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Ausprobiert

Dyson 360 Eye: Saugroboter mit iPhone-App

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Seit letztem Herbst ist auch Dyson mit einem Saugroboter mit App-Anbindung auf dem deutschen Markt vertreten. Der Dyson 360 Eye soll besonders durch hohe Saugkraft und effiziente Navigation überzeugen. Schauen wir mal, ob das Gerät hält, was der Hersteller verspricht.

Dyson 360 Eye In Aktion

Im Vergleich zum Rest der mittlerweile recht großen Familie der Roboter-Staubsauger tanzt der Eye 360 optisch aus der Reihe. Das Gerät ist mit einem Durchmesser von 23 Zentimetern deutlich kompakter, dafür mit 12 Zentimetern aber ungewohnt hoch. Diese Eigenschaften haben technischen Ursprung, Dyson setzt auch beim hauseigenen Saugroboter auf seine patentierte Zyklonentechnologie und erreicht damit – soviel gleich vorweg – tatsächlich eine deutlich bessere Saugleistung als wir sie von Geräten der Konkurrenz kennen. Auch Fußabstreifer und Teppiche werden ordentlich sauber wenn der Robbie drüber fährt und man darf beim Dyson wohl tatsächlich auch von „Saugen“ sprechen während bei den anderen von uns getesteten Geräten gefühlt eher die Bürsten die Hauptarbeit machen. Grundsätzlich kann keiner der bislang erhältlichen Saugroboter den „echten“ Staubsauger mit einem Mensch als Steuereinheit ersetzen, die Dinger machen allerdings einen guten Job wenn es darum geht, die Wohnung sauberer zu halten und man muss seltener selbst Hand anlegen.

Dyson 360 Eye Staubbehaelter

Der aufgenommene Schmutz wird beim Dyson in einem auf den ersten Blick etwas kleinen Auffangbehälter gesammelt. In der Praxis erweist sich dieser aber als völlig ausreichend, da der Inhalt durch die hohe Saugleistung stark komprimiert wird. Kritik gibt es hier aber mit Blick auf die Positionierung des Behälters, denn dieser sitzt an der Vorderseite des Geräts und kann somit nicht abgenommen und geleert werden, wenn der Sauger in seiner Ladestation steht. Eine wohl technisch bedingte aber unsinnige Design-Entscheidung, denn der optimale Ablauf sieht eigentlich ja vor, dass das Gerät selbständig seine Ladestation ansteuert und seine Arbeit per Zeitplan, App-Steuerung oder einen auch per Fuß möglichen Druck der Taste an der Geräteoberseite verrichtet. Zum leeren muss der Sauger aber stets aus der Ladestation genommen werden, während andere Modelle ihren Müllbehälter mal eben geparkt und somit auch während des Ladevorgangs entnehmen lassen.

Auch die Ladestation selbst ist beim Eye 360 gewöhnungsbedürftig und erinnert mit ihren Zielmarken ein wenig an einen Helikopterlandeplatz. Dezent ist das nicht gerade. Für das korrekte Ansteuern benötigt der Sauger ebenso wie für seine Saugtouren selbst auch ausreichende Beleuchtung. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Dyson auf optische Navigation mithilfe einer 360-Grad-Kamera setzt. Der Hersteller empfiehlt für eine optimale Orientierung dann auch „gute Beleuchtung“. Taghell muss es allerdings nicht sein, bei uns hat der Sauger auch in der Dämmerung noch heimgefunden, wenngleich er sich mit der Orientierung hier und da schwer tut.

Dyson 360 Eye Ladestation

Bei seinen Fahrten durch die Wohnung hinterlässt das Gerät aber auch bei guter Beleuchtung hin und wieder einen etwas verwirrten Eindruck. Während der Saugfahrten schaltet beispielsweise ohne Grund die Turbine ab und der Sauger fährt – vermutlich um sich zu orientieren – ein wenig durch die Gegend, um anschließend seine Arbeit an gleicher oder auch anderer Stelle wieder aufzunehmen. Mit Blick auf den Saugerfolg als Gesamtes tut dies keinen Abbruch, am Ende hat der Dyson stets zuverlässig alle Räume erfasst. Wenn es nach der Dyson-Beschreibung geht, arbeitet der Eye 360 stets einen Raum nach dem anderen ab, aber auch hier hat das Gerät bei uns Ausnahmen gemacht und schon mal mitten im Raum unterbrochen, um später an dieser Stelle wieder weiter zu machen.

Der Dyson verzichtet auf die für Saugroboter eigentlich charakteristischen Seitenbürsten, stattdessen läuft die Hauptbürste nahezu über die komplette Breite des Saugers. Dadurch bleibt in den Ecken allerdings eher etwas liegen, wenngleich der Eye 360 diese dank seines kompakten Radius etwas besser ausfahren kann. Die rotierende Bürste zeigt sich übrigens erstaunlich geduldig und muss erfreulich selten von Haaransammlungen und dergleichen befreit werden.

Dyson 360 Eye Unten

Die Akkuleistung des Dyson 360 Eye hängt von der gewünschten Saugleistung ab. Auf Maximalstufe läuft unser Gerät etwa 40 Minuten, bevor es wieder an die Ladestation muss. Diese wird aber zuverlässig auch über mehrere Räume hinweg angesteuert und nachdem der Akku wieder voll ist nimmt der Sauger seine Arbeit nahtlos wieder auf. Mit voller Saugleistung ist das Gerät nicht gerade leise, das spielt für unser Empfinden aber weniger eine Rolle, da der Sauger eigentlich dann arbeiten soll, wenn niemand sonst im Haus ist. Wer möchte, kann über die App die Saugleistung reduzieren um den Geräuschpegel zu senken und die Akkuleistung zu erhöhen. Das ist praktikabel, wenn ihr schnell mal einen größeren Bereich „durchsaugen“ wollt, ohne dass das Gerät dazwischen zwei bis drei Stunden an die Ladestation muss. Die bewältigte Fläche hängt natürlich von den örtlichen Gegebenheiten ab, auf Maximalstufe waren es bei uns im Schnitt etwa 40 Quadratmeter in besagten 40 Minuten.

Mit Blick auf das bisher geschriebene schneidet der Dyson 360 Eye eigentlich ganz gut ab, zumindest wenn man nicht Monk-mäßig drauf ist und sich von seinen gelegentlichen Irrfahrten wahnsinnig machen lässt. Die hohe Saugleistung stimmt gegenüber kleineren Mankos geduldig. Wären da nicht noch seine Probleme mit niedrigen Gegenständen wie beispielsweise die Withings-Waage im Bad, den Füßen der Schwingstühle im Esszimmer oder auch einem aufgestellten Wäscheständer. Der Sauger wird von Gummiketten statt Rollen angetrieben und fährt auf diese Objekte drauf und im besten Fall einfach drüber, bleibt aber nicht selten auch einfach hängen. Der zuletzt von uns getestete Neato hatte dagegen im gleichen „Testfeld“ keinerlei Probleme, offenbar hat Dyson hier noch nicht die richtige Feinabstimmung zwischen „das ist ein Hindernis“ und „über diese Türschwelle darfst du fahren“ gefunden. In der Konsequenz erfordert der Sauggang eine eher aufwändige Vorbereitung und Zimmerkontrolle.

Die Dyson-App

Wenn der Dyson Eye 360 stecken bleibt oder sonstige Probleme hat, schickt er euch einen Hilferuf per Push-Mitteilung aufs iPhone. Wo wir dann auch bei der Dyson-App angelangt wären. Wir haben diese im Zusammenhang mit den Luftreinigern Pure Cool Link schon vorgestellt, erfreulicherweise müsst ihr nicht für jedes Dyson-Gerät eine eigene App installieren, sondern der Sauger findet darin ebenfalls seinen Platz.

Dyson 360 Eye App Einstellungen

Der Leistungsumfang der App ist schnell beschrieben. Ihr könnt den Ladezustand des Akku abrufen und einen Sauggang manuell starten oder beenden. Dazu bietet die App die Möglichkeit zur komfortablen Konfiguration, beispielsweise dem Erstellen von Zeitplänen sowie natürlich dem Empfang der Push-Mitteilungen. Diese lassen sich auch nach Bedarf konfigurieren und ihr entscheidet, ob ihr über jede Aktivität des Saugers informiert oder nur bei Problemen einen Hinweis erhalten wollt.

Dyson 360 Eye App Aktivitaet

Obendrauf bietet die App noch die Möglichkeit, die Arbeit des Saugers zu kontrollieren und sich Details wie die für vergangene Saugtouren benötigte Zeit oder die dabei abgearbeiteten Quadratmeter abzurufen. Auf diesen Grafiken lässt sich dann erkennen, dass wenngleich der Eye 360 hier und da einen verwirrten Eindruck macht, hinter seinen Touren durch die Wohnung im Großen und Ganzen tatsächlich ein System zu stecken scheint.

Fazit

Der Dyson 360 Eye steckt in Sachen Saugleistung die Konkurrenz in die Tasche. Daraus resultiert wie gesagt eine höhere Bauweise, dies kann abhängig von eurer Wohnungsausstattung von Nachteil sein. Wenn ihr Schwingsessel mit flachen Standfüßen oder dergleichen habt müsst ihr wie beschrieben damit rechnen, dass der Sauger sich darauf festfährt. Für uns das größte Manko beim Test des Geräts, da der damit verbundene Aufwand darüber nachdenken lässt, ob man mit einem Akku-Handgerät zum schnellen Durchsaugen nicht besser bestellt wäre.

Wenn bei euch keine entsprechenden Hindernisse vorhanden sind, dürfte der Dyson die Flächen eurer Wohnung besser in Schuss halten als andere Geräte, lediglich in den Ecken bleibt mangels rotierender Seitenbürsten hier und da etwas liegen, aber diese werden auch bei der Konkurrenz nie hundertprozentig sauber.

Die App spielt für uns auch beim Dyson eine untergeordnete Rolle. Ihr spielt damit vielleicht am Anfang etwas rum, werden aber ziemlich schnell auf eine Zeitsteuerung umsteigen. Und wenn der Robbie mal schnell manuell eingesetzt werden muss, tippt man kurz mit dem Fuß auf den Schalter und gut. Hilfreich sind allerdings die vom Sauger verschickten Push-Nachrichten, dies insbesondere bei Problemen.

Der Dyson 360 Eye ist zum Preis von 999 Euro beim Hersteller erhältlich.

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18. Mai 2017 um 12:20 Uhr von chris Fehler gefunden?


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