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Gesprächsverlauf wird zum Werbeumfeld

ChatGPT-Werbung: OpenAI öffnet Anzeigenplattform breiter

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OpenAI baut das Werbegeschäft rund um ChatGPT weiter aus. Nachdem Anzeigen zunächst nur in den USA getestet wurden, hat das Unternehmen die Auslieferung inzwischen auf Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea ausgeweitet. Parallel öffnet OpenAI seine Vermarktungsplattform schrittweise für weitere Unternehmen. Über die Webseite für Werbung in ChatGPT können Werbekunden Konten anlegen, Kampagnen einrichten und Anzeigen für den KI-Dienst verwalten.

Chatgpt Werbung

Die Werbung selbst ist nicht neu. OpenAI hatte die ersten Tests bereits im Januar angekündigt. Betroffen waren zunächst volljährige Nutzer in den USA, die ChatGPT kostenlos oder mit dem günstigen Go-Tarif verwenden. Plus, Pro, Business und Enterprise sollten werbefrei bleiben. Im Februar begann die Auslieferung der Anzeigen, die jeweils getrennt von den eigentlichen Antworten erscheinen sollten.

Die jüngste Ausweitung zeigt nun, dass OpenAI den zunächst begrenzten Test schrittweise verbreitert. Deutschland gehört bislang nicht zu den genannten Märkten. Zugleich entwickelt sich die technische Infrastruktur für Werbekunden weiter. Der im Frühjahr gestartete Ads Manager soll nach und nach für zusätzliche Unternehmen geöffnet werden.

Der Gesprächsverlauf wird zum Werbeumfeld

Bei der Vermarktung stellt OpenAI vor allem den besonderen Kontext von ChatGPT heraus. Anders als eine klassische Suchmaschine kennt der Dienst häufig nicht nur einen einzelnen Suchbegriff. Aus dem Gespräch können auch Anforderungen, Einschränkungen und der Stand einer Kaufentscheidung hervorgehen. Genau dieser ausführlichere Kontext soll dabei helfen, passende Anzeigen auszuwählen.

OpenAI betont weiterhin, dass Werbekunden keinen Zugriff auf persönliche Angaben oder Unterhaltungen erhalten. Die Anzeigen sollen klar gekennzeichnet sein und die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen. Nutzer sollen zudem kontrollieren können, wie ihre Daten für personalisierte Werbung verwendet werden.

Chatgpt Ads Get Started

Die formale Trennung beseitigt allerdings nicht jeden Interessenkonflikt. Ein Chatbot wird auch für persönliche, berufliche oder gesundheitliche Fragen eingesetzt. Je genauer das System die Situation eines Nutzers versteht, desto wertvoller wird derselbe Gesprächskontext für die Auswahl von Werbung. Eine ehemalige OpenAI-Mitarbeiterin hatte deshalb davor gewarnt, dass aus dem vertrauten Assistenten schrittweise ein Werkzeug zur wirtschaftlichen Verwertung persönlicher Bedürfnisse werden könnte.

Aus dem Test wird eine Werbeplattform

OpenAI will Werbung nutzen, um den kostenlosen Zugang und den günstigeren Go-Tarif mitzufinanzieren. Parallel bietet das Unternehmen mehrere werbefreie Abonnements an, deren Preise und Nutzungslimits sich inzwischen deutlich unterscheiden.

Die Konkurrenz setzt teilweise andere Prioritäten. Anthropic will Claude weiterhin ohne Anzeigen betreiben. Perplexity hat eigene Werbeversuche beendet, weil bereits Zweifel an der Unabhängigkeit der Antworten das Vertrauen in den Dienst beschädigen könnten.

Für OpenAI geht die Entwicklung dagegen in die andere Richtung. Anfangs arbeitete das Unternehmen direkt mit einer kleinen Gruppe von Werbekunden zusammen. Inzwischen können Anzeigen auch über Agentur- und Technologiepartner gebucht werden, während der Self-Service Ads Manager schrittweise für weitere Unternehmen freigeschaltet wird. Neben der Abrechnung nach Einblendungen unterstützt OpenAI mittlerweile auch die Bezahlung pro Klick.

Mit der Ausweitung auf fünf weitere Länder verlässt ChatGPT Ads damit zunehmend den eng begrenzten US-Testbetrieb. Der Ads Manager bildet dazu die technische Grundlage für eine Vermarktung, bei der Unternehmen ihre Kampagnen selbst vorbereiten, steuern und auswerten können.

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Entwickler: OpenAI OpCo, LLC
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14. Aug. 2026 um 16:00 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    9 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Irgendwie müssen sie ja bald mal Geld machen und flüssig werden. Sonst wird es düster um alle anderen die denen Geld gegeben haben.

    • KI-Firmen wie OpenAI wollen nicht Werbung, sondern den Arbeitsmarkt umkrempeln: Sie ersetzen Jobs durch Automatisierung, drücken Löhne und bauen so Macht auf, finanziert durch einen Kreislauf aus Microsoft- und NVIDIA-Investitionen. Werbung dient als Beschleuniger um mehr Daten, User, Firmeninteressen usw unter einem Dach zu vereinen.

  • Das ist so grausam. Ich hab letens eine Farbe zum Sprühen gesucht. Jeder zweite Satz war: die Farbe xyz ist genau was Du suchst. Spoiler: falscher Farbtyp, ungeeignet für den vorhandenen Untergrund

  • Werbung geht gar nicht.
    Das bin ich bei der Aussage von Perplexity: das untergräbt das Vertrauen in alle Antworten.

    • Das ist doch totaler Bullshit, wirklich. Wer das nicht trennen kann, wird im Leben ständig Probleme haben. Du bringst mich wirklich zum schmunzeln. Aber du kannst ja gerne erklären, wie sie sonst ORDENTLICH Geld machen können, wenn du nicht bereit bist, zu bezahlen.

  • hoffentlich nur für die kostenlose Version.
    sonst können sie alle LLMs behalten

  • Die KI-Anbieter sollten die Gratis-Modell in der ersten Welt komplett einstellen. Hier sollte jeder für KI bezahlen müssen. Die Modelle mit Werbung dann für Länder, die es sich wirklich nicht leisten können. Das würde sehr viele Probleme auf einen Schlag lösen. Niemand würde hier auf KI noch verzichten wollen. Dann lieber Netflix und Co kündigen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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