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Anlaufschwierigkeiten bei der digitalen Verwaltung

Digitales Amt: Neue App wird in Österreich zum Politikum

32 Kommentare 32

Seit Mitte März ist in Österreich bereits verfügbar, was hierzulande im besten Fall unter dem Stichwort „Zukunftsmusik“ diskutiert, grottenschlecht umgesetzt und gleich wieder vergessen wird.

Damals stellte die Bundesregierung der Alpenrepublik ihr „Digitales Amt“ vor und präsentierte die App für iOS und Android als zentrale Anlaufstelle für Verwaltungsakte. Als virtuelles Bürgeramt sollte sich das digitale Amt unter anderem um Wohnsitzänderungen und die Anforderung von Pässen und standesamtlichen Urkunden kümmern.

Doch so richtig angekommen scheint das Angebot des Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort bei unseren Nachbarn noch nicht zu sein. Im App Store eher schlecht als recht bewertet, funktioniert die Pass-Bestellung bislang noch nicht und nun hat die Verwaltungs-App auch ihr erstes Rechts-Opfer.

Neue digitale App sorgt für Schlagzeilen

Um Schwachstellen der App aufzuzeigen, hatte der liberale NEOS-Politiker Gerald Loacker seinen Hauptwohnsitz in ein Regierungsgebäude nach Wien verlegt.

Zwar soll die App nun verbessert werden, Loacker darf wegen der bewussten Falschmeldung nun jedoch mit einer Geldstrafe in Höhe von knapp 1000 Euro rechnen.

Wie gesagt, mit unseren föderal zerklüfteten Angeboten in Deutschland und der sich im Hintergrund die Finger leckenden Telekom AG, geht es uns nicht viel besser.

Der Weg zur digitalen Verwaltung wird noch lange dauern.

Laden im App Store
‎Digitales Amt
‎Digitales Amt
Entwickler: Bundesministerium fur Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Preis: Kostenlos
Laden

Digitales Amt – Die App

Dienstag, 30. Apr 2019, 18:33 Uhr — Nicolas
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  • Aber auch wenn noch nicht alles optimal bei der App funktioniert, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich wünschte Deutschland würde sich mal in die Richtung bewegen!

    • Bevor wir hier in Deutschland ein digitales Bürgeramt haben werden, werden sehr wahrscheinlich schon 85% der heutigen Dritte Welt Länder eines haben. 2050 oder 2060 können wir dann unsere Behördengänge online machen!

      • Die haben es ja auch einfacher und starten von Null, wo wir schon Jahrhunderte genauestens Akten führen.

  • Das aber ein sehr launischer Artikel.

  • Da hattet ihr aber richtig Spaß beim Schreiben des Artikels ^^

  • Die Pläne der Ministerin (ab 00:42) sind ja verwegen: Alle Hauptmieter in einem Gebäude sollen eine Info bekommen, wenn sich ein Dritter dort anmeldet. Die DSGVO wird diesem Vorhaben schnell einen Riegel vorschieben.

  • Siehe Estland und X-Road (einfach mal auf Wikipedia suchen)
    So geht’s richtig!

  • Hatte gestern versucht eine Wahlkarte für die EU Wahl über die App anzufordern. Nachdem die Anforderung mit der Handysignatur abgeschlossen war, kam jedesmal eine Fehlermeldung „Ein Fehler ist aufgetreten“. Nach 15 erfolglosen Versuchen bin ich dann auf die Homepage des Ministeriums übersiedelt. Dort hats dann geklappt.
    Die App scheint also noch holprig bis gar nicht zu laufen…

  • Wenigstens passiert in diese so wichtige Richtung etwas in Österreich! In diesem Land warte ich 6 Wochen auf einen Termin, von Online si d die Behörden meilenweit entfernt… Ich beneide unsere Nachbarn in mehreren Hinsichten um diese Regierung!

    • Leider passiert gar nix, ausser dass Dinge angekündigt werden, die dann nicht kommen, nicht funktionieren oder abseits von durchdacht und visionär sind. Alles nur heiße dampfgeplauderte Luft. Scheint aber Zeitgeist zu sein (siehe Samsung Faltphone, Flugzeugtaxi, …)
      Diese Regierung kannst gerne haben …

    • Zu deinen „mehreren Hinsichten“ habe ich eine klare Vermutung – bei der rechts-extremistischen Partei in der österreichischen Regierung. Das wird bei uns in Deutschland zum Glück nicht passieren. Da kann ich auch gerne auf ein „digitales Amt“ verzichten.

  • Politiker in D: Was ist eine APP?….ach Neuland…

  • Also, war klar, welche Richtung die Kommentare einschlagen werden und auch der Artikel selber wählt ja die übliche Mischung aus Frustration, Resignation und Politik/Verwaltungsschelte ein.
    Ich bin selber über sechzig, aber keineswegs Generation „Internet = Neuland“. Vielmehr absolut offen für Computer und alles drum herum. Ich kenne noch C64, Palm, Newton, BTX und die Anfänge vom Internet. Ich habe Spracherkennungssoftware von IBM in der ersten Version eingesetzt und kenne Excel 1.0 und Word 1.0.
    Auch heute noch versuche ich alles Neue gerne aus und habe ein ziemlich gut ausgerüstetet Smart-Home.
    Aber: wenn es um wirklich wichtige Dinge, wie Datenschutz bei Meldedaten, Wahlgeheimnis und ähnliches geht, d bin ich sehr konservativ und vertraue keiner EDV. Von daher bin ich durchaus froh, dass unsere Behörden hier alles etwas gemächlicher angehen (auch wenn der Grund woanders liegen mag) und man – auch wenn es oft lästig ist – vieles noch analog erledigen muss. Die Computer sind längst noch nicht so leistungsfähig und insbesondere sicher, wie uns oft gerne weis gemacht wird

    • Sie erzählen, dass Sie Smart Home nutzen und machen sich Gedanken um Ihr Wahlgeheimnis. Im zweifel wird jedes Wort, dass Sie sprechen aufgenommen und ausgewertet?!

      • Wie kommst Du auf das schmale Brett, Smart Home und Akustikwanzen gleich zu setzen? Ich bin wie der OP gut ausgestattet, habe und werde mir aber keine Lauschgeräte reinsetzen. Sprachsteuerung kommt erst dann in Frage, wenn die Auswertung ausschließlich inhouse passiert.

      • Exakt, alles in-house gesteuert, (HomematicIP CCU)

      • Naja erstmal sind wir nicht per Du und zweitens werden die Daten so oder so, auch ohne Sprachsteuerung ausgewertet werden. In Zeiten in denen jeder Instagram Account mehr über jmd. weiß, als das eigene Einwohnermeldeamt finde ich das Argument: Angst vor Datenklau, als Innovationshemmnis etwas dünn. Aber viel Spaß mit DEINEM Smart Home

    • Die Daten werden aber so oder so auf EDV gespeichert. Und leider ist diese EDV meist ungenügend gesichert, so das oft genug von aussen darauf zugegriffen werden kann.
      Wenn es aber endlich zum digitalen Bürgeramt kommen würde, dann müssten die Systeme besser gesichert werden und die Zugriffe viel besser kontrolliert werden. Schon allein deswegen würde ich das begrüßen.

  • Ich denke nicht das dieses Portal geeignet ist über die Vor-und Nachteile des Föderalismus zu diskutieren…. schade das so viele Sachverhalte pauschalisiert werden…

  • Lästern und Häme verbieten sich im digitalen Outback aka Deutschland vollständig… bei einer deutschen App käme in jedem Fall als erstes die Meldung „Nur Bargeld. Bitte zahlen sie passend!“

  • Wir sind anno 2019 endlich mal dabei, digitale Akten zu führen. Zumindest in Teilen des Landratsamtes. Dabei habe ich bei meiner Ausbildung 2005 schon in einem Amt hospitieren dürfen, wo das damals schon praktiziert wurde. Dann, 14 Jahre später so ein Kulturschock. Und es sind die „alten“ die sich dagegen wehren. Die drucken alles aus, jede E-Mail, sei sie noch so unwichtig, wird ausgedruckt. Screenshots werden gemacht, ausgedruckt. Da greife ich mir an den Kopf. Aber ich muss auch sagen, es wird einem tatsächlich schwer gemacht papierlos zu arbeiten. Um effektiv zu sein, bräuchte ich einen zweiten Bildschirm, habe ich noch nicht.

    • Du arbeitest in keinem Amt.
      Es gibt in Deutschland seit vielen Jahren keine Ämter.

      Statt rumzuheulen, dass wir verschiedene Dinge in Deutschland nicht können/dürfen…
      könntet ihr euch alle mal schlau machen, herausfinden warum es so ist, dass wir keine Ämter haben, auch wenn uns das erzählt wird.
      Und wenn ihr das mal alles verstanden habt, dann könnt ihr euch daran machen Änderungen herbeizuführen.

      • Ach wie süß, ein „Eingeweihter“, der uns erzählt, dass wir uns erst mal schlau machen sollten. Reichsbürger?

  • Wie überall, gibt es auch dort solche Dumpfbacken, die es mit dem programmieren nicht so genau nehmen.
    Wie immer, es ist leider ein Fehler aufgetreten. Was für ein Fehler wird dabei nicht erklärt. Der Ansatz ist nicht schlecht, aber die Ausführung miserabel. Also wieder runter mit der App. Ganz einfach.

  • Super App und hoffe sie wird auch weiter ausgebaut.

    Fehler sind am Anfang ganz normal.
    Wie bei jedem neuen Ding läuft etwas nicht ganz so rund und es wird sicher auch bald nachgebessert werden.

    Liebes Österreich. Bitte weiter so! :)

    • Du kennst die App nicht wirklich, oder? Wahlkarte beantragen, die fragwürdige Wohnsitz-Meldung, automatische Erinnerung vor Ablauf des Passes, digitaler Babypoint (da bekommt man eine personalisierte Checkliste rund um die Geburt). Sonst ein paar „News“ die eigentlich eine versteckte Jubel-Werbung für die Regierung sind. Der Rest sind links ins Web für weitere Services.
      Mehr kann die App nicht. Also kein Grund für Neid. Diese App brauchst so gut wie nie …

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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