Spiele entwickeln ohne Programmieren
Roblox macht iPhone und iPad zum KI-Spielebaukasten
Roblox bringt die Spieleentwicklung direkt auf iPhone und iPad. Mit der neuen Funktion „Build“ soll künftig eine kurze Textbeschreibung genügen, um mithilfe künstlicher Intelligenz eine einfache spielbare 3D-Welt zu erstellen.
Build erscheint als neuer Bereich innerhalb der regulären Roblox-App. Nutzer können dort etwa ein Abenteuerspiel in einem Wald mit Hindernissen beschreiben. Die KI erzeugt daraus einen ersten Entwurf, der direkt ausprobiert und mit weiteren Anweisungen verändert werden kann, heißt es von offizieller Seite.
KI übernimmt mehr als die Grafik
Die Funktion soll nicht nur Landschaften und Figuren erstellen. Verschiedene KI-Modelle kümmern sich auch um Spielmechanik, Grafikstil und Ton. Programmierkenntnisse oder Erfahrung mit 3D-Modellen sollen für einfache Projekte nicht erforderlich sein.
Die auf dem Mobilgerät begonnene Welt lässt sich später in Roblox Studio am Mac oder Windows-Rechner weiterbearbeiten. Projekte und bisherige Anweisungen sollen dabei übernommen werden.
Veröffentlichung bleibt kontrolliert
Auch KI-generierte Spiele müssen die üblichen Sicherheitsprüfungen durchlaufen. Die Entwickler betonen zudem, dass automatisch erzeugte Welten nicht allein durch ihre Veröffentlichung prominent empfohlen werden. Für die Reichweite sollen weiterhin tatsächliche Nutzung und Qualität entscheidend sein.
Zusätzliche KI-Agenten sollen später Spiele selbstständig testen, Fehler finden und Entwicklern Vorschläge zur Verbesserung liefern. Eine Basisversion von Build ist kostenlos geplant, für umfangreichere Nutzung soll es Bezahloptionen geben.
Start zunächst in Neuseeland
Die öffentliche Alpha beginnt am 28. Juli in Neuseeland. Teilnehmen dürfen altersverifizierte Nutzer ab neun Jahren. Fertige Spiele können nach erfolgreicher Prüfung weltweit für verifizierte Nutzer ab 16 Jahren veröffentlicht werden.
Weitere Länder sollen folgen, einen Termin für Deutschland gibt es noch nicht. Mit Build sinkt die technische Einstiegshürde dennoch erheblich: Aus einer kurzen Idee soll direkt auf dem iPhone oder iPad eine spielbare Welt entstehen.


