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Charles für iOS: Entwickler-Proxy arbeitet direkt auf dem Gerät

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Um den Datenverkehr von iOS-Anwendungen mitzulesen und so das Daten-Sendeverhalten zu kontrollieren (wie es die Stiftung Warentest regelmäßig macht) oder mögliche Fehler im Code frühzeitig zu erkennen (wie es in der Developer-Community an der Tagesordnung ist), setzten viele Entwickler auf sogenannte Proxy-Server.

Proxy Bislang

Anwendungen, wie etwa die quelloffene Proxy-App MITM, die erst kürzlich in Version 3.0 veröffentlicht wurde, oder der Mac-Download Charles haben sich hier in den vergangenen Jahre bewährt.

Auf dem Mac installiert, muss das iPhone nur noch für die Nutzung eines Proxy-Servers konfiguriert werden – dies geschieht in den WLAN-Einstellungen – und leitet seinen Datenverkehr anschließend grundsätzlich mit einem Zwischenschritt über den Rechner mit dem Proxy-Server und erst danach weiter ins Internet.

Am Mac lässt sich nun prüfen welchen Datenverkehr das iPhone verursacht, welche Web-Inhalte abgerufen werden und welche Verbindungen eine Applikation überhaupt aufbaut.

Proxy bald direkt auf dem iPhone

Eine Variante, die jedoch mit mehreren Einschränkungen zu kämpfen hat. So muss die Proxy-App nicht nur auf dem Mac laufen, auch müssen die Proxy-Einstellung auf dem Mobil-Gerät immer wieder umständlich aktiviert werden. Zudem können so nur WLAN-Verbindungen kontrolliert werden, soll jedoch das Daten-Sendeverhalten einer App im Mobilfunknetz überprüft werden, kommt man hier nicht weiter.

Charles Ios

Nachteile, die die iOS-Applikation „Charles für iOS“ in wenigen Tagen aus der Welt räumen wird. Die App, die aktuell noch auf den Zugang zum App Store wartet, kommt aus der Feder des Entwicklers Karl von Randow, der bereits für die gleichnamige Mac-Anwendung verantwortlich zeichnete.

„Charles für iOS“ legt einen Proxy-Server direkt auf dem Gerät ab und nutzt dafür ein virtuelles VPN-Interface, das ausschließlich lokal arbeitet und den Datenverkehr eures Telefon mitschneidet.

Die App, der aktuell noch ein Verkaufspreis und ein offizieller Veröffentlichungstermin fehlen, wird sich mit dem Umlegen eines Schalters aktivieren lassen und notiert anschließend den gesamten Datenverkehr von iPhone oder iPad.

von Randow hat Charles für iOS im Rahmen der Swift-Konferenz „try! Swift Tokyo 2018“ vorgestellt. Wir haben den Mitschnitt im Anschluss eingebettet.

Montag, 19. Mrz 2018, 11:57 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Kann man mit dem Proxy auch anonym surfen?
    Ich kenne mich mit dem Thema nicht gut aus, weiß aber, dass vpn und Proxi helfen
    Kann man auch mit charles anonym surfen?

    • Nein. Dafür müsstest Du über einen anonymen (externen) Proxy-Server gehen, der dann Deine IP nicht weitergibt (wobei Du Dir da ohnehin nie sicher sein kannst). Ein lokaler Proxy hilft Dir da nicht, deine externe IP zu verschleiern.

  • Sehr cool. Fraglich, ob Apple solche Apps im Store lässt?

    • Ich denke auch, dass Apple die App sofort wieder aus dem Store kegelt oder erst gar nicht zulässt. Ähnliches ist ja auch mit den virtuellen Print-Servern (Print to PDF) etc. passiert, indem die Ports für localhost bzw. 127.0.0.1 gesperrt wurden. Mal schauen.

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