Gate-Ansagen per Bluetooth
Durchsagen direkt im Ohr: Auracast startet in München
Nach einem ersten Test am Flughafen Frankfurt erprobt nun auch der Flughafen München Durchsagen per Bluetooth Auracast. Seit dem 14. Juli werden Gate-Informationen an sechs Abflugpositionen zusätzlich direkt an kompatible Hörgeräte, Cochlea-Implantate und Kopfhörer übertragen.
Das Pilotprojekt läuft in Terminal 1 an den Gates A42/A43 und A44/A45 sowie in Terminal 2 an den Gates G31 und G32. QR-Codes vor Ort führen zum jeweiligen Audiostream. Reisende können Ansagen damit auch in lauten Wartebereichen klar empfangen, ohne sich allein auf die Lautsprecher im Terminal verlassen zu müssen.
Durchsagen über laufender Musik
Auracast basiert auf Bluetooth LE Audio und verteilt einen Audiostream gleichzeitig an beliebig viele kompatible Empfänger. Auf unterstützten Android-Geräten lassen sich die Ansagen über das Bluetooth-Menü oder den QR-Code auswählen. Sie können über laufende Musik oder Podcasts eingeblendet werden; anschließend wird die vorherige Wiedergabe fortgesetzt.
Der direkte Ton ist insbesondere für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen hilfreich. Auracast-fähige Hörgeräte und Cochlea-Implantate erhalten die Durchsagen ohne klassische Induktionsschleife. Zugleich könnte die Technik langfristig dazu beitragen, die Zahl allgemeiner Lautsprecherdurchsagen und damit den Geräuschpegel im Terminal zu reduzieren.
iPhone und AirPods nur eingeschränkt geeignet
Auf dem iPhone fehlt weiterhin eine systemweite Auswahl für Auracast-Übertragungen. Drittanbieter-Apps wie HearAura können QR-Codes und verfügbare Broadcasts anzeigen und die Verbindung für kompatible LE-Audio-Hörgeräte oder Ohrhörer herstellen. Das iPhone dient dabei als Fernbedienung; das verbundene Audiogerät muss Auracast selbst unterstützen.
AirPods können die Broadcasts bislang nicht empfangen. iPhone-Nutzer benötigen daher passende Hörgeräte oder andere Auracast-fähige Kopfhörer. Der Münchner Versuch baut auf dem im Januar gestarteten Pilotprojekt am Flughafen Frankfurt auf, das zunächst an zwei Gates im Terminal 1 durchgeführt wurde.


Schade, dass das nicht klappt. Ich nutze die Hörverbesserung der AirPods Pro gerne und hätte die Durchsagen gerne mal in Frankfurt getestet, wenn wir in einem Monat nach Korea fliegen.
Wirklich schade, dass Apple sich da raushält. Das würde dem Thema einen Schubs geben.
Wie cool wäre es, wenn man am Apple TV über seine AirPods den Film mit anderen in mehreren Sprachen schauen könnte, oder zu fünft dem neuen Song von einem iPhone lauschen könnte. Oder eben die Hörgerätethematik. Auf diese Weise wären auch unterschiedliche Hersteller/Modelle untereinander Kompatibel. Aktuell geht das leider mit MFi nicht sondern nur mit manchen Android (ASHA) Geräten (Manchmal hat man nicht an beiden Ohren das gleiche Gerät).
Vor allem ist Apple sonst ja bei Barrierefreiheit so vorbildlich.
Also zu zweit geht’s ja schon am Apple TV. Ich und meine Frau schauen alle Filme so (da Wohnung hellhörig ist und hier deswegen niemand ein Soundsystem haben kann oder einen zu lauten Fernseher), jeder mit seinen eigenen AirPods. Unterschiedliche Tonspuren gehen aber wohl nicht.
Oh, ja da muss man noch weniger lesen oder mit anderen Leuten sprechen oder auch mal zuhören. Dadurch kann man sich noch mehr in seiner eigener Bubble einschließen.
Schonmal was von Accessibility gehört?
Wenn Auracast auf Bluetooth LE basiert, lässt es sich dann theoretisch per Firmwareupdate nachrüsten, falls Apple das denn will, oder wird neue HW benötigt?