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Noch ohne Times und Post

Die Apple News Nachrichten-Flat: Für Top-Verleger wenig attraktiv

13 Kommentare 13

Noch ist unklar welche konkreten Angebote Apple seinen US-Nutzern im Laufe des Medien-Events am kommenden Montag machen wird, in drei Punkten sind sich die Branchenbeobachter jedoch weitgehend einig:

  • Apple wird ein Nachrichten- und Magazin-Abo vorstellen, das Zeitschriften und aktuelle News miteinander kombiniert.
  • Apple wird ein Video-Streaming-Angebot einführen, das eigene Produktionen und Premium-Inhalte von Drittanbietern kombiniert.
  • Apple wird ein übergreifendes Apple-Abo anbieten (eine Art „Amazon Prime“), das interessierten Nutzern den Zugriff Nachrichten-, Video-, Spiel- und Musik-Inhalte gegen eine vergünstigte Monatspauschale ermöglichen wird.

Doch richtig finalisiert scheinen aktuell nur grobe Eckpunkte zu sein. So laufen nicht nur Last-Minute-Verhandlungen für Apples Videodienst, auch die Nachrichten-Sparte ist offenbar noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Apple News Header

Noch ohne New York Times und Washington Post

Dies berichtet das Wirtschafts-Portal BusinessInsider und führt an, dass weder die New York Times noch die Washington Post ihre Teilnahme am Nachrichten-Dienst bestätigt hätten. Das Wall Street Journal würde zwar in produktiven Gespräche mit Apple stecken, unterschrieben sei selbst hier jedoch noch nichts.

Vor allem die finanzielle Offerte, die Apple den Verlegern macht, soll wenig attraktiv sein:

Apples Pitch gegenüber den Verlegern ist, dass man etwa 10 US-Dollar pro Monat für den Premiumzugang zur Apple News-App berechnen wird. Apple wird die Hälfte der Einnahmen mit den Verlegern teilen, je nachdem, wie viel Zeit die Nutzer mit den Inhalten der jeweiligen Verleger verbringen. […]

Apple News hat 85 Millionen Nutzer pro Monat, was sich nach einem großen Pool potenzieller Abonnenten für Verlage anhört. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass nur 1% oder 2% für ein digitales Abonnement bezahlen. Wird diese Faustregel auf Apple News angewendet, handelt es sich um weniger als 2 Millionen Abonnenten. […]

Der andere Hauptkritikpunkt, den die Top-Verlage des Apple-Dienstes anführen, ist, dass der Abo-Dienst keine Flut an neuen Einnahmen liefern wird. Pro Abonnent müssen sich alle Publisher $5 pro Monat teilen. Dem gegenüber stehen $10 und mehr pro Monat, die Top-Publisher von Lesern erhalten, die ihre Abos direkt auf den jeweiligen Seiten abschließen. Die New York Times berechnet etwa 15 Dollar pro Monat für den digitalen Zugang, während das Wall Street Journal 39 Dollar und die Washington Post 10 Dollar erhebt.

Mittwoch, 20. Mrz 2019, 9:51 Uhr — Nicolas
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  • Irgendwie habe ich das Gefühl das das Montags-Event überwiegend nur was für die USA und vielleicht noch GB bringt. Ich denke „News“ wird in DE erstmal ich kommen. Wie es bei dem Video-Streaming sein wird, bleibt abzuwarten. Insgesamt bin ich skeptisch.

    • Das ist doch längst Gewissheit. Natürlich kommt die Nachrichten-Sache nicht in Deutschland. Es gibt doch auch seit Jahren nicht mal laufende Gespräche für ein deutsche News-App. Der Video-Dienst könnte hingegen mit den eigenen Inhalten von Apple irgendwann auch nach Deutschland kommen. Aber klar, das Event nächste Woche ist erst mal nur für die USA relevant.

  • „nicht“ soll das heißen. Sch…. Autokorrektur :-)

  • Im Streamingbereich ist der Konsens ja mittlerweile das Videos mit Werbung mehr Geld einbringen, da das Stück vom Kuchen nach Abzug der Provision für den Plattformdienstleister doch sehr klein ist (und ja mit allen geteilt wird).

  • Ich bin mit der Zeitschriften-Flat von „Readly“ vollsten zufrieden.

  • Meiner Meinung nach sollte Apple sich lieber seinem Kerngeschäft widmen statt zu versuchen ständig neue Einnahmequellen auf Basis von Abomodellen zu generieren. Ist doch klar das die Medienlandschaft wenig Lust darauf hat sich von Apple einen Teil des Kuchens wegnehmen zu lassen. Daher laufen die Verhandlungen auch schleppend. Verleger haben gerne eine Übersicht ihrer Kunden in eigener Hand, statt sich auf die reduzierte Variante von Apple zu stützen. Auch den geplanten Videodienst sehe ich eher kritisch. Das goldene Zeitalter des Streamings, in dem Netflix und Prime Video quasi alles sind was man braucht, wird durch immer mehr neue Player bald vorbei sein. Dann darf man 5,6,7 oder 8 Abos abschließen um auf das gleiche, reichhaltige Angebot zu kommen, auf das wir momentan zugreifen dürfen. Echt schade.

    • „Services“ ist/wird eines der Kerngeschäfte neben der Hardware.
      Wenn Apple genügen qualifizierte Partner mit ins Boot holt, würde ich das Angebot wahrnehmen.

      Im Grunde genommen, wird Apple versuchen eine Plattform anzubieten, die früher oder später für andere Dienste unwiderstehlich sein wird.
      Apple Music, Apple Pay, iTunes/AppStore.. Apple möchte gerne die Regeln selbst gestalten und sich ein garantiertes Stück vom Kuchen sichern.

    • Heutzutage darf sich kein Unternehmen mehr erlauben, ausschließlich im „Kerngeschäft“ tätig zu sein. Das wäre der Untergang!
      Ansonsten gilt, Konkurrenz belebt das Geschäft! ;)

    • ein Mittelding zwischen Kerngeschäft und zusätzlichem Standbein…
      itunes hat den Markt revolutioniert – und apple damals vieeel Geld und Platz eins eingebracht.
      Wenn apple im Stillen werkeln könnte (wie damals) würden wir nach der Einführung sagen: ok klingt gut.

  • Ich wünsche mir auf dieser neuen Plattform auch Anregungen, z. B. Krautreporter, vetomag.de und ähnlich interessante Informationsquellen.

  • 50% Marge für Apple? Mein lieber Schwan…

    • verwechsle bitte Marge – Gewinn – Umsatz nicht
      Apple gibt 50% vom Umsatz an den Lieferanten. dann wird von der restlichen Hälfte noch die Software, Abwicklung, Personal und what ever bezahlt.
      Am Schluß bleibt eine Marge von 20-30% übrig (geschätzt!)
      hmm, immer noch genug, oder?!

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