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Sicherer KI-Zugriff

Claude darf jetzt Zugangsdaten aus 1Password verwenden

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38 Kommentare 38

1Password lässt den KI-Assistenten Claude jetzt bei Webseiten anmelden. Der entscheidende Punkt: Passwörter und Einmalcodes sollen dabei weder für Claude sichtbar noch an Anthropic übertragen werden. Nutzer müssen jeden Zugriff ausdrücklich freigeben.

1password

Die neue Funktion ist für Claude Cowork und dessen Browsersteuerung gedacht. Der Assistent kann damit etwa Bestellungen prüfen, Informationen aus Kundenkonten sammeln oder andere Aufgaben hinter einer Anmeldung erledigen. Erreicht Claude eine Login-Seite, fordert er die passenden Zugangsdaten bei 1Password an. Die Details beschreibt der Anbieter in einem eigenen Blogbeitrag.

Freigabe für jede Anmeldung

1Password zeigt zunächst an, welchen Zugang Claude verwenden möchte. Nutzer können den vorgeschlagenen Eintrag bestätigen, ein anderes Konto auswählen oder die Anfrage ablehnen. Die Freigabe erfolgt auf dem Mac beispielsweise per Touch ID.

Anschließend trägt die Browser-Erweiterung Benutzername, Passwort und gegebenenfalls einen Einmalcode direkt auf der Webseite ein. Claude erfährt nur, welcher Login verwendet wurde und ob die Anmeldung erfolgreich war. Der übrige Tresor bleibt gesperrt.

1Password For Claude Audible 1

Nur für die aktuelle Aufgabe

Die Freigabe gilt ausschließlich für die jeweilige Sitzung. Bei einer späteren Aufgabe muss Claude erneut um Erlaubnis bitten. Sobald der KI-Assistent den Browser steuert, wechselt 1Password zudem in einen speziellen Agentenmodus und beschränkt den Zugriff auf den ausgewählten Login.

Vorerst funktioniert die Integration nur auf dem Mac. Benötigt werden aktuelle Versionen von 1Password, dessen Browser-Erweiterung, die Claude-App und „Claude in Chrome“. Safari und ein direkter Einsatz auf dem iPhone werden zum Start nicht unterstützt.

Passkeys bleiben außen vor

Übergeben werden klassische Zugangsdaten und zeitbasierte Einmalcodes. Passkeys funktionieren noch nicht. Auch die geschützte Anmeldung ändert nichts daran, dass Claude anschließend innerhalb des Kontos handeln kann. Vor der Freigabe sollte daher geprüft werden, ob der Auftrag Käufe, Änderungen oder das Versenden sensibler Daten umfasst.

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17. Juli 2026 um 07:00 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    38 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Sie können das gerne alle machen. Ich nicht.

  • Weiter denken…

    Ja es ist eine gute Idee wenn man einen eigenen Claude Vault hat mit nur den Zugangsdaten für XY statt ENV Variablen

    Nein es ist keine gute Idee YOLO den Hauptvault zugänglich zu machen

  • Wahnsinn, welche Schritte hier als Nächstes vorgefühlt werden…
    Erst die lokalen Daten und E-Mails ‚aufräumen‘, dann Bankkonten ‚optimieren ‚ und jetzt noch der Zugriff auf Passwörter…
    Alter: wo ist bloß die MI (Menschliche Intelligenz) geblieben?

  • KI darf auf Passwörter zugreifen. -Ja genau, alles klar.

    • Aber den Text, wie es umgesetzt ist, hast du gelesen? Oder nur die Überschrift?

    • Du hast nicht nachgedacht oder nicht gelesen. Nochmal lesen, verstehen. Es geht ja gerade darum, einer LLM NICHT stumpf die Passwörter auszuhändigen, sondern sie nur die referenzierten Hüllen managen zu lassen. Banales secrets Management. No magic!

  • Garantier bekommt Claude darauf KEINEN Zugriff bei mir. Bei Secrets und Passwörtern ist für mich genau die Grenze. Keine Lust, dass ich wieder gehackt werde.

  • Ist doch ein cooles Gadget. Für alle, die demnächst ihr Passwort vergessen haben, Claude hilft. Brauche ich endlich nicht mehr bei der NSA nachzufragen. ;)

  • Am besten lassen wir der KI auch gleich 2FA ausführen … Wir erlauben einem US Unternehmen Zugriff auf PW.. genau mein Humor!

  • Wenn die KI‘s so gut sind, wie behauptet, benötigen die sicherlich keine Erlaubnis, um auf alles zugreifen zu können, was sie gerne haben wollen.
    Und wenn sie das kann, kann sie auch sicher alle Spuren verwischen, die ihr einen unerlaubten Zugriff nachweisen könnten.

  • Verstehe nicht so ganz, wie denn 1Password verhindern will, dass das ausgefüllte Login-Formular nicht von Claude ausgelesen wird, um dann doch ans Passwort zu kommen. Claude darf ja explizit im Namen des Nutzers im Web „Surfen“ und nur so kam Claude ja zum Login. D.h. Claude hat Zugriff aufs Login-Formular und kann dann 1Password anweisen, das Formular auszufüllen. Die Methode verhindert zwar prima, dass Claude Zugriff auch alle Passwörter und Zugriff ohne Nutzererlaubnis erlangt, aber doch nicht den Zugriff auf die Webseite selbst. Nachdem 1Password das Passwort ausgefüllt hat, sieht Claude doch, was in den Formularen drin steht? Was übersehe ich?

    • Offenbar haben die Entwickler an das Szenario gedacht. Im verlinkten Blogpost steht dazu: „After autofill, 1Password checks that secrets were not exposed on the page. If submission fails, it clears the filled values before returning control.“

    • Gute & berechtigte Fachfrage. Das ist fix erklärt: Claude pickt sich das PW aus dem Tresor, weist, OP an, dies an das erkannte PW Feld im Browser zu übergeben. Autofill (Browser API) regelt wie sonst auch die Verschleierung des PWs. Claude hat damit nichts zu tun, ist nur Koordinator und indirekt Zulieferer. Claude vermittelt nur zwischen OP und dem Browser und ersetzt dabei schlicht die Interaktion des Menschen, in das Formularfeld zu klicken und als Nächstes die OP Browser Extension via Autofill zu aktivieren. Danach ist Claude raus und sieht nie Passwörter. Claude vermittelt nur verschlüsselte Hüllen.

      • Ergänzung: das hier ist nur ein eleganter workaround. Noch sauberer wäre es, die autofill API des browsers hinter den Kulissen direkt mit Passwörtern aus einem Secrets Manager zu versorgen bzw. die Passkey API zu bedienen. So ist von vornherein ausgeschlossen, dass je irgend ein drittes Tool secrets zu Gesicht bekommt. Aber das wird noch.

      • Meine Vermutung ist eher das man hiermit erstmal versucht monatliche Abokosten zu rechtfertigen, weil der Claude Umweg monatliche Kosten entstehen lässt.
        Anders ist kaum erklärbar warum man nicht direkt den richtigen API-Weg ohne Drittanbieter Tools geht…

      • Aber die Webseite kann über JavaScript die Felder auslesen. Und wenn Claude Zugriff auf die Seite und deren Inhalt hat, kann Claude auch JavaScript nutzen.

  • Alle machen gerade einen Riesenaufstand und tun so als ob es das Schlimmste der Welt wäre. Warten wir mal zwei Jahre ab da ist das Standard

    • Das ist schon länger möglich und Standard – kommt auf die Person an. Für mich ja :-)

    • Ich vermute mal, dass keiner der „Empörten“ 1Password überhaupt benutzt.

      • Im Grunde ja. Ich bin empört, warum nicht wie früher vor der KI Zeit die Autofill API direkt ohne eine Zusatz-KI den Container ansteuert. Das hat vor der Abo-Version mit 1Passwort und Safari/Chrome etc. bereits funktioniert. Durch die sehr hohen Abokosten und unbrauchbar machendes Update meiner vorherigen Kaufversionen habe ich 1Password letztlich aufgegeben.

  • An ifun: jungs, mein post mit dem pinkfarbenen Delphin-Dildo war ein Buchzitat aus „Qualityland“ . Hat nix mit der Sitte zu tun , passt aber zum Thema . :-)

  • Ein Großteil der Kommentare hier zeigt, warum wir KI (Künstliche Intelligenz) brauchen. Die MI (Menschliche Intelligenz) nimmt im gleichen Tempo ab, wie die KI sich entwickelt. Wichtig ist immer, alles abzulehnen, was technologischen Fortschritt bringt. Man, man, man, wie wir uns abschaffen. Ich selbst bin Heavy-User von Codex und Claude, wenn man sich damit mal in der Gesellschaft beschäftigen würde, wären wir schon deutlich weiter.

  • Genau mein Humor. Öhm, nein Danke

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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