KI-Notizen ohne Zusatzgerät
Ein Fingertipp genügt: Granola protokolliert Gespräche am Handgelenk
Die KI-Notiz-App Granola ist jetzt auch auf der Apple Watch verfügbar. Nutzer können Besprechungen und spontane Gespräche direkt am Handgelenk aufzeichnen und anschließend automatisch transkribieren und zusammenfassen lassen.
Aufnahme startet mit einem Fingertipp
Zum Start genügt ein Fingertipp in der Watch-App. Das Display färbt sich daraufhin auffällig grün und ein Signalton bestätigt die laufende Aufnahme. Für spontane Gespräche lässt sich Granola als Komplikation auf dem Zifferblatt ablegen.
Bei Terminen aus dem verbundenen Kalender erinnert die Uhr kurz vor Beginn an die mögliche Aufzeichnung. Nach dem Gespräch erscheinen Transkript, Zusammenfassung, Entscheidungen und offene Aufgaben automatisch in Granola auf dem iPhone sowie auf dem Mac oder Windows-PC.
Die Aufnahme funktioniert auch dann, wenn die Apple Watch vorübergehend keine Internetverbindung besitzt. Die Audiodatei wird zunächst auf der Uhr gespeichert und später an das gekoppelte iPhone übertragen.
Verarbeitung erfolgt nicht auf der Uhr
Die eigentliche Transkription findet nicht lokal auf der Apple Watch oder dem iPhone statt. Die Aufnahme wird über das Smartphone hochgeladen und in der Cloud verarbeitet. Granola zufolge werden zwischengespeicherte Audiodateien nach Abschluss der Transkription aus den eigenen Systemen und denen beteiligter Dienstleister gelöscht.
Transkript und fertige Notizen bleiben dagegen im Benutzerkonto erhalten und werden zwischen den Geräten synchronisiert. Granola erklärt, dass Drittanbieter wie OpenAI oder Anthropic persönliche Daten nicht zum Training ihrer Modelle verwenden dürfen. Anonymisierte Inhalte können jedoch zur Verbesserung eigener Modelle genutzt werden, sofern man dem nicht in den Einstellungen widerspricht.
Zustimmung bleibt zwingend erforderlich
Das grüne Display und der Signalton machen den Aufnahmestart sichtbar beziehungsweise hörbar. Sie ersetzen jedoch nicht die vorherige Information der Gesprächspartner. Granola fordert Nutzer in seiner Anleitung selbst dazu auf, alle Beteiligten auf die Aufzeichnung hinzuweisen.
In Deutschland kann das unbefugte Aufnehmen nichtöffentlich gesprochener Worte nach Paragraf 201 StGB strafbar sein. Vor dem Start sollten daher alle Gesprächsteilnehmer unmissverständlich zustimmen. Auf die rechtlichen Risiken verdeckter Mitschnitte haben wir bereits ausführlicher hingewiesen.
Die Watch-App setzt watchOS 11 sowie die aktuelle Granola-App auf dem gekoppelten iPhone voraus. Die Anwendung kann kostenlos ausprobiert werden und ist bislang ausschließlich auf Englisch verfügbar. Ähnliche KI-Auswertungen bieten auch spezielle Aufnahmegeräte wie die von uns vorgestellten Plaud-Rekorder. Granola benötigt dafür jedoch keine zusätzliche Hardware.


@ifun
Gibt es denn ein Zeitplan, ob es auch auf Deutsch kommen wird?
Und welche Kosten werden zukünftig genannt?
Die Bedienung der App ist auf Englisch. Du kannst aber deutsche Gespräche aufzeichnen und die Zusammenfassungen sind auf Deutsch. Du kannst auch ein Gespräch auf Englisch aufnehmen und die Zusammenfassung auf Deutsch übersetzen lassen im Chat mit der App. Die Zusammenfassungen sind sehr solide und zuverlässig. Für Leute, die es als Einzelperson auf dem Handy nutzen ist es kostenlos.
Ist blöd, weil es sichtbar ist. Da gefällt mir die Plaud Karte besser.
habe ein plaudkarte. viele meinen es ist eine powerbank. passt auch perfekt ohne hülle in eine hemdbrusttasche. top qualität.
Theatermodus und Töne deaktiviert und schon kann es keiner mehr erkennen. Doch wie im Artikel geschrieben, sollte man sehr vorsichtig damit sein.
Ist es eigentlich erlaubt, ohne das Wissen des Gesprächsteilnehmers ein Gespräch aufzuzeichnen? Ich denke nicht.
Artikel lesen.
Nein, in der Granola App wird man auch zu Aufzeichnungsbeginn darauf hingewiesen aufgenommene Gesprächsteilnehmer über die Aufnahme zu informieren.
Nein, immer schön fragen (und am besten unterschreiben lassen) ob alle einverstanden sind, dass jetzt eine Aufnahme von Ihnen gemacht wird.
Denn bei so schweren Vergehen kannste in Deutschland sogar für 3 Jahre in Haft gehen.
Nein ist es nicht – wird die meisten Leute aber wohl kaum interessieren :-(
„Verarbeitung erfolgt nicht auf der Uhr
Die eigentliche Transkription findet nicht lokal auf der Apple Watch oder dem iPhone statt. Die Aufnahme wird über das Smartphone hochgeladen und in der Cloud verarbeitet.“
Bye.
Gruselig.
Kann man beruflich nicht nutzen.
Könntest du das näher erläutern? Was klappt nicht?
Ja, sehe ich auch so. Wenn es kostenlos ist, sind wir das Produkt.
Schade, wenn mit dem kommenden iOS vielleicht eine lokale Transkription möglich wäre, dann ist das eine spannende Sache. Gespräche in die Cloud schicken? Nein danke.
Wozu???
Sprachmemo kann das seit Jahren.
Auf der Uhr starten, Gespräch mit Lautsprecher führen.
Warten bis sync zu iPhone fertig ist und dort in der Memo App transkribieren…
Guter, treffender Punkt.