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Botvac Connected

Erfahrungsbericht: Neato Staubsauger-Roboter mit iPhone-App

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Neato hat mittlerweile drei seiner Saugroboter mit dem Zusatz „Connected“ im Produktname an. Dank integriertem WLAN-Modul bieten diese auch verschieden Konfigurations- und Steuerungsoptionen per iPhone-App an. Ich habe das Modell Botvac D5 mal probesaugen lassen.

Neato Connected

Zunächst nochmal grundsätzlich zum Thema „Saugroboter, braucht man das?“. Braucht man nicht, aber die kleinen Dinger können im Alltag durchaus eine hilfreiche Ergänzung sein. Das „echte“ Staubsaugen ersetzen die heute auf dem Markt erhältlichen Geräte allesamt nicht. Dazu ist die Saugleistung beispielsweise auf Teppichen immer noch zu gering und sie kommen auch längst nicht überall dort hin, wo man mit dem klassischen Staubsauger sauber macht. Jedoch können die Roboter regelmäßig eingesetzt eine Grundreinigung übernehmen, so wird der manuelle Einsatz seltener erforderlich und es sieht immer okay aus.

Persönlich habe ich in der Vergangenheit mit diversen, teils gepimpten Roomba-Modellen Erfahrungen gesammelt und kann freiweg sagen, dass mir der Botvac hier ein ganzes Stück besser gefällt. Dieser scheint deutlich weniger anfällig gegen Tierhaare, die sich bei meinen anderen Saugrobotern immer um die Bürsten und Antriebsräder gewickelt hatten. Ausgeschlossen ist dies natürlich auch beim Bürstensystem des Botvac nicht, aber es sammelt sich für mein Empfinden weniger an.

Ein kluger Schachzug der Entwickler scheint zudem die gerade Vorderkante bei Neato. Dies erlaubt eine deutlich breitere Bürste als dies bei runden Robotern der Fall ist. Der Botvac kommt meines Erachtens damit auch besser in die Ecken, hierzu trägt auch bei, dass das Gerät nach dem Abbiegen nochmal ein Stück zurücksetzt, um eventuell durch den Kurvenradius ausgesparte Stellen zu reinigen.

Erwähnenswert mit Blick auf die Reinigung ist auch die Navigation der Neato-Roboter. Dem Hersteller zufolge basiert diese auf einer fortwährenden Laser-Messung, davon bekommen wir im Betrieb nichts mit aber die Geräte finden sich tatsächlich erstaunlich gut zurecht. Dies wird zum einen an der Art und Weise des Saugens deutlich, die Neatos fahren nicht wie die Geräte andere Hersteller nach dem Zufallsprinzip, sondern reinigen die Räume mit System Bahn für Bahn und Raum für Raum. Nach Beenden der Reinigung fuhr mein Botvac dann durch mehrere Räume hindurch zielsicher wieder direkt seine Ladestation an.

Doof finde ich die Magnetstreifen zum Abgrenzen der Reinigungsflächen. Man legt diese beispielsweise an Türschwellen oder um Hindernisse wie Futternäpfe, die der Roboter nicht durch die Gegend schieben soll. Das Prinzip funktioniert einigermaßen, aber die braunen Streifen sind potthässlich und der Roboter schiebt sich auch selbst immer ein wenig durch die Gegend.

Die Neato-App

Kommen wir zur App. Die Möglichkeit, den Saugroboter mittels App zu steuern, ist meines Erachtens ein reines Luxus-Feature. In der Regel dürfte man auf eine Programmierung bauen oder auch in der Lage sein, mal eben selbst die Taste auf dem Sauger zu drücken, um ihn zu starten. Aber wenn schon denn schon, und so lässt sich die Programmierung über die App beispielsweise auch deutlich einfacher vornehmen, als auf dem Boden kniend mit der Bedienungsanleitung in der Hand.

Wirklich praktisch ist die App, wenn sich der Neato mal irgendwo verkeilt oder eine herumliegenden Socke gefressen hat und blockiert. In solch einem Fall kann er per Push-Mitteilung um Hilfe rufen. Weitere Mitteilungen kann man sich schicken lassen, wenn die Reinigung abgeschlossen ist oder Staubbehälter oder Filter gewechselt werden müssen. Der Staubbehälter wird übrigens von Hand geleert und das ist auch immer ein wenig mit staubigen Händen verbunden, weil man dabei am besten auch den Filter gleich ein wenig sauber streicht.

Neato Botvac App

Weiter bietet die App die Möglichkeit, den Sauger z.B. nach einer Party intensiver bzw. im doppelten Durchgang saugen zu lassen, oder Statistiken zu den gereinigten Quadratmetern oder den Arbeitszeiten des Saugers abzurufen.

Ein kostenloses Benutzerkonto bei Neato vorausgesetzt, lässt sich der Roboter über die App auch von außerhalb des Hauses über das Mobilfunknetz steuern. Zudem bietet der Hersteller seit kurzem auch ein Skill für Amazon Alexa, dies funktioniert bislang allerdings nur mit dem Modell Botvac Connected (ohne D).

Eine Kaufempfehlung ja oder nein gibt’s von mir nicht. Derlei lässt sich einfach nicht pauschal sagen. Dieser Erfahrungsbericht kann euch bei einer Entscheidung unterstützen und darf gerne ergänzt werden, wir wissen ja, dass etliche von euch auch einen dieser kleinen Freunde im Einsatz haben.

Montag, 23. Jan 2017, 18:09 Uhr — chris
26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Wer kann mir auf die Schnelle sagen welches Produkt noch nicht mit Internet und iPhone Anbindung erwerbbar ist? Brainstorming in 30 Sekunden, na los… Ist schwierig

  • Habe den Neato Botvac Connected und bin sehr zufrieden. Einziges „Problem“ ist, dass der Status des Staubfangs erst überprüft wird wenn er fahren soll. Dann ist man aber nicht mehr im Haus oftmals.

    Allerdings nur ein Problem wenn man ihn eben flüchtig falsch einsetzt.

    • Bin auch sehr zufrieden, hatte schon ein Vorgänger Modell. Viel weniger Staub auch in der Luft, wenn er regelmäßig fährt.

      Und das neue Firmware Update war noch einmal ein Sprung nach vorne.

    • Bin 90% zufrieden. Der Laser und die eine gerade Kante des Robo (Botvac Connected) sind echte Vorteile. Mich nervt nur, deshalb die 10% Abzug, dass er ca. jedes 3. Mal beim Start per Timer nicht loslegt. Irgendein Fehlalarm (Behälter voll, Sensoren blockiert) verhindert den Start. Blöd wenn niemand zu Hause ist. Denn meistens reicht ein kleiner „Klaps“ und er fängt an zu arbeiten (irgendwie menschlich ).

  • Die Einsteiger Modelle von Dirt Devil.
    Die saugen einfach nur. Ohne Internet. Ohne WLAN. Ohne App.

  • Ich hab mich extra wegen diesen Magnetstreifen gegen Neato entschieden
    und mit am BlackFriday auf Amazon den iRobot Roomba 960 zugelegt.

    Die 900er Serie fährt nicht mehr planlos umher
    da die ne integrierte Kamera hat um sich zu orientieren.
    (Wobei man fairerweise sagen muss dass im Zimmer Licht sein sollte da sonst die Cam nichts sieht)

    Zum absperren meines Bades mit ebenfluriger Dusche kommt eine Virtual Wall mit,
    die entweder eine Gerade oder einen Halbkreis mittels IR Sensor sperrt wo der Roomba dann nicht hinkann.

    Über die App kann man den Roomba programmieren
    und von ausserhalb starten wenn einem der Timer als Schichtarbeiter nichts nützt.

    Einzig da wünsch ich mir das ThinkingCleaner Modul von meinen Roomba555 zurück,
    das mittels GPS Ortung den Roomba starten konnte
    wenn ich einen vorher definierten Bereich (mein Zuhause) verlassen habe.

    Auch bei den Bürsten der 800/900 Serie sollte sich das Problem mit langen Haaren gelöst haben
    (laut Berichten) Dazu kann ich als Mann mit Kurzhaarfrisur und ohne Tiere nicht sagen

  • Dyson 360 schon mal probiert ? Die Leistung ist nicht vergleichbar mit allen verfügbaren Modellen andere Hersteller !

  • Ich habe nach jahrelangem warten letztes Jahr den Roomba 980 gekauft. Die 1000€ haben echt weh getan aber man lernt den dauersauberen Boden zu schätzen. Die ganze Wohnung ist viel weniger staubig. Die App-Anbindung ist ok, da könnte man aber sicher mehr machen. Ich denke so langsam lohnt sich def Kauf eines Roboters auf jeden Fall, da die Navigation mittlerweile gut funktioniert.

  • Ich bin immer noch ziemlich happy mit meinem LG VR6270. http://amzn.to/2k9lrhp
    Schon einige Robot-Staubsauger ausprobiert und für meine Wohnung navigiert LG perfekt und intelligent. Und dank WLAN Hack am HomBot http://bit.ly/2j6vyFo und Homebridge, lässt er sich auch mit Siri starten und wieder in seine Station schicken.

  • Mich würde interessieren wie hoch die Teppichkante sein darf und wie hoch der Teppich selbst sein kann?

  • Ich selbst habe seit ein paar Wochen den Botvac Connected. Bin super zufrieden damit.
    Gerade mit meinem Hund find ich das super und der ist dank seiner Navigation auch echt schnell.
    Zu den teppichen kann ich sagen, dass die bei uns gut sauber werden und der Neato problemlos auf Teppiche kommt die auch 1-2 cm hoch sind!

  • Ich würde den Botvac Connected jederzeit wieder kaufen. Dieser vollbringt inzwischen seit über einem Jahr seinen Dienst – und das nahezu täglich. Gerade bei Tierhaaren saugt dieser das Gröbste weg und das auch in der Nacht, wenn es Dunkel ist. Er ersetzt zwar sicher keinen konventionellen Staubsauger, erleichtert einem aber die Arbeit.

  • Habe auch den Botvac und bin super zufrieden. Schnell & saugstark. Kann den empfehlen.

  • Hab den Botvac Connected ebenfalls im Einsatz. Bei zwei Hunden eine echte Hilfe. Über Langflorteppiche läuft er bescheiden. Über kürzere gut. Bei dauerhafter WLAN Anbindung saugt er mir aber den Akku im Stand leer. Die Magnetleiste registriert er leider unter den dicken Teppichen nicht, was echt schade ist, da man sie für die aussparenden Bereiche dann explizit hin legen muss.
    Hammer ist die neue Kartografie der Wohnung, wenn er sich meldet, dass er hängt, sieht man wenigstens wo und muss ihn nicht suchen. Ich würde ihn wieder kaufen, da ich mehr von dem Lasersystem überzeugt bin wie von der Kamera. Dadurch kann er auch im dunklen navigieren, was zu dieser Jahreszeit echt ein Vorteil ist.

  • Junge sind die Dinger teuer.
    Da komm ich ja günstiger wenn ich alle 4wochen umziehe

  • Also bei meinem Roomba brauche ich nicht mehr saugen!
    Er saugt Teppiche sogar sauberer als mein normaler sauber!

    • Hallo Dennis. Genau auch meine Meinung/Erfahrung. Ich sauge zweimal im Jahr, und da hauptsächlich die Kanten und Ecken. Meinen niederflurigen Teppich reinigt mein Roomba 782 so sauber, weil er es täglich macht. Und ich habe sogar weniger Staub in der Wohnung. Außerdem, anders als im Beitrag geschrieben, reinigt mein Roomba an Stellen, wo ich mit meinem normalen Staubsauger nicht hinkomme.

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