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Face ID: Falsch positiv und falsch negativ

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68 Kommentare 68

In Sachen Face ID ging es gestern zur Sache. Die Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomgberg berichtete, dass Apple höhere Fertigungstoleranzen in Kaufen nehmen würde, um so den iPhone-X-Verkaufsstart zu sichern – Apple dementierte (mit einem Statement an ein konkurrierendes Wirtschaftsmagazin) und versprach gleichzeitig, dass Face ID zum Goldstandard für Gesichtserkennung avancieren werde.

Face Id Iphone

In der Diskussion um Face ID stets vertreten ist dabei ein Zahlenwert Apples, der die Sicherheit und Genauigkeit der neuen Technologie unterstreichen soll.

Laut Apple liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällige Person in der Bevölkerung ein fremdes iPhone X ansehen und mit Face ID entsperren kann, bei etwa 1 zu 1.000.000. Dem gegenüber liegt die „falsch positiv“-Rate von Touch ID bei 1 zu 50.000. Eine Verbesserung, keine Frage.

Was in diesem Zusammenhang jedoch nicht vergessen werden darf: Apple informiert stets nur über die „falsch positiv“- bislang jedoch nicht über die „falsch negativ“-Rate. Eine Zahl, die im Alltagseinsatz der neuen Geräte deutlich mehr Relevanz besitzen dürfte.

Wie häufig entsperrt Face ID euer Gerät nicht, obwohl ihr das richtige Gesicht vor die Infrarot-Sensoren haltet? Wer sich nach dem Händewaschen schon mal an der Touch ID-Entsperrung probiert hat, weiß wovon wir sprechen.

Auch wenn nur Apple die Eckdaten kennt: Von Werten im Bereich von 1 zu 1.000.000, darf in Sachen „falsch negativ“-Rate wohl nur geträumt werden.

Donnerstag, 26. Okt 2017, 8:23 Uhr — Nicolas
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  • Ich dachte Fingerabdrücke seien so einzigartig? Wieso dann nur 1:50000?

    • Fingerabdücke sind nur in ihrer “Gesamtheit” tendenziell einzigartig… dafür müsste man dann aber sogenannte “rolled FP” nehmen… mit Blick auf die “usability” wird in diesem Kontext aber natürlich nur mit “flat FP” gearbeitet und wegen der Reaktionsgeschwindigkeit nur ein Teil des FP verglichen und verwendet…
      Immer daran denken, “Ein Dreieck hat drei Seiten. Und man kann nicht eine Seite verändern, ohne daß dies Effekt auf eine der beiden Anderen hat…”
      I’m vorliegenden Fall sind die drei Seiten “Usability/Speed”, Preis und Genauigkeit/Sicherheit…

    • Das liegt daran, das der touchid-sensor nicht den ganzen Fingerabdruck scannt, sondern sich nur bestimmte punkte merkt und vereinfacht gesagt eine Schablone bildet, die er dann immer mit dem jeweiligem Finger abgleicht.

    • Der Fingerabdruck schon. Aber die Erkennung funktioniert wohl nicht 100% zuverlässig.

    • Weil es immer ein Wechselspiel aus „falsch Positiv und falsch Negativ“ ist. Apple könnte vermutlich die Fehlertoleranz weiter senken, dann würde aber viel häufiger ein korrekter Abdruck als falsch erkannt.
      Genau so ist es bei der Gesichtserkennung. Wenn ich schlechtere Sensoren habe, kann ich über strengere Regeln die falsch positiven Erkennungen beibehalten, indem ich die Erkennung verschärfe und dadurch die falsch negativen Erkennungen erhöhe. Dann können sowohl der Beitrag zur höheren Fehlertoleranz, als auch das Statement von Apple korrekt sein.

    • Weil eben nicht dein genauer Fingerabdruck gespeichert wird sondern ein Hash Wert davon. Es kann halt sein, dass ein anderer Fingerabdruck zum gleichen Hash Wert führt.

    • Dein Fingerabdruck ist statistisch einzigartig, aber bei Fingerabdrucksensoren wird ja nicht dein kompletter Finderabdruck gespeichert, sondern „nur“ Samples (ich glaube 32). Also einzelne Bereiche des Abdrucks.
      Diese können dann natürlich mit anderen Fingerabdrücken übereinstimmen.

  • Von den 1:50.000 hatten bisher 5 Leute mein Gerät in ihren Händen.

  • Ich nehme an, man kann es ähnlich Touch ID deaktivieren, falls es nerven sollte, oder?

  • Das würde mich auch interessieren. Ähnlich wie der genaue Erfassungswinkel. Apple nennt hier ja die FaceTime-Kamera als Erfassungsbereich. Aber wie viel vom Gesicht muss in diesem Bereich sein? Bei 25 cm Abstand ist der Bereich nach meiner Messung ca. 20*27 cm groß, bei 50 cm dementsprechend 40*54. wenn ich in dem Bereich dann 15*15 cm Gesichtsfläche unterbringen muss (Annahme von mir), habe ich in jede Richtung nur wenig Spielraum.

  • Müsste es nicht
    Falsch positiv= fremder kann dein iPhone entsperren
    Richtig negativ= du(richtiges Gesicht) kannst dein iPhone nicht entsperren
    Heißen?
    Nur mal so :-)

    • Nein, der Test ist richtig negativ, wenn der Test richtigerweise den anderen Menschen als solchen erkennt-negativ halt.
      Er ist falsch negativ, wenn er falscherweise das eigene Gesicht als negativ erkennt – und nicht entsperrt.

    • Nein, richtig negativ heißt das Handy funktioniert richtig negativ. Also ein fremder kann dein handy nicht entsperren.

      Falsch negativ: du – entsperrt nicht
      Richtig negativ: fremder- entsperrt nicht
      Falsch positiv: fremder – entsperrt
      Richtig positiv: du – entsperrst

      • Nein. Auch falsch.
        Richtig positiv = du entsperrst
        Richtig negativ = Fremder entsperrt
        Falsch positiv = Fremder entsperrt nicht
        Falsch negativ = du entsperrst nicht

      • @loco: wenn Apple selber über „falsch positiv von 1:1.000.000“ spricht dann kann das nicht „fremder entsperrt NICHT“ sein.

      • Also ich finde den einen oder anderen Kommentar richtig negativ. Obwohl ich es immer positiv sehe. Dann ist positiv eben falsch und negativ richtig

      • Falsch, der Kommentar von Chris ist korrekt!

    • Dein Handy reagiert falscher Weise negativ, also entsperrt nicht, obwohl Du berechtigt bist.

  • Kann das X eigentlich zwischen eineiigen Zwillingen unterscheiden?

    • Auch eineiige Zwillinge sehen unterschiedlich aus und haben vor allem auch eigene besondere Merkmale. Von daher würde ich, auch ohne Beweis, meinen dass FaceID dahingegen unterscheiden kann

      • Als ob xD

      • In wie weit unterscheiden sie sich, sie sind genetisch identisch, alles ist gleich. Höchstens Pickel, Haare oder irgendwelche Accessoires am Kopf lassen einen Unterschied zu. Was sind „Besondere“ Merkmale? Noch unspezifischer ging es nicht.

    • Nein. Hier schreibt Apple vor, dass nur einer ein iPhone X haben kann. Der andere muss aber sofort losziehen und das iPhone 8 kaufen.
      Zudem wird von Apple bei eineiigen Zwillingen verlangt, dass sie stehts die aktuelle Hardware kaufen. Allerdings immer mit einem kleinen Unterschied.
      Während der eine, gute Zwilling, einen neuen iMac kaufen muss, darf der andere, böse Zwilling nur das neue MB Pro kaufen und ist zum Kauf ALLER Adapter dafür verpflichtet.
      Auch beim iPad müssen sich der gute und der böse Zwilling darauf einigen wer das große iPad Pro und wer das kleine iPad Pro nimmt.
      Auch bei der Watch darf der eine nur die Series 2 verwenden, während der andere Series 3 kaufen muss!
      Verstanden?
      Du willst doch als User nicht Apple dafür verantwortlich machen, dass die Natur Euch gleiche Gesichter gegeben hat. Dafür kann Apple nun wirklich nichts!

      • Da kann niemand was für, nicht mal die Römer!

      • Danke :-D.. der letzte Absatz ist der beste ^^

      • @Jan: Das ist der sinnloseste Kommentar bisher und wenn das lustig werden sollte… naja.
        Meine Frage zielte eher darauf ab, ob die Sensortechnik so genau ist, diese marginalen Unterschiede bei Zwillingen festzustellen!

    • Ich tippe mal auf „nein“ … alles andere würde mich überraschen.

    • Aus Apples Erklärung:
      The probability of a false match is different for twins and siblings that look like you as well as among children under the age of 13

  • Weil Touch ID nach dem Hände waschen nicht funktioniert, Wäsche ich sie einfach nicht mehr ;)

  • Also ist der Inhalt diese Artikels allein dieser Satz: „Wie häufig entsperrt Face ID euer Gerät nicht, obwohl ihr das richtige Gesicht vor die Infrarot-Sensoren haltet?“
    Eine offene Frage ohne Antwort.
    Damit das Ganze dann spekulativ wird und zur Diskussion anregt flankiert von diesem Satz: Wer sich nach dem Händewaschen schon mal an der Touch ID-Entsperrung probiert hat, weiß wovon wir sprechen.“

    Der zweite hat nichts mit dem Thema zu tun – es klingt erstmal so als sei es so, jedoch hat TouchID mit FaceID technisch nichts zu tun. Und um die technische Zuverlässigkeit soll es hier ja schließlich gehen.

    Interessant wäre lediglich die Beantwortung der Frage gewesen.
    Jetzt bin ich genau so schlau wie vorher. Danke.

    • Hat hier jemand ein Thema angeschnitten, was deine Weltsicht hinterfragt?
      Selbstverständlich passt das zu dem Thema. Es soll zeigen, dass es bei jeder biometrischen Erkennung Fehlversuche gibt, und die Quantität durch äußere Umstände (frisch gewaschene Hände könnten zum Beispiel einem verschwitzten Gesicht entsprechen) beeinflusst wird.
      Nur weil du diesen Zusammenhang nicht erkennst, musst du doch nicht gleich den Artikel kritisieren.
      Das du nach dem Lesen nicht schlauer bist, als vorher, liegt vermutlich an deiner Lernresistenz. Da kann der Autor auch nichts für. Der Autor wollte halt zum denken anregen. Wenn der Samen dabei auf unfruchtbaren Boden fällt, ist das Schade, aber vermutlich eher die Ausbahme als die Regel.

      • ganz der Alte….

      • Nein, der Artikel suggeriert etwas.
        Nicht mehr und nicht weniger.

        Er erklärt nichts. Er zeigt nichts.
        Und er reißt nicht mal etwas an (das wäre auch schon zu viel behauptet)

        Der Artikel stellt eine These auf und lässt diese allein im Raum stehen.

        Von daher kann man nicht einmal von „Artikel“ reden. Es ist keine journalistische Leistung vorhanden. Man kann auch nicht von „Kommentar“ reden. Es ist keine Meinung vorhanden.

      • Ok, wenn du die Aussage nicht erkennst: Der Artikel enthält die klare Aussage, dass Apple uns gewisse Zahlen vorenthält. Der Artikel will das auch nicht erklären, sondern zum nachdenken anregen. Das hatte ich ja schon versucht, dir zu erklären.

      • Apple hat extra ein Video gezeigt… wo eine Frau im Pool mit nassem Gesicht das iPhone X entsperrt… was zeigen soll das Wasser auf dem Gesicht keinen Einfluss auf die Erkennung hat. Im übrigen ist von all den Tester nicht ein Fall aufgetreten wo Face-ID weder im positiven noch im negativen nicht funktioniert hat…

  • Wie sieht es aus, wenn ich einen Motorradhelm auf habe? Erkennt das IPhone X trotzdem mein Gesicht?

    • Wenn das Visier offen ist müsste das gehen.

      Wäre weitaus praktischer als TouchID da man dort ja die Handschuhe ausziehen musste

      • Das Visier sollte nicht unbedingt ein Problem sein. Da kann die Kamera meist durch schauen.

      • Ja, aber Spiegelungen könnten ein Problem sein. Ebenso wie abgedunkelte Visiere vielleicht.

      • Ja, können die, aber nicht alle. Sonnenbrillen funktionieren ja scheinbar auch größtenteils.

    • Wenn er vollständig aus Plexiglas ist, durchaus möglich.

    • Getönte und verspiegelte Flächen sollen ja kein Problem sein. Aber ob dr Ausschnitt vom Gesicht reicht, ist fragwürdig.

    • Erkennt dein iPhone mit TouchID deinen Fingerabdruck auch, wenn du einen Motorradhandschuh trägst? ;)

    • Wenn ich Handschuhe habe, kann ich dann Touch-ID verwenden?

      Bei einem Integral-Helm wird es wahrscheinlich schwierig. Ein Helm ohne Kinnbügel, sollte aber kein Problem sein.

    • Warum hast du auf dem Motorrad ein Smartphone in der Hand? Das ist genauso verboten wie im Auto (sofern die Kiste noch läuft).

      • Noch nicht so oft im Leben Motorrad gefahren oder?
        Meistens läuft es so ab, dass das Telefon klingelt, ranfahren und jetzt beginnt der hassle. Da ist es mit TouchID einfacher als FaceID aber es gibt noch den Passcode, also doch wieder die Handschuhe ausziehen.

  • Also jetzt mal im Ernst! Einen Motorradhelm hat eine Person auf dem Kopf, die mit einem Motorrad unterwegs ist! Wenn man mit einem Motorrad unterwegs ist, sollte man vielleicht nicht mit seinem Handy rum spielen. Ich warte noch auf die Frage, ob Face ID auch funktioniert, wenn Faschingszeit ist. Denn da sind ja alle verkleidet und geschminkt.

    • Manfred Drescher

      Helau!

      Und was ist mit Halloween? Erkennt mein X mich auch dann noch?

      oder wenn die Schminke meiner Frau vom Regen auf Ihrem Gesicht verlaufen ist?

      Ok, für mich relevant wäre es wirklich wie es im Dunkeln und ich meine wirklich im Dunkeln funktioniert….! Da habe ich meine Zweifel

      • Das Gesicht wird doch (angeblich) vom Face-ID-Modul per Infrarot beleuchtet.
        Gibt doch schon Warnungen und Bedenken, dass durch die häufige Benutzung die Retina durch Infrarot-Strahlung schaden nehmen könnte.

      • Im Dunkeln funktioniert es genau so gut oder schlecht, wie im Hellen. Das X sendet ein Infrarot-Punktegitter und misst dieses.

      • Naja, im Prinzip sollte das schon funkionieren, da die Tiefeninformationen abgetastet werden und somit Schminke keinen Unterschied macht. (Außer die Schicht ist zu dick :)

      • ardiano

      • Hey Dieter warum ist es für dich relevant? Du willst doch kein X haben schließlich gehörst du ja nicht zur Apple „Sekte“ und würdest niemals nie so viel Geld für ein iPhone ausgeben werden. Mal im Ernst: FaceID wird im dunklen deutlich weniger fehleranfällig sein als bei strahlendem Sonnenschein, da die Sonne das gesamte Infrarotspektrum abstrahlt. @Prostetnik Ob die Strahlung der „Infrarot Dioden“ wirklich schädlich für die Augen sein werden wird sich noch zeigen. Jedoch dürfte die aufgewendete Energie der Projektoren nicht sehr stark sein und wird zusätzlich durch die Punktmatrix gestreut, so das die in das Auge strahlende Energie noch deutlich geringer ist. Ich denke nicht dass es Langzeitfolgen haben wird.

      • @Sebo: Ich werde mir kein iPhone X kaufen, weil die Nachteile für mich überwiegen (ARKit, FaceID und das Displayformat). Da hast du recht. Es interessiert mich aber, da ich Apple Fan bin und ich befürchte, dass das die Zukunft des iPhones ist.

      • Ich meinte natürlich den Manfred :) sorry Dieter

    • Es gibt auch Menschen, die den Helm auflassen ohne daß sie fahren. Nicht ohne Grund gibt es Schilder an Tankstellen die sagen, Keine Bedingungen mit aufgesetzten Helm oder Piktogramme.
      Ich empfinde es als unfreundlich habe es aber auch schon Mal gemacht, weil in Eile.

  • Zur Nichtentsperrung mit richtigem Gesicht: Der Sensor KÖNNTE mit Sicherheit in einer Sekunde mehrere Erkennungsversuche starten. Sollte der erste Versuch nicht klappen, würde direkt (und unbemerkt vom User) direkt eine zweiter Versuch und vielleicht sogar ein dritter Versuch laufen. Wären die dann positiv, entsperrt das Gerät. Den Falschen kriegt man dann nicht mal mit.

    Zur Entsperrung mit dem falschen Gesicht: Theoretisch gibt es mehr als 7.000 (siebentausend!) Menschen, die ein einziges iPhone per Face ID entsperren könnten. Wenn man bedenkt, dass bestimmte Gruppen sich gegenseitig ausschließen (Asiaten werden sicher nicht mit Europäern verwechselt), ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass man jemanden trifft, der das Telefon entsperren kann.

    Wer also absolute Sicherheit will, der telefoniert im Festnetz… ;-)

  • Und genau diese Fälle, in denen man zu faul ist seinen Helm abzunehmen, soll Apple dann abdecken? Alles klar…

  • Da braucht die Polizei mir nur mein iPhone zu zeigen und schon sind sie drin.
    Tolle Idee. Genauso idiotisch wie Touch ID.

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