Fortan mit laufend aktualisiertem Kontext
ChatGPT erhält neues Gedächtnis: OpenAI überarbeitet Erinnerungen
OpenAI stattet ChatGPT mit einer überarbeiteten Speicherarchitektur aus. Die neue Technik soll dafür sorgen, dass der KI-Chatbot Nutzerpräferenzen, laufende Projekte und persönliche Rahmenbedingungen zuverlässiger berücksichtigt. Zunächst wird die Funktion für Plus- und Pro-Abonnenten in den USA freigeschaltet. Weitere Länder sowie Nutzer der kostenlosen Version sollen in den kommenden Wochen folgen.
Die Speicherfunktion gehört inzwischen zu den zentralen Personalisierungsmerkmalen von ChatGPT. Bereits Anfang 2024 hatte OpenAI die Möglichkeit eingeführt, einzelne Informationen dauerhaft zu speichern. ifun.de berichtete damals über den Start des persönlichen Gedächtnisses von ChatGPT. Im Frühjahr 2025 wurde die Funktion anschließend auch in Deutschland verfügbar.
Vom Notizzettel zum laufend aktualisierten Kontext
Nach Angaben von OpenAI stößt das bisherige Verfahren bei längerer Nutzung an Grenzen. Gespeicherte Informationen können veralten oder an Relevanz verlieren. Nutzer mussten wichtige Details zudem häufig ausdrücklich als Erinnerung kennzeichnen.
Die neue Architektur basiert auf einem Hintergrundprozess namens „Dreaming“. Statt einzelne Notizen lediglich abzulegen, wertet das System zahlreiche frühere Unterhaltungen aus und erstellt daraus eine zusammengefasste Wissensbasis über den Nutzer. Diese soll kontinuierlich aktualisiert werden.
Praktisch bedeutet das: Wer ChatGPT bereits Informationen über seine Kameraausrüstung, Ernährungsweise oder Reisepläne mitgeteilt hat, soll künftig deutlich häufiger passende Empfehlungen erhalten, ohne die Angaben erneut nennen zu müssen. Gleichzeitig sollen veraltete Informationen automatisch angepasst werden. Aus einer geplanten Reise wird nach deren Ende beispielsweise ein vergangenes Ereignis.
Höhere Trefferquote bei Erinnerungen und Vorlieben
OpenAI nennt mehrere Bereiche, in denen die neue Technik bessere Ergebnisse liefern soll. Dazu gehört das Abrufen früherer Informationen ebenso wie das Berücksichtigen persönlicher Vorlieben. In internen Tests konnte das System deutlich häufiger relevante Nutzerdaten korrekt einbeziehen als frühere Speicherlösungen.
Neu ist außerdem eine Übersichtsseite, auf der Nutzer einsehen können, welche Informationen ChatGPT über sie gespeichert oder aus früheren Gesprächen abgeleitet hat. Dort lassen sich Angaben korrigieren, ergänzen oder entfernen.
Hinter der Umstellung steht auch ein technischer Aspekt. OpenAI hat den Rechenaufwand nach eigenen Angaben deutlich reduziert. Dadurch wird es möglich, die Funktion nicht nur für zahlende Kunden bereitzustellen, sondern schrittweise auch für Nutzer der kostenlosen Version. Bereits im Frühjahr hatte OpenAI auf Verbesserungen der Gedächtnisfunktion hingewiesen. Mit der nun vorgestellten Architektur soll daraus eine einheitliche Grundlage für alle ChatGPT-Nutzer werden.


Nun ja, ich lösche alle meine Chats immer nach spätestens 2 Tagen. Mir ist das sonst unbehaglich.
Warum?
Das Löschen der Chats bringt wenig, denn gemerkt hat es sich die KI trotzdem. Wenn man Erinnerungen löschen will oder diese partiell aussortieren möchte, muss man dies im Nutzermenü tun. Ob es dann wirklich im virtuellen Nirwana landet, ist ne ganz andere Sache.
Hört sich gut an, bin gespannt ob und wenn ja, wann wir es hier in D nutzen können
Nutze Chatty sehr viel für die Arbeit. Vor allem bei der Korrespondenz. Hier ist sehr hilfreich, wenn sich auf vergangene Themen bezogen wird. Bin gespannt