Nachweise europaweit digital
EU-Sozialversicherungspass kommt in die EUDI-Wallet
Die Europäische Union bereitet mit dem European Social Security Pass, kurz ESSPASS, einen weiteren Baustein für die geplante digitale Identitätswallet vor. Künftig sollen sich Sozialversicherungsnachweise direkt über die EUDI-Wallet abrufen und grenzüberschreitend vorlegen lassen. Dazu zählt auch die Europäische Krankenversicherungskarte, von der derzeit 256 Millionen Exemplare im Umlauf sind.
Der Ansatz richtet sich vor allem an Menschen, die innerhalb Europas reisen, in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten oder regelmäßig Grenzen überqueren. Nach Angaben der EU leben oder arbeiten rund 14 Millionen Bürger in einem anderen EU-Land. Weitere zwei Millionen wohnen in einem Staat und arbeiten in einem anderen.
Krankenversicherungskarte soll digital werden
Die dafür benötigten Dokumente sollen künftig in der EUDI-Wallet gespeichert und von berechtigten Stellen digital überprüft werden können. Nutzer behalten dabei laut EU die Kontrolle darüber, welche persönlichen Informationen sie weitergeben. Papierdokumente sollen weiterhin verfügbar bleiben.
Ein alltägliches Beispiel ist die Europäische Krankenversicherungskarte. Vor einer Reise soll sich eine digitale Version der EHIC in der Wallet hinterlegen lassen. Arbeitgeber wiederum könnten für entsandte Mitarbeiter das sogenannte Portable Document A1 digital beantragen. Davon werden derzeit jährlich rund 5,6 Millionen ausgestellt.
Damit erweitert sich das Einsatzgebiet der europäischen Identitätswallet deutlich. Deutschland will seine Umsetzung unter dem Namen „d-you“ am 2. Januar 2027 starten. Zum Auftakt stehen zunächst Identität und digitale Nachweise im Vordergrund. Auch der Altersnachweis soll hierzulande über die EUDI-Wallet abgewickelt werden.
Einführung erfolgt schrittweise
Einen festen Starttermin für ESSPASS nennt die EU noch nicht. Mitgliedstaaten und Kommission bereiten derzeit die Einführung vor. Die eigentliche Umsetzung beginnt, sobald die entsprechende Regelung vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen wurde.
Ein Jahr nach Inkrafttreten soll zunächst das A1-Dokument für entsandte Arbeitnehmer in die digitale Identitätswallet integriert werden. Drei Jahre später sollen auch die Europäische Krankenversicherungskarte und die übrigen Sozialversicherungsnachweise folgen. Die Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der EU-Kommission beschreibt zudem Echtzeitprüfungen als wichtigen Bestandteil des Systems. Behörden, Arbeitsinspektionen und Gesundheitsdienstleister sollen damit Versicherungsstatus und Ansprüche direkt überprüfen können.


Es geht voran Leute!
Endlich! :-)
Ich halte davon nicht viel.
Führerschein Digital, Ausweis Digital und dann jetzt das noch, Ne Danke.
Ich sag ja immer:
Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.
Papier ist immer noch erlaubt und möglich – wo genau ist das Problem?
Ich stelle mir immer vor vor 100 Jahren hätten Menschen das wie du gesagt und getan. Dann würden wir noch mit Kutschen rumfahren…