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Fokus auf macOS

Entwickler-Schmiede Panic: Professionelle iOS-Entwicklung lohnt sich nicht

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31 Kommentare 31

Die Entwickler-Schmiede Panic, langjährigen Anwendern durch ihren FTP-Client Transmit und den Code-Editor Coda bekannt – hat den Anfang des zweiten Quartals 2017 zur Veröffentlichung ihres aktuellen Jahresreport genutzt und geht in dem durchaus lesenswerten Stück „The 2016 Panic Report“ auf geleistete Arbeit, geplante Projekt und gescheiterte Ideen ein.

Coda

Zwei Panic-Anwendungen: Coda und Transmit

Während der Blick auf die zurückliegende Firewatch-Veröffentlichung positiv ausfällt und sich Mac-Anwender noch in diesem Jahr auf die Freigabe von Transmit 7 freuen dürfen, zieht das Panic-Team in Sachen iOS-Veröffentlichungen ein eher zurückhaltendes Resümee.

So habe man sich vor allem aufgrund der schwierigen Monetarisierungssituation dafür entscheiden, die Entwicklung der iOS-Anwendung Status Board einzustellen. Das Panic-Team erklärt:

iOS macht uns nach wie vor Sorgen. Ihr könnt euch sicher erinnern: 2016 war das Jahr, in dem wir Status Board eingestellt haben – unsere elegante Datenvisualisierungs-App. Ein Entschluss, der sicher auch mit Fehlern auf unserer Seite zu tun hat. Rückblickend kämpfen wir jedoch noch immer mit unserer Entscheidung, uns verstärkt auf den Bau von Pro-Level-iOS-Anwendungen konzentriert zu haben. Zukünftig werden wir uns wieder verstärkt um macOS kümmern.

Unser Versuch, macOS-Qualität für iOS auszuliefern, kostete uns viel Zeit, zahlt sich traurigerweise aber überhaupt nicht aus. Wir lieben iOS, wir lieben unsere iPhones und wir lieben unsere iPads. Aber: Wir sind davon überzeugt, dass es (noch) nicht möglich ist, seinen Alltag mit dem Verkauf von Pro-Anwendungen auf diesen Plattformen zu machen. Dies enttäuscht uns sehr.

Transmit

Mittwoch, 05. Apr 2017, 9:22 Uhr — Nicolas
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  • Schade das es diese Entwicklung gibt. Liegt das an den Kunden oder an Apples Vergütungspolitik?

    • Ich denke es ist eine Mischung von allem (Kunde, Apple, Restriktionen etc.). Dabei sollten sie genau den Entwicklern unter die arme greifen, die Apps in hoher Qualität abliefern. Jedenfalls ist diese Entwicklung traurig, wenn.

    • Das kein Markt für derartige „Pro“ Apps unter iOS entdeckt sollte für so „erfahrene“ Entwickler keine Überraschung sein: Coda, Transmit, Promt – niemals eine Cash Cow unter iOS

    • Ich glaube es liegt auch am Transmit-Entwicklungsteam. Ich hab es sofort für 10€ gekauft, festgestellt, dass eine Sync-Funktion wie in GoodReader fehlt und das Team kontaktiert. Sie wollten es nachliefern, ist aber nicht geschehen. Bis jetzt kann ich nur manuell was übertragen und das ist zu wenig. In iOS muss etwas schnell und bequem funktionieren. Das Panic Team hat sich auf Elegant versteift mit ihrem Drag and Drop Ansatz. Ist toll, funktioniert aber nur in ihrer App.
      Ich glaube GoodReader hat gut verdient auch wenn die App etwas altmodisch war und ist. Wenn wirklich mal die neue Version rauskommt werde ich sie auch für 20€ kaufen.

  • Einfach weil die App keiner bzw. sehr wenige wollen, da sie am iPhone nicht gebraucht werden. Wie war das nochmal mit Flappy Bird, irgendwas um 65.000€ am Tag (!) wurde da vom Entwickler eingenommen.

  • Sind den die Programmierer von kleinen Tools vor 20 Jahren reich geworden?
    Ich glaube nicht.
    ——
    Coda ist regelmässig für €9.99 zu haben
    Das weiss ein „Nerd“ sicher auch. Ich glaube auch dass die sonst €24.99 und früher €19.99 viel zu günstig sind.
    ——
    Prompt 2
    €4.99 – €7.99 – €9.99 – €14.99
    Meiner Meinung nach auch zu günstig.
    Und ja bitte nicht mehr im Preis senken.
    Habt Ihr nicht nötig
    —-
    Transmit
    €7.99 – €9.99
    Meiner Meinung nach auch zu günstig.
    Und ja bitte nicht mehr im Preis senken.
    Habt Ihr nicht nötig
    ——-
    Die Meisten die diesen teureren Apps kaufen zahlen ja sowieso 20% weniger wegen iTunes Gutscheinen.
    Und Selbstständige noch weniger (-;

    Bei €24.99 sind das €3.99 Mwst.
    und ca. €5 durch itunes Rabatt.
    Wegen Steuer etc. also ca. 7€ weniger als eine Privatperson.

    Solche Apps sollten mind. für €50 verkauft werden.

    • Und würden dann genauso viel Umsatz generieren.

      Eine befreundeter Entwickler hat bei einer Mac App den Preis von 24,99 auf ,99 reduziert für eine Woche:
      Fast genauso viel Umsatz, das hundertfache an E-Mails mit Fragen zur App

      • Aha, das spricht doch aber auch für 24,99 oder ? Ich glaube die geiz ist geil mentalität der 0,99 € apps kann niemand langfristig überleben…

    • 1. Davon mal abgesehen, dass du die 20 % fast nirgends mehr bekommst: was haben Rabatte oder Steuervergünstigungen denn mit der Einnahmesituation von Entwicklern zu tun?!
      2. Voll-Programme wie Transmit sind etwas für Produktiv-Plattformen. Oder anders formuliert: der Sinn dieses ohne Frage hervorragenden Programms auf iOS hat sich mir nie erschlossen. Bzw. nur, um Präsenz zu zeigen und als Investition in die Zukunft. Aber das kostet zunächst natürlich.
      3. Viele kleine Mac-Schmieden starteten als Shareware-Anbieter. Ambitionierte, teils sehr gute Projekte, mit denen man aber nicht notwendigerweise auch reich wurde. Die Frage ist also, ob sich wirklich die Einkommenssituation oder nicht auch die (berechtigte) Erwartungshaltung verändert hat.
      4. Tante-Emma-Läden sind toll. Aber bei der großen Masse an Entwicklern und entsprechender Konkurrenz könnten die Probleme einzelner Anbieter ja auch darauf hinweisen, dass an anderen Betriebsformen (Konzentrationsprozesse) auf mittlere Sicht kein Weg vorbeiführt?

  • wahre worte … ist aber auch klar … dass ios noch nicht so weit ist.

    apple hat hier die firmen richtig in die seile geschickt – so sad!!!

  • Die Software ist gut ohne Frage, aber die Firma versucht zu viel. Letztes Jahr gab es überhaupt keine Major Updates für die richtigen Hauptprogramme, sondern nur ein „Game“. Es wäre schön sich auf 2-3 Programme zu konzentrieren und diese stetig weiter zu entwickeln.

  • Ich freu mich auf das neue Transmit, wenn es dann mal kommen sollte :)

  • PS: Ihr meint wohn Transmit 5 nicht 7 oder?

  • Da steht nicht, was ich geschrieben habe?

    4 Absätze Text werden zu D??

    • Das ist merkwürdig. Emojis genutzt? Mobil oder im Browser eingetippt? Wir beobachten in der letzten Chrome-Version einen merkwürdigen Bug – bei dem der Browser Kommentarfelder mit Autofill-Adressen ausfüllt. Sehen ein „D“ statt 4 Absätzen Text allerdings auch zum 1. Mal.

      • Mit eurer Kommentarfunktion stimmt generell etwas nicht. Egal ob über eure App, dem Chrome oder Firefox, manche Kommentare werden nicht korrekt eingerückt und den Kommentaren zugeordnet, für die die Antwort bestimmt war. Auch in der App habe ich schon beobachtet, dass nach dem Abschicken plötzlich nur noch ein Wort oder ein Buchstabe abgesendet wurden. Ich kopiere jeden Kommentar mittlerweile vorher, damit ich ihn im Zweifelsfall nicht neu tippen muss. Das Problem beschränkt sich also nicht nur auf den Chrome. Das Autofill der Adressen vielleicht, aber nicht der Rest der Probleme.

      • Frag mich? War vom iPad aus im Wlan per Safari. Normal habe ich keine Probleme.

      • @Nicolas: Ihr solltet euch überlegen, ob ihr nicht „autocomplete“-hints mitgeben wollt bzw. für das comment-Feld das Attribute autocomplete=“off“ zu setzen. Ist nichts gesetzt versuchen Browser mehr oder weniger clever aus einer Mischung aus regex der feldnamen, ids und den Kontext der anderen form-Elemente den Feldtypen zu erkennen.
        Nachdem ihr ja z.B. den Namen des comment-Feldes über einen (random?-)-erzeugten String erzeugt, kann es für den Browser durchaus reichen, wenn er in diesem Zeichenfolgen wie „adr“, „str“ oder ähnliches enthält, diesen dann als Adresse/Strasse erkennt, insbesondere da eure „comment-form“ ja auch noch Name und Email-Elemente enthält.

      • ich beobachte auch häufiger das meine getippten Kommentare nicht richtig zugeordnet werden oder komplett verschwinden. Ebenso wie Kai bin ich dazu übergegangen nach dem tippen erstmal zu kopieren und dann erst auf Abschicken zu klicken, um nicht alles nochmal schreiben zu müssen…

      • Gleiches bei mir.

      • Ich hab das hier seit ein zwei Monaten auch schon mehrfach erlebt. Aus viel Text wurde am Ende „Balthasar“ und das wars.

  • Die Überschrift ist verwirrend. Professionelle Entwicklung ist was anderes als die Entwicklung von Apps für professionelle Apps. Clash of Clans wird zB wohl schon professionell entwickelt. ;)

  • Ich versuch es nochmal:

    Es liegt daran, das die Leute sich für 899€ ein Handy kaufen können, aber bei einem App Preis von 1,99 sofort Krebs bekommen und die Foren über die Unverschämtheit der Entwickler zuspammen.

  • Naja…..ob das wirklich nur an iOS liegt?

    Oder sollte man sich eher die Frage stellen, ob man nicht einfach nur das falsche Produkt entwickelt?

    Transmit ist auf dem Mac ein toller FTP Client, aber ehrlich gesagt, bis heute hab ich auf dem iPhone/iPad noch nie einen FTP Client benötigt und selbst wenn….eine suche nach FTP im AppStore und man wird regelrecht erschlagen von derartigen Apps und Transmit liegt auch noch im höchsten Preissegment.

    Und Coda? Selbst als Entwickler sehe ich Coda nur als Spielerei an….programmieren mit Touchscreen macht einfach keinen Spaß. Die Zielgruppe hierfür dürfte sehr klein sein.

  • Die beiden aufgeführten Beispiele Transmit und Code erscheinen mir vom Einsatzgebiet her vor allem für Entwicklungs- und Administrationstätigkeiten notwendig zu sein. Für solche Arbeitsgebiete benötigt man jedoch aus meiner Sicht gute Tastaturen und kein Touch-Interface. Hier kann ich gut verstehen, dass sich die Entwicklungsaufwände nicht rentieren.

    Interessant wäre es zu hören, was Entwicklungshäuser sagen, deren Produkte sinnvoll mit einer Touch-Oberfläche bedient werden können (sprich keine Masseneingabe umfassen).

    Beispiele werden z.B. zur Developer Conference von Apple (WWDC) gezeigt. Da gibt es einiges an Beispielen für die ein klassischer PC zum Beispiel keine sinnvolle Lösung wäre.

    Mir persönlich ist in der Vergangenheit im Umfeld von Live-Musikern mehrfach der Einsatz von Tablets aufgefallen. Allgemein hatten diese ihre Noten in den Tablets gespeichert (und vielleicht synchron über die Ganze Band den aktuellen Song aufgeblättert?) und das Tablet eines Schlagzeugers hat über Optische Darstellung als Metronom gedient.

    Kurz gesagt, ich denke ob eine Entwicklung ein finanzieller Erfolg werden kann, hängt von dem damit gelösten Anwendungsfall ab und ich denke Apps die für ihre Anwender sinnvoll bei der Bearbeitung bestehender Probleme helfen, gibt es auch eine Bereitschaft Geld dafür auszugeben.

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