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Als Basis für personalisierte Vorschläge

Facebook analysiert iOS-Fotos: Funktion standardmäßig aktiv

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58 Kommentare 58

Wenn ihr Facebook verwendet und der Facebook-App Zugriff auf eure Fotosammlung gewährt, solltet ihr zumindest wissen, dass die Anwendung die dort gespeicherten Fotos und Videos analysiert. Facebook hat eine neue Funktion namens „Personalisierte Vorschläge“ integriert und für die damit verbundene Auswertung grundlegender Bild- und Videodaten keine explizite Zustimmung vom Nutzer eingeholt.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen macht auf die Neuerung aufmerksam. Die Facebook-App wertet dabei automatisiert die Metadaten der auf dem iPhone gespeicherten Fotos und Videos aus und erfasst neben dem Aufnahmedatum auch weitere Eigenschaften, etwa ob man die Bilder und Videos als Favorit markiert hat oder ob es sich um eine spezielle Aufnahmevariante wie Panorama, Zeitraffer oder Porträt handelt.

Facebook Fotos Analyse Screenshots

Standardmäßig ist die Auswertung der oben genannten Daten aktiviert, um laut Facebook Vorschläge zum Teilen der Fotos zu erstellen. Eine dritte Option geht hier sogar noch weiter, muss allerdings vom Nutzer selbst aktiviert werden. Die Facebook-App kann dann auch den Inhalt der Bilder auswerten und beispielsweise erkennen, wo die Fotos aufgenommen wurden und ob darauf Personen oder Tiere zu sehen sind.

Einstellungen in der Facebook-App versteckt

Auch wenn man bei einer derart automatisierten Lösung nicht zwangsläufig einen Missbrauch unterstellen muss, es wäre schön, wenn dergleichen aktiv kommuniziert und die Entscheidung über die Verwendung der Bilder generell dem Nutzer überlassen würde.

Die entsprechenden Einstellungen findet man, wenn man in der Facebook-App unten rechts auf das persönliche Menü tippt, dort den Bereich „Einstellungen und Privatsphäre“ aufklappt, den Punkt „Einstellungen“ auswählt und dann den Eintrag „Vorschläge zum Teilen von Inhalten aus deinen Aufnahmen“ auswählt.

Facebook weist übrigens darauf hin, dass diese Funktion noch nicht für alle Nutzer verfügbar ist. Uns scheint allerdings, dass die Einstellungen bereits auf allen Geräten erscheinen.

Foto-Zugriff über iOS verwalten

Unabhängig von den Einstellungen innerhalb der Facebook-App könnt hier generell auch über iOS festlegen, wie weit diese oder auch alle jede beliebige andere Anwendung auf eure Fotosammlung zugreifen kann.

Ios Einstellungen Datenschutz Fotos

Öffnet hierfür die Einstellungen „Datenschutz & Sicherheit“ und dort den Bereich „Fotos“. Hier kann man dann für jede App separat festlegen, ob sie vollen, nur auf einzelne Dateien beschränkten, oder gar keinen Zugriff auf die Fotosammlung erhalten soll.

Danke Karsten

10. Jun 2024 um 07:59 Uhr von chris Fehler gefunden?


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    58 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • DSGVO fordert opt-in. Aber Meta macht was es will. Die AGB sind ungültig.

    • John Applespeed

      Was hat uns denn die DSGVO bisher eigentlich gebracht ?

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      • Käpt'n Blaschke

        Dir sicher nichts, wenn Du diese native Frage stellst. Allen anderen schon, denn die DSGVO gibt eine Rechtsgrundlage wie man den Metas dieser Welt das Handwerk legen kann.

      • Das Problem sind da viel mehr die Datenschutzbeauftragten.

        Denn statt gegen Facebook bzw. Meta wegen den Verstößen vorzugehen, sind die ja lieber damit beschäftigt Behörden und Ämtern die Nutzung diverser Social-Media-Plattformen verbieten zu wollen, ggf. sogar mit Klagen, statt das Problem an der Wurzel anzugehen.

        Denn wenn Facebook sich a die DSGVO halten würde, bestünde kein Problem mehr mit irgendeiner Facebook-Seite, da das ja die ganze Plattform betreffen würde.

    • Interessiert diejenigen, die immer noch bei FB sind, leider kaum. Sollte es eine Sammelklage geben, beteiligen sich wahrscheinlich 0,1% daran, wie neulich gegen Amazon Prime wegen versteckter Preiserhöhung. Alle anderen sind längst weg.

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      • Wo sind die eigentlich? Bei TikTok, Instagram und Konsorten. Soll ich mal laut lachen?

  • John Applespeed

    Einfach nur noch unfassbar wo das inzwischen hingeht. Das gesamte private Leben wird einfach so zu einem fremden Dienstleister geschickt

    Antworten moderated
    • Nicht einfach so. Die WhatsApp Lemminge machen das seit Jahren freiwillig mit Adressdaten Dritter…

      • Nope, wenn man schon lästert sollte man wenigstens die Wahrheit sagen und keine Gerüchte verbreiten.

    • Wer FB nutzt, will doch mehr oder weniger sein Privatleben veröffentlichen, zumindest teilweise. Und wer es nach den ganzen Jahren an Infos über FB und Zuckerberg tatsächlich immer noch nutzt, ist eh selbst schuld.
      Unabhängig davon ist es natürlich wieder mal eine Frechheit.

      • DasProblem ist ja nicht, dass FB-Nutzer freiwillig ihr Privatleben zum verramschen an FB geben. Wer das so will, darf das gerne tun…
        Das Problem ist, dass diese Leute dabei auch das Privatleben anderer Leute (die, die in deren Kontakten, Fotos etc. vorkommen) an FB übergeben, und das üblicherweise ohne nachzufragen oder Einverständnis. Die meisten denken darüber gar nicht nach, und denen, die es tun, wird es von FB extrem schwer gemacht, selektiv nur die eigenen Daten zu teilen, pauschal alle vorhandenen Daten zu teilen dagegen ist sehr einfach.

  • Danke für die interessante Info!

    Antworten moderated
  • „Auch wenn man bei einer derart automatisierten Lösung nicht zwangsläufig einen Missbrauch unterstellen muss…“, die Entscheidung für mich ist eindeutig: Keine Zuckerberg-Apps:
    Kein Facebook, kein WhatsApp, kein Instagram oder andere MZ-Apps !!!

    • mich wundert wer seit 2016 und dem Cambridge Analytica skandal überhaupt noch facebook nutzt.

      • Unabhängig von den Skandal verstehe ich nicht wer Facebook nutzt. Das dortige aufhalten ist doch verschwendete Lebenszeit in höchstform, nur Instagram und TikTok sind da noch mehr verschwendete Lebenszeit.

    • Die Datenschutzverstöße werden wohl eher bewusst in Kauf genommen und sind schon eingepreist.. Bis die Behörde den Verstoß feststellt und ein Bußgeld festlegt und Meta den Rechtsweg komplett ausgeschöpft hat, vergehen viele Jahre, in denen Meta munter weiter illegal Daten verarbeitet und Milliarden verdient. Die paar Millionen € Bußgeld, die dann zu zahlen sind, stören da auch nicht mehr.

      • Die einen störts nicht (machen alles mit), den anderen ist es egal (bequem) und die letzteren Kündigen den Account. Da die ersten beiden Gruppen offensichtlich in der Mehrheit sind kann sich der Konzern entspannt zurücklegen.

  • Nutze zum Glück seit Jahren kein Facebook mehr. Wie sieht das dann mit Instagram aus. Gibt es dort ähnliche Mechanismen? Denn wenn bin ich der jenige der entscheidet was ich für Bilder für soziale Netzwerke teilen möchte und welche nicht.

  • Ist schon krass, was da derzeit abgeht. Facebook ist ja nicht allein. Auch Microsoft möchte im Sekundenrhythmus in Windows deine Screenshots auswerten.

  • Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Facebook, X, WhatsApp und Co schon dann Zugang zu sämtlichen Daten eines Handys, Tabletts und PC haben, wenn man eine Seite aufruft, auf der diese verlinkt sind. Also zB gibt es auf allen Nachrichtendienst – Seiten jeweils Links zu den sozialen Medien. Und das allein reicht aus, den Zugriff auf die eigenen Daten durch diese sozialen Medien nicht verhindern zu können. Weiss darüber jemand Bescheid? Gilt das dann auch für Fotos, die explizit per Fingerabdruck oder FaceID gesperrt sind? Und gilt die Funktion, die in diesem Bericht beschrieben ist, auch für ausdrücklich separat gesperrte Inhalte?

    • Du verwechselst da etwas, was du meinst gilt dem Tracking und Facebook und Co. erstellen Schattenprofile über dich. Das heißt du existierst als ID dort, ob du registriert bist oder nicht und falls du dich registrierst werden deine Daten zusammen gelegt. So weiß Facebook und Co. schon im voraus was deine Interessen sind, wo du dich aufhältst und so weiter, sofern diese Tracker nicht blockiert worden sind

      • *Zusatz: Mit Deep Learning (KI) wird dein Profil/Schattenprofil ausgewertet und eine Vorhersageanalyse betrieben

  • Gruselig!
    Aber die Nutzer von Meta Apps sagen ja sowieso zu allem „ja klar“.

    Dumm nur, dass auch andere Leute als die Ja-Sager auf den Fotos sind (inkl. Kinder), die das nicht wollen.

  • Und das jetzt noch in Verbindung damit, dass die Jasager auch ihre Kontaktdaten freigegeben haben, sind jetzt Zuordnungen von Fotos zu Wohnorten und Wohnungen und Personen erlaubt. Gute Nacht!

  • Gerade hab ich darüber mit unserer Personalerin gesprochen. „Na, und?“ War alles, was sie dazu sagte.

    Da freut man sich doch gleich noch mehr auf die nächste Betriebsveranstaltung.

    Ich denke, das Problem ist bisher nicht in der Breite angekommen.

  • Mich würde auch interessieren, ob es dieses Vorgehen bei der Instagram App auch gibt.

  • Danke für die Info. Ich sehe die Option und habe sie vorsichtshalber mal deaktiviert. Facebook genießt bei mir aber ohnehin keinen Fotozugang.

  • Datenschutz ist für FB nicht relevant. Haben ihren eigenen Datenschutz

  • Das ist eine solche Unverschämtheit von dem Drecks-Verein Facebook. Ich hoffe die bekommen mal so eine richtig fette Strafe die denen auch weh tut.

  • Nervt mich schon wenn Leute meine Kontaktdaten in ihrem Adressbuch haben und alles schön zu Meta hochladen, obwohl ich mit diesem Verein überhaupt keinen Contract habe – da ich einfach nichts von denen nutze.
    Nichtmal die „besseren“ Messanger dürfen bei mir in das Adressbuch „schauen“.

    Am liebsten würde ich Meta mal richtig Ärger vor einem EU-Gericht machen wollen. Mal schauen.

    • Dann kannst du dir vorstellen, wie das die Leute nervt, die aus eben solchen Gründen keinen Facebook-Account oder dergleichen haben, deren Adresse, Telefonnummer, usw. aber dennoch ungefragt dort landen, weil die Adressbücher von anderen hochgeladen werden da sie das „Pech“ haben, in diesen zu stehen…

  • Wer Fratzenbuch verwendet sollte sich darüber wohl besser nicht beschweren.
    Man springt ja auch nicht ins Klärbecken und beschwert sich dann über die umherschwimmenden Exkremente.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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