Vorab als Beta für Premium-Nutzer
E-Mail-Anbieter Proton mit eigenem Passwort-Manager
Das einst als E-Mail-Anbieter gestartete Unternehmen Proton baut sein Produktangebot weiter aus. Als neuestes Mitglied in der Familie der Proton-Anwendungen wurde mit Proton Pass nun ein eigener Passwort-Manager vorgestellt. Die Anwendung steht zu Beginn allerdings nur in eingeschränktem Rahmen als Beta-Version für Kunden mit eine Lifetime-Lizenz oder dem nicht mehr erhältlichen Visionary-Status zur Verfügung.
Von Nutzern gewünscht
Den Entwicklern war ein Passwort-Manager von Proton schon seit dem Start von Proton Mail das von den Nutzern am meisten nachgefragte Angebot. Die Neuentwicklung sei durch den Zusammenschluss mit dem anonymen E-Mail-Dienst SimpleLogin möglich geworden. Nicht zuletzt Vorfälle wie der Datenverlust beim Passwort-Manager LastPass hätten gezeigt, wie wichtig eine verlässliche und sichere Lösung in diesem Bereich ist.
Mit Proton Pass wolle man daher auch nicht einfach nur irgend einen weiteren Passwort-Manager an den Start bringen, sondern verbinde diese Aufgabe mit besonderen Ansprüchen besonders beim den Datenschutz. Beispielsweise verschlüssle Proton Pass nicht wie die meisten konkurrierenden Produkte nur das Passwort-Feld, sondern auch alle anderen Eingabefelder wie etwa den Benutzername oder eine verbundene Internetadresse. Auf diese Weise will man verhindern, dass ein potenzieller Angreifer zwar die gespeicherten Passwörter nicht lesen kann, aber sieht, welche Dienste man nutzt und darauf basierend Interessens-Profile erstellen kann.
2-Faktor-Unterstützung als Standard
Proton Pass kommt mit vollständiger Integration für 2-Faktor-Authentifizierung und verspricht mit Blick auf die verwendeten Sicherheitsmodelle höchste Standards. Details hierzu lassen sich in diesem Blog-Eintrag nachlesen.
Proton Pass ist vom Start weg für iPhone und iPad, Android-Geräte und Desktop-Rechner verfügbar. Für den Desktop gibt es zunächst allerdings nur Browser-Erweiterungen für Brave und Chrome.
Proton hat vor kurzem auch seine Ende vergangenen Jahres vorgestellte Kalender-App auf Version 2.2.0 gehoben und in diesem Zug mit einer deutschen Lokalisierung ausgestattet.