanglich feinere Lösungen! Denon und Onkyo z.B. Im Fall von Onkyo sogar Import von Hi-Res-Audio in Flac!

  • Kann mir jemand sagen warum die Apple Podcast App den Equalizer komplett ignoriert?

    • …nicht komplett. „Late Night“ geht immer überall, weil diese Einstellung tatsächlich mehr eine Loudness Maximierung darstellt, als eine EQ-Einstellung.
      Damit lässt sich der Durchschnittspegel dynamisch (automatisch) anpassen, was z.B. bei Sprache über den Lautsprecher hilfreich ist. Führt aber auch zu einer für Musik unangenehm platten Dynamik. (Dynamik Kompression)
      „Late Night“ in den EQ-Einstellungen wirkt sich auch auf Klingeltöne und andere Signale aus.

  • Ich habe es intensiv getestet und Sätze 12€ investiert.
    Absoluter Humbug!

  • Röhren mit Lightning Anschluß wären großartig ;)

  • Also ich nutz die App schon ne Weile und finde sie rein vom eignen subjektiven Empfinden bzw. hören nicht übel. Habe das pre-Set für die Ear-Pods gekauft und bin zufrieden. Jetzt grad nochmal den Sound bei der „normalen“ Musikapp und bei SolidSound verglichen (selber Song, selbe Lautstärke), in SolidSound klingt „Blow your Trumpets Gabriel“ zum Beispiel besser. Allerdings nur bei den EarPods, andere, nicht aufgeführte Kopfhörer klangen nicht so toll.
    Ist denk ich mal immer ein rein subjektives Empfinden. So wie der ewige Streit über fingerdicke Kabel oder Klingeldraht bei Speakern. ;)

  • Ich nutze die App von Denon. Ist kostenlos und man kann sich die Frequenzen nach eigenen Vorlieben einstellen. Mehr braucht es nicht. Warum das Apple allerdings nicht anbietet wundert mich auch.

  • DasDubioseObjekt

    Gibts doch auch von Denon. gute Sache eigentlich, aber wie heißt es so schön: wo nichts ist, kann auch nichts werden

  • Die gleiche Funktion ohne in-App-Kauf und komplett kostenlos bietet „Audyssey“ :)

  • Habe die app ausprobiert, und wurde vom humbug nicht enttäuscht. Solid sound aus kling wie die iPod app, blos dass im empfindlichen bereich des ohrs (ca. 3kHz soweit ich das höre) angehoben wird, dass es schön unangenehm klingt. Solid sound an, und zack – „badewannen kurve“, bässe rauf höhen, mitten runter. Mein referenztrack crusaders – streetlife. Im intro höre ich mit der ipod app das intro. In solidsound wird das e-piano dank der bassanhebung viel zu dick, und die höhen sind so geboostet dass ich sogar das rauschen, auf dieser eigentlich sehr guten aufnahme hören kann.
    Nächste referenz, ein track den ich selber gemixt und gemastert habe, ein eher aufgeräumter track mit wenig durchlaufenden höhen. Solid sound an, der bass wird viel zu laut, und dank den sporadisch gesetzten höhen (nur bei der gelegentlichen hihat) hör ich wie die app ein firchtbares loch in die hohen mitten reißt. Bei den brettern kommerzieller musik fällt das dank verdeckung wohl nicht auf, und wird genutzt um den pegel bei dem vielen anheben unter dem limit zu halten. Aber im prinzip wird hier echte scheiße gemacht.

  • Lässt sich damit auch der Klang des Headset für Telefonate verändern/verbessern?
    Dann wäre es ja nicht schlecht.

  • Das ist wieder mal eines dieser Berliner StartUps, die sich international positionieren und mit Pseudo-Herzblut Kohle scheffeln wollen. Alles verpackt in einer „stylischen“ App, die viel weniger kann als sie verspricht…

  • Suicide27Survivor(iPhone)

    Es gibt definitiv bessere Equilizer-Apps im Store.

  • Benutze Accudio mit den UE 900 Reference Inears von logitech. Lohnt sich auf jedenfall für alle die eine app basierte Lineralisierung ihrer teuren IEMs wollen ;)

  • Ganz ehrlich. Wer sich teure Kopfhörer kauft um unterwegs mit dem iPhone ein cooles Klangerlebnis zu haben, ist schon bestraft genug. Klang und mp3 können nicht miteinander. Leider lässt sich die Gesellschaft da allerdings weniger von überzeugen. Aber jetzt noch ne App die den Klang per EQ an die Kopfhörer anpasst, ist einfach mal reine Geldverschwendung oder nur was für sowieso schon Hörgeschädigte. ;-)

  • Schade nur, dass die Bowers-und-Wilkins-Kopfhörer nicht unterstützt werden.

  • Für die Apple-Kopfhörer kann ich Dirac HD als Player empfehlen. Gibts zum Testen auch kostenlos…

  • Gibts schon ewig vom Experten Audyssey. Und kostenlos.

  • Audyssey Media Player kostet 89ct

  • Und die Audiophilen greifen schon lange zu Accudio.

  • Definitiv Humbug!!! Beim Ein- und Ausschalten der In-App-Funktion merkt man zwar eine scheinbare Verbesserung. Allerdings hört sich die Standard-MusikApp besser an…

  • Also ich habe Monster Soul (ear pods) und Scullcandy Crusher, und ich finde es besser als die Standard app, aber eher wegen dem Equalizer und dem bass boost,. Das die app jetzt alleine immer das beste für einen findet, ist ausgeschlossen, da wie oben schon erwähnt, jeder andere Vorlieben hat. Was ich sehr cool finde ist, dass man den Linken und rechten Kanal getrennt voneinander einstellen kann!
    Das mit den Kopfhörer Support finde ich jetzt persönlich als quatsch, da es sich bei mir ohne aktivem Thema, besser anhört und 1,99€ pro Star Voreinstellung, bei einem 5band Equalizer, ist ne Frechheit!
    Aber sonst eine Super app!

  • Also bei kaputten In-Ear Kopfhörern die die Höhen ohrenbetäubend klingen lassen , hilft die App weiter. Fazit: Top Gehörschadenverhinderungsapp

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