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Neue Warnmeldungen können empfangen werden

Cell Broadcast: iPhones sind bereit für DE-Alert und den 8. Dezember

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51 Kommentare 51

Mit den vergangene Woche verteilten iOS-Updates hat Apple das iPhone auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern für den Empfang von „Cell Broadcast“-Nachrichten bereit gemacht. Damit steht dem Empfang der hierzulande neuartigen Warnmeldungen bei mit aktueller Software ausgestatteten Apple-Geräten nichts mehr im Weg. Der erste Test wird bereits in vier Wochen am 8. Dezember stattfinden.

Cell-Broadcast-Warnungen sollen in Deutschland künftig als ergänzender Kanal zu entsprechenden Warnungen über Radio, Fernsehen und Apps wie NINA und KATWARN eingesetzt werden. Die Grundlagen hierfür wurden nach der Flutkatastrophe im Juli vergangenen Jahres geschaffen, wo die bereits vorhandenen Warnkanäle zum Teil ausgefallen sind und versagt haben. Für den Einsatz von Cell Broadcast mussten einerseits erstmal die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland geschaffen werden, darüber hinaus war die Technik hierfür bislang auch nicht bereit. Den Netzbetreibern zufolge war damit verbunden unter anderem eine zusätzliche Abstimmung mit den Geräteherstellern erforderlich.

Cell Broadcast Einstellungen Iphone

Apple-Nutzer, die auf ihren Geräten eine aktuelle iOS-Version installiert haben, sollten die mit Cell Broadcast verbundenen zusätzlichen Schalter jetzt in ihren iOS-Einstellungen im Bereich „Mitteilungen“ sehen. Scrollt euch in der abhängig von der Anzahl der installierten Apps teils auch recht langen Liste ganz nach unten, dort befindet sich nun die neue Rubrik „Cell Broadcast Alerts“ (das wird Apple in Zukunft wohl noch übersetzen).

Standardmäßig ist hier der Empfang von Warnungen bei extremer Gefahr sowie von allgemeinen Gefahreninformationen aktiviert. Wer möchte, kann zusätzlich den Schalter für die Testwarnungen umlegen, dann solltet ihr am bundesweiten Warntag am 8. Dezember auch die erste in Deutschland über Cell Broadcast verschickte Warnmeldung erhalten. Der offizielle Start es Systems ist dann für Ende Februar 2023 vorgesehen, von da an wird Cell Broadcast ins sogenannte Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) integriert und kann von allen beteiligten Leitstellen genutzt werden.

Wie funktioniert Cell Broadcast

Die Voraussetzung für den Empfang der Nachrichten ist natürlich, dass das Gerät eingeschaltet ist. Allerdings genügt die Verbindung zu einem Mobilfunkmast und der mit dem Versand der reinen Textnachrichten verbundene extrem geringe Datenverkehr lässt sich auch in überlasteten Mobilfunknetzen realisieren. Zudem lassen sich die Warnmeldungen gezielt für bestimmte Bereiche versenden, da die Nachrichten konkret an einzelne Funkzellen ausgespielt werden.

Der Datenverkehr verläuft dabei vollständig anonym und anders als bislang muss auch keine App installiert werden oder eine Internetverbindung bestehen. Der Verteiler für die jeweilige Funkzelle verschickt die Nachrichten quasi blind an alle gerade bei ihm eingebuchten Geräte.

Danke René

02. Nov 2022 um 06:38 Uhr von chris Fehler gefunden?


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    51 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Nützt natürlich wenig wenn es Nachts passiert und das Handy z.B. im Wohnzimmer und man selbst im Schlafzimmer liegt.

    • Dann nützt dir keine der zur Verfügung stehenden Warn Möglichkeiten. Meist gibt es ja dann noch Sirenen im Ort oder schreiende Menschen ;)

    • Na dann kann man das ja gleich sein lassen und sich auf TV/Radio beschränken. Die sind ja in der Regel während dem Schlaf an und man bekommt alles mit.

    • Es ist ja nur ein zusätzlicher Kanal und nicht die einzige Lösung.

      Bei uns gingen letzte Woche mitten in der Nacht die Warnsirenen an. Keine Ahnung wie wir hätten herausfinden können wovor gewarnt wurde. Flut? Erdbeben? Feuer? Rauch/Gas? Godzilla? Kurzschluss in der Sirenensteuerung?

      Es hat nur eine Minute gedauert, deswegen sind wir von einem Fehler ausgegangen. Am nächsten Morgen nichts bei NINA, der Seite des Landkreises oder der Stadt, nichts im Radio oder in Lokalblättchen. Nichts auf der Infoseite der Feuerwehr oder Polizei.

      So kann man den Leuten natürlich auch bei bringen die Sirenen nicht ernst zu nehmen…

      Solange es keine direkte Info gibt wovor gewarnt wird, hilft das alles nur recht wenig.

      • Der Sirenenalarm ist immer nur eine Minute lang. Es kommt halt darauf an, mit welchem Ton gewarnt wird.

        Eine Minute Heulton: Radio an oder im Internet gucken, was los ist.

        Eine Minute Dauerton, der zwei Mal unterbrochen ist: Alarmierung für die Feuerwehr. Kein To-Do für die rechtliche Bevölkerung.

        Eine Minute Dauerton ohne Unterbrechung bedeutet Entwarnung.

      • Dass die Feuerwehr vermutlich die Adressat ist haben wir uns auch gedacht. Nur gewusst eben nicht. Mitten in der Nacht ist es auch ein bisschen schwer innerhalb einer Minute so wach so zu werden, dass man auch noch verschieden Alarmtöne entziffern könnte.

        Da wäre es für Normalbürger einfach praktisch eine zentrale Anlaufstelle zu haben, wo man sehen kann was/warum/wofür gewarnt wurde.

      • Bei den drei aufheulern für die Feuerwehr hat der rest der Bevölkerung achtsam zu sein da die Freiwilligen feuerwehrleute dann zur wache fahren und dabei eventuell etwas „rücksichtsloser“ sind

      • Godzilla ist gefühlt übrigens genau das eine, was 2022 noch für uns bereithält.

      • Einfach mal bei der nächsten Polizeidienststelle anrufen (nicht die Notrufnummer!) und da werden sie sicher geholfen.

    • Dann kann man es ja auch gleich seinlassen und sich das geld für CellBroadcast sparen.
      Danke für den Hinweis

    • Der Ton ist irrwitzig laut. Lauter als man es vom iPhone kennt und schrill dazu. Du wirst bestimmt wach werden (und die Nachbarn auch).

    • Jo Mei! Wenn ich penne ist es aus und daher hoffe ich das sie endlich wieder die Sirenen überall montieren damit mich diese Wecken. Wenn nicht ist das wohl mein persönliches Lebensrisiko denn anlassen werde ich das Ding nicht

    • Kommt darauf wie weit die Zimmer voneinander weg sind. Bei manchen ist es auch ein Zimmer.

  • Bin ja skeptisch….

    Lustig dass zB Polen so ein System hat und dieses sehr gut funktioniert! (Und das bereits vor Juli letztes Jahr)…

      • Ich denke das „witzige“ sollte wohl der Alltags-Rassismus sein, der in seinem Post steckt.

      • @Peter Du kannst in dem Kommentar „Alltags-Rassismus“ lesen? Du tust mir leid. Wegen Leuten wie dir, wird der Begriff Rassismus völlig weichgespült!

      • @Jörg
        Oh, ich wollte doch nicht das ich dir leid tue. Sorry!

        Aber vielleicht hast du ja auch eine total logische und fesche Erklärung warum der Autor es „witzig“ findet, dass unsere polnischen Nachbarn ein sehr gut funktionierendes Warnsystem haben. Bin gespannt…

      • @ Peter Das hat damit zu tun, dass Polen eine deutlich schwächere Wirtschaftsleistung als DE hat und es trotzdem vor DE schafft, ein funktionierendes System zu installieren. Und das hat überhaupt nichts mit Rassismus zu tun! Nun verstanden? Nicht immer gleich versuchen, jemanden in ein schlechtes Licht zu rücken. Und offenbar fühltest du dich getroffen, denn es war dir ja ein Anliegen auch noch Stunden nach meinem Kommentar zu reagieren.

  • Johnny Kasuppke
  • Ich weiß noch, wie ich vor 20 Jahren oder so während einer Busfahrt irgendwo im Mittelmeerraum fasziniert auf mein Nokia gestarrt habe. Dort lief in regelmäßigen Abständen entweder die Festnetz-Vorwahl oder der Name der nächsten größeren Ortschaft als CB unten durch das Display. Sozusagen aus Langeweile, weil es zum Glück nichts anderes zu vermelden gab. Soweit zur „neuartigen“ Technologie.
    ;-)

    • Das gab es auch in D schon in den 1990ern. O2, damals noch VIAG Interkom hat auch angezeigt, ob man in der sog. „Homezone“ ist. Auch Vodafone, damals Mannesmann D2, zeigte die aktuelle Ortsvorwahl an, in der man sich gerade befand.

  • Da werden sich dann im Dezember etliche bestätigt fühlen, die jetzt sagen „Funktioniert eh nicht“, die allerdings nicht wussten, dass man Test Warnungen extra aktivieren muss.

  • Ich verstehe nicht, warum man in Deutschland immer meint zuerst selbst ein besseres System entwickeln und etablieren zu müssen, als auf bewährte Systeme und Verfahren zu setzen, die es schon gibt und von etlichen EU-Ländern bereits eingesetzt werden. Das ist an Arroganz fast schon nicht mehr zu überbieten. Man hätte Cell-Broadcasting in Verbindung mit den „Warn-APIs“ von Apple und Google von Anfang an nutzen sollen, dann hätte man sich auch einiges an Entwicklungskosten für die NINA-App gespart.

  • Neulich im Urlaub in den USA gabs auf iPhone und Apple Watch eine vermissten Meldung der Polizei.
    Da das auch noch in einem Saal für ein Konzert war ging ringsum der markante Ton umher da der Rest dort auch diese Meldung bekommen hat.
    Man war kurzzeitig etwas erschrocken.
    Der link in der Nachricht führte dann zu Twitter.

  • Wer hat’s erfunden? Die Deutschen haben’s erfunden….und dann vergessen. Man konnte kein Geld damit verdienen.

  • In Griechenland auf Kos vor ziemlich exakt zwei Jahren hat das sehr gut funktioniert. Jedes Handy und auch die Apple Watch am Arm meldeten das Erdbeben und die Warnung vor der eventuellen Flutwelle, welche zum Glück ausblieb.

  • Warum ist der Abschnitt denn gaaaaaanz unten?

    Per default war die Testwarnung bei mir deaktiviert, demnach werden sich sicher am 08. Dezember viele wundern warum bei ihnen nichts gekommen ist.

  • Bei mir heißt der Punkt schon „Bevölkerungsschutzwarnungen“

  • Weis jemand was Griechenland für eine Technologie dafür verwendet?
    Ich war 2020 mit meiner Familie auf Rhodos als es eine Tsunami-Warnung gab.
    Da hat jedes Gerät (ein iPhone XS, ein S10 und ein A50 von Samsung) diese Warnung ausgegeben.

    • Die gleiche, nur dreistellige Codes. EU-Alert ist aber vierstellig, das geht nur bei den neueren Telefonen bzw. mit Update. Es wird aber parallel wohl auch dreistellige Codes geben, eben für ganz alte Telefone.

  • ich bin gerade in den Niederlanden und hier steht im Menu:

    Offizielle Warnmeldungen

    • Notfallhinweise (on/off)

    ändert das, wenn man wieder in Deutschland ist?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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