Knapp 4 Mio. Handys klingeln
„Extreme Gefahr“: Berlin irritiert mit zweckentfremdeten Notfallwarnungen
Die Katastrophen-Warnungen zum Ende des Stromausfalls im Berliner Südwesten haben eine Debatte über Sinn und Ausgestaltung des staatlichen Warnsystems ausgelöst. Auslöser war weniger die Information an sich als die Art ihrer Übermittlung.
Viele Berliner erhielten eine Cell-Broadcast-Nachricht mit der Kennzeichnung „Extreme Gefahr“, obwohl es um die bevorstehende Wiederherstellung der Stromversorgung ging.
Zwei Warnmeldungen am Mittwoch
Am Mittwoch gingen im Tagesverlauf zwei unterschiedliche Cell Broadcast Meldungen ein. Gegen 9:30 Uhr wurde berlinweit eine Warnung mit der Kennzeichnung „Extreme Gefahr“ verschickt, die zunächst nur knapp auf einen Stromausfall verwies und erst in der Detailansicht klar machte, dass es um die bevorstehende Wiederaufschaltung des Netzes sowie um Vorsichtsmaßnahmen wie das Trennen privater Notstromaggregate ging.
Am Abend folgte gegen 22:00 Uhr eine zweite Nachricht, die diese Warnung wieder aufhob, dabei aber erneut mit hoher Aufmerksamkeit erzeugender Systemlogik auf den Geräten erschien und damit nicht wenige Menschen in Ruhezeiten oder nach Schichtdienst aus dem Schlaf gerissen haben dürfte.
Alarmstufe und Wortwahl
Das Warnsystem ist darauf ausgelegt, bei unmittelbaren Bedrohungen für Leib und Leben schnell Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sirenenton, rote Darstellung und drastische Begriffe sollen in Sekunden zum Handeln bewegen. Genau dies führte im aktuellen Fall zu Irritationen.
Die Ankündigung eines Stromausfalls oder wie in diesem Fall sogar die Entwarnung wirkte für viele unverhältnismäßig dramatisch. Entscheidend ist dabei die Wortwahl. „Extreme Gefahr“ wird intuitiv mit akuter Lebensbedrohung verbunden. Wird diese Stufe für vorbereitende oder administrative Hinweise genutzt, verschiebt sich die Bedeutung des Signals.

Steglitz-Zehlendorf hat rund 300.000 Einwohner – gewarnt wurden wohl um die 4 Mio.
Sachlich betrachtet hatte die Warnung einen nachvollziehbaren Zweck. Bei der Wiederaufschaltung eines provisorisch stabilisierten Netzes ist es wichtig, die Anfangslast gering zu halten. Das Abschalten privater Notstromaggregate und großer Verbraucher kann Schäden verhindern und die Versorgung für alle sichern. Dieses Ziel wurde jedoch nur unzureichend erreicht. Die entscheidenden Hinweise waren nicht sofort sichtbar, sondern erst nach weiterem Öffnen der Meldung.
Vertrauen in das Warnsystem
Hinzu kamen technische Unstimmigkeiten. Warnungen auf manchen Geräten und Stille auf anderen sowie eine sehr weite geografische Ausdehnung der Meldung haben Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausspielung geweckt. Ein Warnsystem lebt jedoch vom Vertrauen der Bevölkerung. Es muss selten, eindeutig und konsistent eingesetzt werden. Nur dann bleibt die Bereitschaft erhalten, im Ernstfall sofort zu reagieren.


Berlin… was erwartet man noch?
Naja, das würde ich nicht nur auf Berlin beschränken. Das ist typisch für deutsche Behörden und Bürokraten.
Echt! Absolute Inkompetenz!!
Alle Verantwortlichen sofort im hohen Bogen rausschmeißen.
Nur so lernen die Idioten das.
Hey für diese Jobs braucht man dringend ein Hochschulstudium aber doch keinen Sachverstand.
Fluch und Segen. Die richtige Technik in den falschen Händen ist immer schlecht. Siehe KI.
Besonders ärgerlich war, dass auf einen überlasteten Link verwiesen wurde, der nicht geladen hatte. Man bekommt eine Warnmeldung, will schnell nachsehen, was los ist und wird dann mit einem endlosen Ladekreis konfrontiert. Das ist eine unnötige Angstschürerei für eine so belanglose Warnung. Über den Beginn des Stromausfalls wurde übrigens keine Warnung abgesetzt, hier wäre sie angebracht gewesen.
Die Meldung ist schlecht gemacht aber nicht unbedingt belanglos. Nach so langer Zeit haben sich Leute bestimmt zuhause was „gebastelt“. Möchte nicht wissen wie viele mit einem Generator „einspeisen“. Und wenn dann das Netz wieder angeht knallt es mal kurz. Brand kann dabei entstehen.
+1 exakt. Wenn keine Warnung gekommen wäre und irgendwo zwei Buden abgefackelt würden alle Skandal schreien. Man kann es eben nie allen Recht machen.
+1
@tribal-sunrise: Also sollten demnächst alle Hinweise über Cell Broadcast, auch an Touristen, verbreitet werden mit der Überschrift „Extreme Gefahr“?
Man kann es nicht allen Recht machen, das stimmt. Aber abwägen wäre trotzdem nicht verkehrt.
Wenn Gefahr besteht selbstverständlich. Warum sollten Touristen von Gefahrenmeldungen ausgenommen werden?
Bei der ersten Nachricht am Morgen bin ich noch von einem Versehen ausgegangen. Aber nach 22 Uhr breitflächig die Funktion zu nutzen ist, wie vieles in Berlin, fraglich. Darüber hinaus lebe ich auf der komplett anderen Seite von Berlin bzw. Brandenburg.
Na dann waren die Bezirke wenigstens Wach.
Berlin wird nicht mehr wach
Ich dachte Berlin ist immer wach? :-D
Nein, es gab doch kein Warnton. Es kam einfach mit einem leisen Ton, die Meldung abends. Also die Entwarnung, ohne Stress, ohne Hektik mit klaren Satz.
Ich verstehe nicht, dass sowas nicht einfach mal so wiedergegeben wird, wie es auch gewesen ist. Seid ihr hier die Bild-Zeitung oder was?
ich bin auch kurz vor 22 Uhr schlafen gegangen und habe die meldung erst heute morgen gesehen. Also bei mir hat (bei der 2. Meldung) auch nichts gebimmelt.
Anders als am Warntag gab es diesmal aber keinen lauten Ton. Unsere iPhones haben nur vibriert. Ein Nokia-Nichtsmartphone hat gar keine Nachricht erhalten.
Erster Alarm war bei uns mit Ton. Der zweite Ohne. Sehr vertrauensvoll…
Die zweite Meldung wurde auch auf unterer Stufe gesendet.
So ist das, wenn man eine verantwortungsvolle Aufgabe in Hände gibt, die damit nicht umgehen können. Als nächstes kommt die Digital-Polizei und zeigt diejenigen wegen Missbrauch an (kopfkino) ;-)
Klingt zunächst unlogisch, aber auch das (Wieder)einschalten des Stroms kann zu Gefahren führen, zumal es früher kam, als von vielen erwartet wurde.
Z.B. sollte sichergestellt sein, dass elektrische Geräte die Gefahren erzeugen können, nicht unkontrolliert eingeschaltet werden, außerdem kann das Aufwärmen der Heizung zu Undichtigkeiten und dem Auslaufen von Heizungswasser führen.
Gebaut so ist es. Und alle Interim Dinge (Generator am Stromnetz etc.) können auch zur Gefahr werden.
+1
Das Problem ist, dass die Dummköpfe, die einfach wieder laut rumschreien, dass wieder alles Scheiße ist in Berlin und in Deutschland einfach keine Ahnung haben.
Zumal ich hab’s an anderer Stelle betont, es gab keinen Alarmton abends. Es kam einfach ganz ruhig die Meldung aufs Display, die meisten werden sie wahrscheinlich gar nicht gesehen haben.
Es gibt verschiedene Stufen, wie diese Meldungen reinkommen können. Also auch ohne diesen Sirenen Ton.
Ich würde das jetzt alles nicht so kritisch sehen. Hier muss sicherlich in Zukunft mehr am System gefühlt werden. Das es aber da ist, ist schon mal gut. Wir sind in der Nähe des Bereiches gewesen. Die Telekom hat immer mit Ton auf allen Geräten die Nachricht gebracht. Bei Vodafone kamen nur 1-2 von denen an. Da gibt es noch Unstimmigkeiten.
Ich habe die erste Warnung auch erhalten, zur zweiten war ich nicht im Gebiet. Ganz ehrlich: das geht gar nicht! Ich hätte den Dienst in dem Moment direkt abgeschalten, wenn das gehen würde (a la Spam Mail). Das ist nicht Sinn und Zweck der Sache! Ich persönlich fordere Konsequenzen (ja, wird nicht passieren), aber da braucht man sich nicht wundern, wenn sowas keiner mehr Ernst nimmt…
Wenn du nicht mehr im Bereich bist, ist der Sinn des Systems erfüllt. Es soll ja regional begrenzt warnen. Wenn du die erste Warnung erhalten hast, liegt es alleine in einer Verantwortung dafür zu sorgen informiert zu sein, wenn sich die Warnung aufhebt. Schließlich liegt es ja auch in einer Entscheidung den Bereich verlassen zu haben, aus welchen Gründen auch immer.
Bist du in einer Notunterkunft und damit außerhalb des Warnbereiches, würde ich die Leiter der Unterkunft in der Verantwortung sehen, eine Entwarnung weiterzugeben.
Zumal kommt dazu, dass viele Leute überhaupt vielleicht die Meldung gar nicht bekommen konnten, als das Netz noch weg war. Selbst als es da war, waren bei manchen Leuten die Handys noch leer. Deswegen ist es wichtig für Berliner, vielleicht Bescheid zu wissen, was da los ist. Auch sollte man Zehlendorf zum Beispiel meiden, weil die Ampeln vorher gar nicht ging. Es gibt so viele Gründe, dass ich als Berliner wissen will, wenn der Strom weg ist und wenn er wiederkommt, das ist schon alles genau richtig so. Mir einfach vollkommen unklar, warum es hier Menschen gibt, die das nicht kapieren. Wir sind wirklich auf dem Weg der Total Verblödung. Merkt man an dieser Situation.
Das bei Ausfall gewarnt wird, da bin ich komplett bei euch!! Wurde meines Wissens aber nicht! Da hatten alle noch Restakku und an die Mobilfunkmasten gehört eine USV für sowas!
Hab von Leuten mit PV + Speicher gehört, die das die ersten 5 Stunden gar nicht mitbekommen haben, danach war der Speicher leer! Wärmepumpe zieht natürlich ohne Ende, hätte man die ausgemacht, hätte man sonst vielleicht 3 Tage überlebt. Da gehört die Warnung hin!
Es ist ganz wichtig für viele Menschen, zu wissen, dass der Strom wieder da ist. Die zweite Meldung kam ohne Alarmton.
Nicht jeder hat nur seinen Kühlschrank an Strom. Es gibt Dinge die müssen manuell gestartet werden, es gibt Dinge die müssen überprüft werden, ob sie nach des Stromnetz überhaupt funktionieren.
Hab ich weiter unten auch geschrieben, nach so einem Event gehören die Sicherungen raus. Einen Stromkreis + Lampe rein und man weiß, was Sache ist. Eine zugefrorene Wärmepumpe willst du nicht einfach ohne Vorwarnung durchballern lassen.
Den einzigen validen Fall für diese Meldung sind Leute mit Generatoren, das dürfte aber a) die Ausnahme sein und b) hatten die durch ihren Strom auch genug Möglichkeiten, sich zu informieren. Mir ging es um die Art, wie es gemacht wurde. Als EXTREME GEFAHR mit nicht funktionierendem Link war es einfach unnötig, verwirrend und eher kontraproduktiv. Allein die Warntage sind schon relativ häufig, das wird gerade zur Normalität und irgendwann beachtet es kein Mensch mehr…
Kopfkino:
– Die hier kritisierte Warnung wurde nicht ausgegeben
– Der Strom wurde angestellt
– Es kam zu einer Überlastung, whatever, und zu mehreren Bränden
– Es wird kritisiert, dass man nun endlich ein Warnsystem hat, dieses aber einfach nicht genutzt wird!!
Ich sag’s einfach noch mal die Dummheit vieler, die hier an dieser Kommentarfunktion teilnehmen, ist einfach außerordentlich groß.
Die kapieren einfach gar nichts. Danke für deinen Kommentar.
Das trifft sicherlich auch auf dich zu.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (AE) ;-)
Nein, die Frage ist, wie man mit dem System umgeht! Wenn ich von einem Notfallsystem die Information „EXTREME GEFAHR” erhalte und dann auf einen Link klicken muss, um herauszufinden, dass der Strom eingeschaltet wird, sehe ich das schon als kritisch an. Diese Information hätte sicherlich nicht mit der Warnung „EXTREME GEFAHR” gesendet werden müssen. Eine stille Warnungsinformation hätte ausgereicht und vielen Nutzern (gerade älteren oder Angstpatienten) Sorgen erspart. Zumal der Link, wie ich bereits geschrieben hatte, nicht einmal aufrufbar war, da der Server überlastet war.
Kritik ist hier unheimlich wichtig bei solch einem wichtigen System. Wenn es für Blödsinn oder falsch verwendet wird schalten das Leute ab oder lassen es nächstesmal bimmeln.
…was soll man sagen… :-/
Ich kann mir schon vorstellen das so ein dauerhafter Stromausfall läuft wie ein Stau. Irgendwann steigen die Leute aus mitten auf der Autobahn. Was ist denn mit denen die auf großen und kleinen Baustellen ob privat oder beruflich dann völlig sorglos an Leitungen hantieren und plötzlich geht der Strom an. Da werden aber einige gebraten.
Ich sag mal, vor einem Stromausfall kann man selten warnen. Und dass der Saft wieder da ist, wird man sicherlich recht zügig selbst merken.
Es macht Sinn auch vor dem Einschalten zu warnen. Aber eben nicht mit so einem nichtssagenden Text und überlastetem Link.
Wenn tagelang der Strom weg ist, werden auch gerne mal irgendwelche leicht entflammbaren Sachen auf einer Herdplatte liegen gelassen, die eventuell auf An steht (aber der Strom ja weg ist).
Deswegen dürfen/sollten z.b. gesperrte Zähler auch nicht ohne Anwesenheit des Bewohners einfach wieder eingeschaltet werden.
Wer sowss macht ist einfach nur dumm.
.. und hat zurecht verdient, dass die Bude abfackelt.
Ernstgemeinte Frage: Können wir hier in diesem Land überhaupt noch irgendwas?
In diesem Land? Ja!
In Berlin? Nein!
Ja viele wie du können einfach nur Scheiße schreiben. Dumm wie Bohnenstroh.
Oh man … :-/
Ja noch mehr Vorschriften und Gesetze entwickeln
Wer jetzt hier wieder meckert, hat einfach nichts verstanden. Auch die Artikel darüber sind einfach nur dämlich.
Hier wird ein vorhandener Dienst benutzt, um Menschen eine Meldung zukommen zu lassen, die sie vielleicht sonst überhaupt nicht lesen. Darin ist ein Link, und in diesem wurde alles perfekt erklärt.
Alles andere ist einfach vollkommener Schwachsinn.
Und es hat auch nichts mit Berlin zu tun. Ich beziehe mich da auf den Kommentar von dem Ober Schlauberger.
Berlin ist eben Provinz. Dort klappt eigentlich nicht allzu viel. Wenn irgendwo irgendwas schief läuft, dann ist die Berliner Verwaltung mit Sicherheit involviert. Peinlich. Viel Kraft denen, die in Berlin wohnen müssen.
Naja, bis auf die Überschrift in der zweiten Warnung ist eigentlich alles absolut korrekt abgelaufen, so wie es sein soll.
Erste Warnung nur in betroffenen Stadtteilen auf höchster Stufe mit Warnton.
Zweite Warnung vor den Überlastungsspitzen im ganzen Stadtgebiet auf niedrigerer Stufe (ohne Warnton nur mit der etwas übertriebenen Überschrift)
Entwarnung im ganzen Stadtgebiet.
Was hat dein verhasstes Berlin hier falsch gemacht?
Nicht umsonst kennt das System Abstufungen. Dies hätte man, wenn überhaupt, als Gefahreninformation senden müssen und nicht als Extreme Gefahr.
Okay, die zweite war ja als Gefahreninfomation gesendet worden. Somit fast alles richtig gemacht in Berlin. In der ersten hätten mehr Info sein müssen, damit der Link eher optional wird, um die per Meldung erhaltenen Infos zu konkretisieren. Die Entscheidene Information muss immer SOFORT ersichtlich sein. Das darf sich Berlin als Kritik durchaus annehmen. Ich denke auch, dass die erste Meldung als Gefahreninformation gereicht hätte. Oder man sollte darüber nachdenken, eine weitere Stufe ins System hinzuzufügen. Zwischen den beiden vorhandenen.
Ernstgemeinte Frage:
lief denn noch Mobilfunk bei dem Stromausfall? Ein Großteil der Leute hatte doch sicher auch kein geladenes Handy zur Hand, um überhaupt informiert zu werden, dass der Strom wieder eingeschaltet wird.
Die Stadt versinkt in stromloser Dunkelheit und der Bürgermeister geht Tennis spielen!
So was kann man sich gar nicht ausdenken!
Wenn Babylon Berlin ganz unten angekommen ist, schickt Söder Der Erste ein paar fähige Leute aus München vorbei um es wieder zu richten.
Ein Teil Berlin hatte kein Strom, nicht ganz Berlin.
Auch wenn ich kein Fan von Wegner bin. Diese Erwartungshaltung, dass Politiker keine Freizeit haben dürfen, nur weil etwas in ihrem Verantwortungsbereich passiert ist, nervt.
Was hätte er tagelang machen sollen? Stumm im Zimmer sitzen? Denn so lange er kein Elektriker ist, hätte er nicht viel machen können.
Ich hoffe, du machst in deiner Freizeit auch nichts, wenn bei dir bei der Arbeit es drunter und drüber geht ;-)
Trump geht Golf spielen, wenn die Welt brennt, andere Tennis. Jeder sucht sich seine Vorbilder selbst.
Als sich 1977 der berühmte Stromausfall in NYC mit seinen chaotischen Folgen ereignete, hat Bürgermeister Abraham Beame die nächste Wahl gegen Ed Koch verloren.
„Kai Wegner ging in einer der größten Krisen seiner Amtszeit lieber Tennis spielen, als seinen Bürgern nahe zu sein, und log darüber. So jemand kann Berlin nicht führen.“
– Kommentar in DER SPIEGEL
Was meine Arbeit betrifft, so geht es da nicht „drunter und drüber „, wie unterstellt wird, sondern dort sind wir auf alle Katastrophen vorbereitet und haben immer Mitarbeitende und Management in Rufbereitschaft. Da ducke ich mich als Chef nicht weg und geh Tennis spielen, sondern bleibe dran bis das Problem gelöst ist oder ich vom Stuhl falle und die Verantwortung übergebe.
Traurig, dass man heute Menschen hier im Land erklären muss, was Verantwortungsbewusstsein ist.
Dies zeigt ja nur, dass die Bürger von NYC auch sehr einfach gestrickt sind.
Die zuständige Bezirksbürgermeisterin im betroffenen Bezirk ist übrigens Maren Schellenberg. Die eher zuständig ist, wenn es nicht ganz Berlin betrifft.
Wird eigentlich auch erwartet, dass ein Söder nichts mehr privat unternimmt, wenn in Teilen Münchens der Strom ausfällt? Ist nämlich durchaus vergleichbar, so wie Berlin politisch aufgebaut ist.
Gott bewahre uns vor diesen CSU-Idioten.
Wegner ist zwar auf vielen Ebenen untragbar, aber hier muss man die Kirche im Dorf lassen. Zunächst war es nur ein Stromausfall. Da lassen die Politiker nicht sofort alles liegen und rennen in Krisenstäbe. Danach hat er gehandelt.
Was einfach nicht geht, ist dass für solche Szenarien keine Vorbereitungen getroffen wurden, aber das liegt an allen vorherigen Bürgermesiern auch.
Bayern zahlte 2024 insgesamt etwa 9,77 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich ein.
Berlin erhielt 2024 rund 3,94 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich und war damit größtes Empfängerland.
52 Prozent des gesamten Ausgleichs stammen aus Bayern, dem größten Geberland.
Umgerechnet bedeutet dies: Pro Berliner fließen etwa 559 Euro aus Bayern, bei insgesamt 1.075 Euro Finanzausgleich pro Kopf in Berlin.
Ich wünsche weiter schöne Party in Berlin mit unserer Kohle.
Wer hatte eigentlich das Tennis-Match gewonnen, der Regierende Bürgermeister oder seine Lebensgefährtin die Berliner Bildungssenatorin?
Eine solche Konstellation ist in einem börsennotierten Unternehmen praktisch undenkbar, aber Berlin lässt sich so regieren!
@Tom
Die Wirtschaft in Bayern schrumpft unter Söder stetig und zwar mehr als im Bundesdurchschnitt. Weil er nichts kann. Wie auch, er ist ja nie außerhalb Restaurants und Bierzelten anzutreffen.
Davon abgesehen war Bayern früher auch mal Nehmerland.
@Brot… danke! Letzteres wird bei den Debatten um den Ausgleich gerne ‚vergessen‘ in Zeiten in denen es Ländern gut geht. Das kann aber eben alles ‚morgen‘ wieder anders sein und dann sind das die ersten Länder die in Berlin die Hand aufhalten und um Hilfe jammern.
Möglicherweise war die konkrete Gefahr sogar größer als bei manch anderer Warnmeldung: Wenn massenhaft Notstromaggregate Schaden genommen hätten und dabei ggf. weitere Schäden verursacht hätten, ist der entstehende Schaden schnell größer als z.B. durch die Rauchgase eines Großbrandes für die Nachbarschaft. Wäre es einfach nur mit „Entwarnung“ gemeldet worden, wären vermutlich weniger derartige Schäden vermieden worden. Dennoch natürlich eine etwas unnötig alarmistische Formulierung.
Die Wortwahl ist vielleicht etwas hoch angesetzt. Aber es gibt ja genug Szenarien die auch eintreten können wenn der Strom plötzlich nach mehreren Tagen wieder von alleine wiederkommt und man das nicht mehr so auf dem Schirm hatte wie es in der Sekunde war als er weg war.
Der Klassiker ist die Herdplatte die noch an ist und dann angeht von alleine wieder, der abgetaute Kühlschrank der aber noch eingesteckt ist und vielleicht die Türe offen ist zum Lüften, Heizlüfter die in irgendwelchen Steckdosen stecken, Wärmepumpen wo das ganze System vielleicht mittlerweile eingefroren ist. Gleiches gilt für die Heizung die man unter Beobachtung vielleicht erst mal anmachen möchte als wenn das alles von alleine anspringt. Dazu kommen Fernsehgeräte die von alleine angehen und plötzlich die Disco spielen, oder Staubsauger, Föhn, weiß der Geier was alles irgendwie geschaltet ist wo man vielleicht nicht mal den Blick gerade dafür hat. Backofen, Trockner, Waschmaschine, Alarmanlage, mir fällt da sicherlich noch was ein je länger ich drüber nachdenke…
Sicherung raus und gut ist, einfach einen einzelnen Stromkreis drin lassen mit einer Lampe + Glühbirne, dann sieht man sofort was Sache ist und das Netz ist am Anfang auch nicht direkt auf Anschlag.
Alles in diesem Land ist schlecht warnen sie dich nicht müssen sie rumnörgeln, warnen sie dich müssen sie auch rumnörgeln .Egal was ist, schuld haben immer die anderen und selbst ? am besten können wir deutsche nörgeln und kritisieren aber leider nur das.Was besser machen können sie nicht mehr , keine Zeit dafür müssen sich ja über alles beschweren .
„Berlin – arm aber sexy“
Vielleicht wären für Berlin und die dortigen Verantwortlichen andere Bezeichnungen zielführender ;-)))
Ich war Tennis spielen. Da war’s warm :-)