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Datenpannen-Deal: Microsoft kauft Sunrise-Kalender

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Nur zehn Tage nach seinem initialen App Store-Start im Oktober 2013 haben wir bereits ein zweites Mal über den damals überraschen brauchbaren Sunrise Kalender schreiben müssen. Um euren persönlichen iCloud-Kalender integrieren fragte der Termin-Verwalter damals die persönlichen iCloud-Zugangsdaten seiner Nutzer ab.

sunrise

Ein No-Go, mit einer ganzen Handvoll problematischer Security-Implikationen. Sollten die Nutzerdaten, die Sunrise auf den eigenen Servern ablegt, in falsche Hände Geräten, dann wären auch Kreditkarten-Informationen, E-Mails und persönliche Daten in Gefahr.

Einen Monat später meldete das Kalender-Team auch prompt den GAU. So informiert das Hausblog der Sunrise-Macher über einen Angriff auf die eigene Nutzer-Datenbank. Während die übertragenen Logins von Google, Facebook und Twitter – nach nicht überprüfbaren Angaben der Sunrise-Verantwortlichen – noch in Sicherheit sein sollten, wurden alle Nutzer, die dem Sunrise-Kalender ihren iCloud-Account anvertraut hatten, damals dazu aufgerufen ihr iCloud-Passwort zu ändern.

Probleme, mit denen sich zukünftig die Windows-Verantwortlichen von Microsoft herumschlagen müssen. Microsoft, dies berichtet das US-Blog Techcrunch, hat den Sunrise-Kalender jetzt für mehr als $100 Millionen US-Dollar übernommen.

Es darf davon ausgegangen werden, dass Microsoft den Plattform-agnostischen Kalender in das eigene Service-Angebot einbinden wird um zukünftig sowohl die Apple-Community als auch die Android-Freunde und die eigene User-Base mit einer Kalender-Lösung aus einer Hand zu versorgen.

Donnerstag, 05. Feb 2015, 9:05 Uhr — Nicolas
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  • 100 mio? Sowas ist doch nie und nimmer 100mio wert.

  • Genau mein Gedanke…100 Mio, hallo???

  • Der Preis dürfte in erster Linie für die Daten gerechtfertigt sein…
    MS scheint da ja grade vermehrt zu ’sammeln‘. Erst dieses neue Mail-Programm, dass auch neben den eig. Mails noch die Account-Daten zentral auf MS-Servern speichern möchte, jetzt noch dieses hier…

  • Den Betrag finde ich auch krass. Also könnte Microsoft mit seine Office-Produkten nicht selbst.

  • Ich hoffe man lässt nun alles in Outlook einfließen, kombiniert diese Dienste, integriert diese in die App. Dann könnte aus Outlook (weiß Gott warum man nicht bei live.com geblieben ist) wieder ein ernst zunehmender Konkurrent für Google Mail werden.
    Der unbegrenzte Speicherplatz und die Verknüpfung mit OneDrive ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung zumal durch den Algorithmus von Googlemail für ähnlich geschriebene Nutzerkonten nur noch Adressen wie z.B integer62616@gmail.com entstehen. Sehen blöd aus und dadurch sollten Mails an falsche Empfänger unterbunden werden. Meiner Meinung nach entstehen durch die Zahlen viel häufiger Fehler.

  • Kann der was super spezielles oder warum hat Microsoft Interesse daran?

  • Ich bin Jetzt doch ein wenig überrascht. Die App war angelegt, um als Ergänzung zu Google-Kalenderfunktionen einen vollwertigen Konkurrenten zu Kalender-App (eher einfach) oder zu FantastiCal, miCal etc. anzubieten – aber eben auf Basis von Google’s Kalender- und Sync-Services. Die übrigen Dinge Zins nach und nach hinzugedachten.
    Ich bin seit Jahren Beta-Tester der App und war sehr erfreut über die Fortschritte.
    Heute bin ich eher beunruhigt, weil mich die Nachricht aus heiterem Himmel trifft. Zwar bin ich überzeugt, dass letztlich fast alle Services, die kein Geld kosten, durch die eigenen Daten bezahlt werden. Es liegen dennoch Welten zwischen dem, was man je nach Anbieter preisgibt: Vergleicht man Facebook mit Google, mit Microsoft, mit Yahoo und zuletzt mit Apple, so wird der Datenhunger der jeweiligen Unternehmen immer geringer. Deshalb ist es ein Vertrauensbruch, wenn der Betreiber der Auftragsdatenverarbeitung wechselt – auch der Auftragnehmer,den man sich selbst für seine eigenen Daten ausgesucht hat. Nach deutschem Recht könnte bei einer Vollintegration die Zustimmung erlöschen, auch für bereits erhobene Daten.
    Aber das Beispiel zeigt einmal mehr, dass es nur bedingt möglich ist, auch nur die eigenen Geräte, geschweige denn die von Dritten miteinander zu verbinden, ohne der Weitergabe von Daten über das Notwendige hinaus zuzustimmen: Böte z.b. Facebook oder Outlook oder vormals Whatsapp die Optionen von Bezahlaccounts bei gleichzeitiger Garantie der Privatsphäre: Ich würde lieber in Geld zahlen als in Daten. Deshalb ist dieses ein grandioses Beispiel, bei dem man sich fragen muss: Was soll hier auch nur annähernd eine Reamortisation geschweige den ROI gestatten: Bei 100 Mio Invest werden es wohl kaum 1€ reiner Verkaufserlös nach Kosten sein können, die die App in einer kostenpflichtigen Version allerhöchstens bringen könnte.
    Also bleibt nur die Erklärung, dass nuch Microsoft schnell und dringend Algorithmen oder sonstige der Personalisierung dienende Daten benötigt, vermutlich um ähnlich wie Adobe auf reine Abo-Modelle in Kombination mit Nutzerdatenauswertung setzt. Gleichzeitig bedeutet es für mich, dass die Anpassung von Windows Mobile an Android bis zur vollkommenen Harmonisierung vorangetrieben werden soll. Hier schwächeln die Software-Genies aus Redmont, was fatal ist: Im Gegensatz zu Apple, einem Hardware-Hersteller, und Google, einem Datenhändler, ist MIcrosoft ein Softwarehaus. Da der Trend weg vom PC anhält – niemand hat zu Anfang die Cloud mehr gepusht als Microsoft und keiner der Großen so hinterhergehinkt wie sie dann selbst – scheint jetzt endlich für Microsoft klar zu sein: Ohne integrale Mobile Lösungen wird die Softwareschmiede zwar nicht untergehen, aber von den einst 92% Marktanteil im Bereich der Business & Consumer Software solutions zum Nischenanbieter einer Office-Suite sinken. Mit Betriebssystemen oder Serversoftware wird kein Geschäft mehr zu machen sein, die Office Suite schmolz auch auf ihren Kern oder wird so teuer, dass mindestens gleichwertige Alternativen gibt: Statt Office Pro greift der Mittelständler so Open Source und Wartungsverträgen.
    Wer bestellt ein Quad-Core-Smartphone, ein Tablet oder auch ein Notebook heute und ist selbst bei bto-Konfiguration noch bereit, für die Grundausstattung an Software zu zahlen? Damit sind wir wieder dort, wo vor 35 Jahren langsam alles begann: dem IBM mit Os/2 oder DOS und dem Apple oder Commodore mit Komplettpaketen.
    Nur so, gleichsam als Einstandspreis durch die Hintertür, lässt sich das erklären.

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