iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 494 Artikel

Betrugsversuche nehmen zu

Gefälschte Fundmeldungen: So wollen Diebe iPhones übernehmen

Artikel auf Mastodon teilen.
12 Kommentare 12

Die Telekom warnt vor einer Betrugsmasche, über die derzeit vermehrt Nutzer berichten. Smartphone-Diebe versuchen mithilfe von gefälschten Chat-Nachrichten oder Anrufen, weitere Informationen zu den rechtmäßigen Besitzern zu erhalten.

Hintergrund ist, dass gestohlene iPhones oder Android-Telefone in der Regel mit Benutzerkonten verknüpft sind und nicht ohne weiteres von einer fremden Person genutzt werden können. Bei Apple heißt diese Funktion Aktivierungssperre und lässt sich nur mithilfe der Apple-ID aufheben.

Gefälschte Fundmeldungen per SMS

Hilfreich für die Diebe kann es bereits sein, wenn Nutzer ein verlorenes Smartphone, wie über Apples „Wo ist?“-System möglich, als verloren kennzeichnen. Diese an sich sinnvolle Funktion kann den Tätern im Fall eines Diebstahls jedoch auch Informationen liefern, die ihr weiteres Vorgehen erleichtern. Beispielsweise kann hier ein Name oder eine alternative Kontaktmöglichkeit angegeben sein. Auf dieser Grundlage erstellen die Täter anschließend authentisch wirkende SMS oder WhatsApp-Nachrichten.

Iphone Verloren Wo Ist Screenshots

Diese Mitteilungen erwecken den Eindruck, das Smartphone sei gefunden worden. Häufig orientieren sich Gestaltung und Wortlaut an offiziellen Benachrichtigungen der Hersteller. Enthaltene Links führen jedoch auf gefälschte Internetseiten. Dort sollen die Betroffenen beispielsweise ihre Zugangsdaten eingeben, was den Tätern den Zugriff auf das Benutzerkonto ermöglichen und es ihnen erleichtern kann, Funktionen wie die Aktivierungssperre zu deaktivieren.

Was tun, wenn das iPhone geklaut wird?

Betroffene sollten Spam-Nachrichten nach Möglichkeit melden. Die Funktion ist standardmäßig in die Nachrichten-App integriert, alternativ kann man hierfür auch die Kurzwahl 7726 nutzen. Darüber hinaus hat die Telekom in diesem Zusammenhang folgende Tipps für ein korrektes Verhalten in dieser Situation veröffentlicht:

  • Aktivieren Sie nach einem Diebstahl sofort den Verloren-Modus und veranlassen Sie – wenn eine Rückgabe unwahrscheinlich ist – das Löschen des Geräts.
  • Lassen Sie Ihre SIM-Karte umgehend beim Mobilfunkanbieter sperren.
  • Geben Sie Ihre Apple-ID-, Google- oder sonstigen Zugangsdaten niemals über Links in SMS oder E-Mails ein. Rufen Sie die offiziellen Webseiten oder Apps ausschließlich selbst auf.
  • Lassen Sie sich nicht durch angebliche Servicecenter, Finder oder vermeintliche Support-Mitarbeitende unter Druck setzen. Kriminelle nutzen bewusst Zeitdruck und emotionale Geschichten, um unüberlegte Entscheidungen zu provozieren.
  • Entfernen Sie ein gestohlenes Gerät niemals aus Ihrem Apple- oder Google-Konto, solange Sie es nicht wieder in Ihrem Besitz haben. Andernfalls verlieren Sie den Diebstahlschutz und erleichtern den Weiterverkauf.
  • Bleiben Sie auch nach dem Diebstahl wachsam: Oft beginnt der eigentliche Betrugsversuch erst Tage später. Misstrauen Sie unerwarteten Nachrichten und Anrufen zu diesem Diebstahl. Und überprüfen Sie alle Informationen ausschließlich über die offiziellen Dienste des Herstellers.

14. Juli 2026 um 09:41 Uhr von chris Fehler gefunden?


    12 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • flauschibärchen

    Das hatte ich auch schon mal. Der Absender der SMS war sogar „APPLE“. Keine Ahnung wie das sein kann, das muss man doch verhindern können

    • Bei mir war es mal die Bank, ich wär fast drauf reingefallen. Verstehe das auch nicht. Scheinbar kann man das wie bei der E-Mail vortäuschen.

    • Ich glaube, das hängt mit dem alten SMS Protokoll zusammen, es gab früher schon die Möglichkeit, so genannte Flash-SMS zu versenden, bei denen man den Absender individuell eingeben konnte. Also einen beliebigen Namen oder eine beliebige Telefonnummer. Diese Schwachstelle wird immer noch für Betrugsversuche verwendet

  • Bei uns haben sie die Notfallkontakte angeschrieben – muss man auf jeden Fall Eltern Familie und co. dafür sensibilieren!

  • Nein das kann man nicht verhindern das ist genau so wenn man von der 110 angerufen wird

  • Eines muss man den Dieben lassen: An Kreativität mangelt es ihnen nicht. Leider entwickeln Kriminelle ihre Methoden ständig weiter – und genau das macht sie für den Otto Normalverbraucher so gefährlich.

    Der aktuelle Trick mit gefälschten Fundmeldungen für gestohlene Smartphones zeigt einmal mehr: Nicht der Diebstahl allein ist das Problem, sondern oft der Betrugsversuch, der erst Tage später folgt. Deshalb gilt: Niemals Zugangsdaten über Links in SMS oder Messenger-Nachrichten eingeben und ein gestohlenes Gerät nicht vorschnell aus dem Apple- oder Google-Konto entfernen.

  • Verstehe nicht, warum man gegen die ganze Internetkriminalität nicht vorgeht! Jede Kilometer zu schnell fahren wird geahnt, aber wenn jemand kriminell an unsere Date kommen will, dass sie nicht geantwortet. Schöne neue Welt.

    • Weil sich die Internetkriminalität meist im unerreichbaren Ausland abspielt. Das Internet ist grenzenlos und selbst, wenn man die Kriminellen orten kann, kann man sie immer noch nicht belangen .
      Übrigens vergleichst Du Äpfel mit Birnen!

    Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44494 Artikel in den vergangenen 6918 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven