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Fehlender Sperr-Mechanismus

FaceTime am Steuer: Unfall-Klage gegen Apple

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58 Kommentare 58

Die Familie eines amerikanischen Unfallopfers hat eine Klage gegen Apple angestrengt, in der dem Konzern grobe Fahrlässigkeit bei der Bereitstellung seiner Videochat-Funktion FaceTime vorgeworfen wird.

Fahrzeug

Fahrzeug-Skizze aus Apples Lock-Out-Patent

Die Kläger, James und Bethany Modisette, verweisen auf die Nutzung des Chat-Dienstes durch den Unfallverursacher und bemängeln, dass Cupertino keine Sicherheitsmaßnahmen implementiert hat, die den Einsatz des Videochats in sich bewegenden Fahrzeugen unterbinden würde.

Der Unfall selbst ereignete sich am 24. Dezember 2014 und führte zum Tod der damals 5-jährigen Tochter der Kläger. Noch vor Ort soll sich der Unfallverursacher gegenüber der Polizei zur Nutzung des FaceTime-Dienstes am Steuer bekannt haben – die App selbst soll bei der anschließenden Inspektion zudem noch aktiv gewesen sein.

Das Datum dürfte im anstehenden Gerichtsverfahren eine prominente Rolle spielen. Nur acht Monate zuvor veröffentlichte das amerikanische Patent- und Markenrechtsamt eine Ideenschrift Cupertinos, die der Konzern bereits 2008 eingereicht hatte. Unter der Überschrift „Driver handheld computing device lock-out“ skizzierte Apple damals einen Sperr-Mechanismus, der den Zugriff auf das Smartphone während der Fahrt verhindern sollte.

Lock-out mechanisms for driver handheld computing devices. The lock-out mechanisms disable the ability of a handheld computing device to perform certain functions, such as texting, while one is driving. In one embodiment, a handheld computing device can provide a lock-out mechanism without requiring any modifications or additions to a vehicle by using a motion analyzer, a scenery analyzer and a lock-out mechanism.

Mit ihrer Klage wollen die betroffenen Eltern nun eine finanzielle Kompensation für ihre Ausgabe und eine Wiedergutmachung erstreiten. Dabei nicht uninteressant: In Texas gibt es offenbar keine rechtlichen Grundlagen, die die Handy-Nutzung am Steuer untersagen.

Freitag, 30. Dez 2016, 13:50 Uhr — Nicolas
58 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Und wie bitte soll man Fahrer von Mitfahrern unterschieden? Oder kann dann niemand mehr das iPhone im Auto benutzen.

    Man man dumme Menschen gibt es, wieso soll Apple daran schuld sein dass der Typ so dumm ist und sein Handy am Steuer benutzt? Das ist auch in den US gesetzlich verboten!

    • Da Apple einen entsprechenden Patentantrag gestellt hat haben sie hoffentlich auch irgendwelche Vorstellungen. Ansonsten wäre es reine Trollerei um sich an andere zu bereichern, die etwas in der Art umsetzen und dann Lizenzgebühren abdrücken müssen. Ich bin sowieso der Meinung das ein Patentantrag nicht nur solange gültig sein darf wie der Inhalt auch aktiv umgesetzt ist.

    • Text gelesen (insbesondere den letzten Absatz)?

    • Wenn man den Artikel ließt, stellt man fest, dass das in Texas scheinbar eben gerade NICHT verboten ist.

      • Finde da dann das Pokemon GO-Prinzip ok – Man muss bestätigen, das man nur Beifahrer ist.

  • Wie wärs einfach damit das iPhone bei der Fahrt nicht zu benutzen?! Dummheit der Amerikaner kennt keine Grenzen…

    • Und sonst haben wir keine Vorurteile?
      Wie gut, dass die Deutschen so viel klüger sind. Hier würde beim Autofahren nie jemand das iPhone benutzen. Oder gar grenzenlos dumme Kommentare verfassen.

      • Hier käme aber keiner auf die Idee, den Hersteller zu verklagen, weil dessen Kunden so grenzenlos dämlich sind

      • Klar benutzt der Deutsche das Telefon im Auto. Der Verklagt nach einem Unfall aber nicht den Hersteller, dass dieser nicht verhindert hat während der Autofahrt damit zu telefonieren. Das ist der kleine aber feine Unterschied.

      • Nur würde ein Deutscher deswegen keine Klage einreichen ;-)

      • Na klar würde er.
        Es wird sogar über Gartenzwerge gestritten.
        Nur gegen einen Konzern ist halt keine Erfolgsaussicht zu erkennen.

      • Eine Klage schon, ABER gegen den Trottel der es fahrlässig benutzt und nicht gegen den Hersteller…

      • Ja klar. Nur hat das nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit einem anderen Rechtssystem. Welches man als Deutscher nicht verstehen muss. Ist nicht schlimm.
        Dumm wäre, sich als Amerikanischer Kläger am Deutschen System zu orientieren. Oder eben, sich als Deutscher darüber zu echauffieren, dass ein Amerikaner sich am Amerikanischen Rechtssystem orientiert.

      • Lass mich raten Piet – bei deiner Ansicht sind deine Eltern evtl. Geschwister?

      • Gutt Brauner (Mikkel) … das amerikanische Rechtssystem lässt – anders als das deutsche – Schadensersatzklagen in solchen Fällen zu …

    • Im vergangenen Jahr sind hier in der Umgebung mehrere Menschen gestorben, weil der Fahrer mit seinem Smartphone abgelenkt war.

  • So schlimm es für die Eltern ist aber die Klage ist für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand schwachsinnig.

    • Aber es wird Ihnen evtl. viel Geld bringen …. Gier frist Hirn …. oder hat es manchmal schon gänzlich aufgegessen! ;-)

      • Da will wohl ein „Schlauer“ Anwalt sein Honorar maximieren, und das geht mit sensiblen Klienten nunmal ganz gut.

      • Denke auch @MasterS
        Ich weiß nicht ob hier überhaupt alle den Text auch mal lesen statt nur die Headlines. Offenbar ist der Verursacher nicht der Kläger, sondern die Opfer des Unfalls, also möglicherweise Insassen eines 2. involvierten Fahrzeuges. Und sie haben ein Kind verloren. Viel mehr über die Umstände, Versicherungen und die finanzielle Lage des Unfallverursachers erfährt man ja nicht.

  • Stefan B. aus H

    Wiedermal News aus Absurdistan. Man könnte auch den Autohersteller verklagen, ein Fahrzeug hergestellt zu haben, mit dem ein Unfall verursacht werden konnte.
    Dass man als Fahrer nicht unbedingt ein Bewegtbild während der Fahrt neben dem großem Reality-Display namens Windschutzscheibe betrachten sollte, müsste sich von selbst verstehen und wenn nicht, der Fahrer entsprechend konsequent „belehrt“ werden.

  • Vermutlich hat Apple auch nur die gerätekanten abgerundet damit es beim verschlucken nicht so weh tut.

  • Auch erschreckend wieviele die News nicht verstanden zu haben scheinen.

  • Wie wäre es mal die amerikanische Arme zu verklagen, die mit Drohnen in Afghanistan Menschen umbringen. Da redet keiner, wenn es zivile Oper trifft. Aber wenn mal ein amerikanisches Kind stirbt, ist das Geschrei wieder groß. War halt Friendly Fire über iPhone.

    • Es hält dich niemand davon ab, die Russen (also russ. Arme, Beine nicht) wegen der toten Kinder von Aleppo zu verklagen (Kriegsverbrechen!). Oder eingewanderte Taliban-Söldner wegen der Toten in Afghanistan.
      Warum du das aber ausgerechnet in einem Apple-Forum zum Thema „Handy-Nutzung beim Autofahren“ tun willst, erschließt sich wohl ausschließlich dir.

  • Der Fahrer ist klar selbst schuld. Jeder Mensch mit verstand weiß, dass man währen des Fahrens solche Apps nicht nutzt!!! Tut mir leid für die Tochter aber ich hoffe sehr das er damit nicht durchkommt

  • Was soll man sagen Amis eben. Das da noch keiner Hersteller von Besteck verklagt hat weil man sich mit der Gabel in die Zunge gestochen hat, oder mir dem Messer sich in den Finger geschnitten ist ein Wunder.
    Aber so sind sie halt erstmal verklagen.

  • Typisch Amerika, wahrscheinlich bekommen die auch noch recht.
    Eigentlich müsste man den Kläger wegen Totschlages o.ä. Wegsperren.
    Der hat sein Kind auf dem Gewissen Nur weil der während der Autofahrt eine Video Chat geführt hat.

  • Der Unfall geschah in Texas und laut dem Bericht oben ist das benutzen eines Smartphone am Steuer in Texas eben NICHT verboten.
    Hättest du komplett gelesen hättest du dir deinen Kommentar sparen können

  • Reicht ja wie bei Pokémon Go ne Abfrage, ob man der Fahrer ist und ein Hinweis, dass es gefährlich ist, FaceTime während der Fahrt zu verwenden und schon ist Apple raus aus der Haftung.

    Und alle Beifahrer können weiterhin ihr Gesicht und die Kamera halten beim Telefonieren.

  • und wenn die Klage verloren geht, wird gegen den Fahrzeughersteller geklagt… ?!

  • Das Resultat wird sein, dass wir bei einem der zukünftigen Updates wohl vor jeder Nutzung von Facetime erstmal einen Disclaimer wegklicken dürfen.

  • Die Welt wird immer bescheuerter. Da muss man ja echt aufpassen dass nicht solche Aussagen kommen wie “ schade des es den Unfallverursacher nicht genauso getroffen hat wie die Arme Tochter solch blöder Eltern“
    Ich mein ja nur

  • Reiner Bußmann

    Mit Hirn und ohne FaceTime Auto zu fahren ist u.U. hilfreich.

  • Ganz ganz sachte mit der Stirn auf die Tischkante Schlag……….

  • Da hat jemand den Song ‚Last Christmas‘ wohl etwas zu wörtlich genommen. Der Titel beinhaltet keine Aufforderung.

  • Die wollen halt alles seeeehr genau definiert haben. Poolhersteller müssen auch seit ein paar Jahren deutlich lesbar darauf hinweisen, dass man in einem Pool ertrinken kann – nachdem tatsächlich jemand vor Jahren einen Poolhersteller deswegen verklagt hat, steht es in den Papieren.
    Bei uns würde sich jeder Anwalt schlapp lachen und jeder Richter sofort so eine Klage abweisen und auf die Aufsichtspflicht hinweisen.
    Bei Handynutzung während der Fahrt würde ein Fahrer bei uns direkt selbst zur Verantwortung gezogen – wozu gibt es denn die StVO – da steht ja alles drin.

  • Trumpland lässt grüßen. Da kommt bald auch vielleicht eine Klage gegen einen Buch oder Zeitungsverlag weil ein Unfall durch lesen der Zeitung zustande gekommen ist und die Zeitung sich während der Fahrt lesen lässt…

  • Sehr tragisch mit der Tochter und der Unfallverursacher sollte ordentlich verdonnert werden und nicht Apple ! Ist doch genau die gleiche Argumentation wie mit der Waffenlobby : Es ist nicht die Knarre, die tötet, sondern der Finger, der den Abzug drückt ! Also sollte nicht Apple verklagt werden, sondern der Dummbolzen, der während der Fahrt telefoniert !
    Ich fände es aber dennoch sehr schön, wenn es einen Mechanismus wie den beschriebenen geben würde um die ewig Dummen am telefonieren während der Fahrt zu hindern !!!!!

  • Ich sag nur: Ikea Malm Komode!
    Wer das verfolgt hat wundert sich über nichts mehr.

    • USA halt.

      Glaub die meisten Leute wollen mit dem Geld nicht Ihr Kind „betrauern“ sondern die paar wenigen nutzen in der Lage halt auch das Rechtssystem aus. Auf tragische Weise aber letztendlich vergleiche ich das wie mit dem ausnutzen von Schlupflöchern im Steuersystem etc. Es ist Möglich, dann wird es gemacht! Es geht dabei nur selten um die „Wiedergutmachung“ des eigentlichen Vorfalls. Zumindest nicht wenn die Geldforderung obere sechsstellige Summen erreicht.

      Ausnahme sehe ich nur wenn wenn es Verletzte oder überlebende gab die eine Lebenslange kostenaufwendige Behandlung benötigen. Ansonsten darf aus meiner Sicht ein Schmerzensgeld nie über kleinere bis mittlere fünfstellige Summen hinaus gehen. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber die USA hat einfach ein dummes Rechtssystem.

  • usain bolt müsste sich einschalten und sagen das er beim joggen dann nicht telefonieren könne..

  • Einige Kommentare nach zu urteilen könnte ich mir hier in unserem Lande das gleiche vorstellen.
    In den USA gibt es ein anderes Rechtssystem, in Gegensatz zu DE wird Verbraucherschutz groß geschrieben. Es besteht in den USA vielleicht nicht die Möglichkeit das Apple nun jetzt alles ändert aber es könnte ja einen Vergleich geben.

  • Wenn ich so in manche Autos reinschaue wird entweder Facebook, Twitter oder WhatsApp geschrieben. Und das während der Fahrt. Frag mich immer, was grade so wichtig sein kann, als auf den Verkehr zu achten.

  • Wäre echt krass wenn die Technologie hinter dem Patent erkennt ob man auf „110“ (unsafe operating area) oder „120“ (safe…) sitzt (siehe Zeichnung).

    Aber mein Handy ist zwischen 110 und 120 in einer Handyhalterung. FaceTime mit Mit-Fahrer und Fahrer wäre möglich… und denen auf dem Rücksitz

    Es gibt Navis die erlauben keine Eingabe während der Fahrt…
    Viele Fragen zumindest beim Einrichten ob man die Eingabe bei der Fahrt zulassen möchte…

  • Auch wenn es rechtes keinen verbot in Texas gibt ist doch die Schuld beim Autofahrer der die Verantwortung bei sich trägt. So ziemlich ALLES auf der Welt kann man beim fahren machen und wird dabei früher oder später dann Tödliche Unfälle bauen. Grillen, Karten spielen, Briefe schreiben, Wäsche waschen, Geld überweisen, Stricken, Haare schneiden…

    Sollen jetzt Hersteller von Grill, Holzkohle, Papier, Kugelschreiber, Waschmittel, Banking App, Stricknadeln, Wolle, Scheren, Kamm auch für „dumme“ Leute haften.

    Die USA muss Ihr Rechtssystem mal in den Griff bekommen. Sonst haben die im Jahr 2050 ein Papierproblem weil selbst bei ner Tube Zahnpasta am Ende immer ein Warn-beipack-buch so dick wie von den Gelben Seiten bei liegen muss. Gäbe es Tesla nicht hätte ich die Hoffnung auf vernünftige Menschen in den USA schon längst aufgegeben.

  • Wie sinnig kann dieses amerikanische Rechtssystem sein wenn schon das amerikanische Wahlsystem einen Clown hervorbringt.
    Good Morning Amerikaaaaaaaa….

  • Was ist denn mit den Herstellern elektrischer Rasierapparate?

    Oder Fastfoodherstellern die auf den Verpackungen nicht davor warnen, dass der Verzehr von Bürgern während der Fahrt ablenken kann?

    Und dann erst die Zigarettenindustrie… oder Handyhersteller allgemein? Wieviele Unfälle wurden bisher verursacht weil Leute während der Fahrt telefoniert haben? Wurden da auch Nokia und co verklagt?

    Ich habe letztens übrigens FaceTime während der Fahrt genutzt. Telefon in einer Halterung und mit Freisprecheinrichtung. Ging ohne Probleme. Habe allerdings dabei auf die Straße geschaut und nicht auf den Bildschirm.

  • Sorry, aber solche Menschen gehören selber eingesperrt. Hier geht es doch nur darum, mit dem Tod der eigenen Tochter Geld zu verdienen… Es fehlen mir die Worte, meine Verachtung dafür auszudrücken.
    Apple ist – genauso wie andere Hersteller – nicht dafür verantwortlich zu machen, wie dumm sich Menschen anstellen, wenn sie ihre Produkte verwenden.
    A propos, eine solche Klage hätte in Deutschland keine Chance wegen der Eigenverantwortung des Einzelnen und selbst wenn, würden nicht die idiotischen Summen wie in den USA zugesprochen werden. Gott sei dank, sonst würde auch hier wegen jeden Schwachsinns geklagt werden.

  • In den USA wird eben bestraft, wenn jemand mit Gewinnerzielungsabsicht mögliche Gefahren wissentlich ignoriert oder gar in Kauf nimmt. Ob dieser Fall oben in diese Kategorie fällt oder nicht, werden Gerichte entscheiden. Wenn man apple solches Handeln nachweisen können wird, wird apple mit dem auf diese Weise erzielten Gewinn haften. Nicht mehr und nicht weniger und schon gar nicht „unlogisch“.
    P.S. Nur weil mans nicht versteht, ist es nicht automatisch Schwachsinn…

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