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Ende einer Ära: O2 schaltet MMS zum 1. Juli ab

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Telefónica Deutschland stellt den MMS-Dienst im eigenen Mobilfunknetz ein. Ab dem 1. Juli 2026 können Kundinnen und Kunden im O2-Netz keine MMS mehr senden oder empfangen. Damit endet etwas Handygeschichte, das in Deutschland im Jahr 2002 begonnen hatte.

Mms Screenshot

Die Multimedia Messaging Service, kurz MMS, war einst der Versuch, die klassische SMS um Bilder, Audiodateien und kurze Videos zu erweitern. O2 führte den Dienst im November 2002 ein. Zu dieser Zeit waren Kamerahandys noch neu, mobile Daten teuer und Messenger-Apps weit entfernt vom heutigen Alltag.

In den Jahren danach wurde die MMS unter anderem für Urlaubsfotos, Geburtstagsgrüße oder kleine Medienanhänge genutzt. Telefónica erinnert auch an frühere Zusatzdienste wie „MMS to Postcard“ oder „MMS to Sticker“, bei denen aus Handyfotos gedruckte Postkarten oder Aufkleber wurden.

Smartphones machten die MMS überflüssig

Mit dem iPhone, dem App Store und später Android änderte sich die mobile Kommunikation grundlegend. Messenger wie WhatsApp, iMessage, Signal oder Telegram übernahmen den Austausch von Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Dateien. Die MMS blieb dagegen teuer, technisch begrenzt und im Alltag zunehmend unsichtbar.

Für iPhone-Nutzer spielt langsam auch RCS eine größere Rolle. Apple unterstützt den Standard seit iOS 18 und hat ihn zuletzt weiter ausgebaut. Mit iOS 26.5 kamen verschlüsselte RCS-Nachrichten hinzu, wenn Anbieter und Gegenstelle die Funktion unterstützen.

IOS 26 5 RCS 2

RCS als moderner Nachfolger

Telefónica verweist in der eigenen Mitteilung ebenfalls auf RCS. Der Standard ermöglicht direkt in der Nachrichten-App unter anderem den Versand von Bildern, Videos und größeren Dateien, Gruppenchats und weitere Komfortfunktionen. Voraussetzung bleibt allerdings, dass Gerät, Betriebssystem, Nachrichten-App und Mobilfunknetz zusammenspielen.

Für die meisten Nutzer dürfte die MMS-Abschaltung kaum spürbar sein. Wer Bilder und Videos verschickt, nutzt längst Messenger, iMessage, Mail, AirDrop oder Cloud-Links. Interessant ist die Meldung daher vor allem als kleiner Blick zurück: Die MMS war kurzzeitig eine kleine Revolution, wurde aber von Smartphones und App-Kommunikation vollständig überholt.

29. Mai 2026 um 16:29 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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