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Zentrales Serviceportal mit digitaler Wallet

Bürger-App des Bundes: Digitalminister plant bundesweites Angebot

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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger treibt die Pläne für eine einheitliche Bürger-App voran. Auf einer Konferenz des Handelsblatt in Berlin skizzierte er das Projekt als künftigen Zugangspunkt zu staatlichen Leistungen. Konkrete Funktionen sollen im Sommer vorgestellt werden.

Wildberger

Digitalminister Dr. Karsten Wildberger | Bild: BMDS/Woithe

App und digitale Identität aus einer Hand

Gedacht ist die Anwendung als digitale Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung. Über das Portal sollen sich Behördentermine organisieren, Anträge digital einreichen und Statusmeldungen abrufen lassen. Ergänzt wird das Angebot durch eine elektronische Brieftasche für das Smartphone.

In dieser können amtliche Nachweise wie Personalausweis, Führerschein oder Altersbestätigungen hinterlegt werden. Damit soll es möglich sein, die eigene Identität im Netz nachzuweisen und Dokumente rechtssicher zu signieren. Wichtig: Die Teilnahme ist freiwillig.

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Nach Darstellung des Ministers soll die Lösung Abläufe vereinfachen und Wartezeiten reduzieren. Unternehmen könnten Verwaltungsverfahren schneller erledigen. Zugleich wird betont, dass die Kontrolle über persönliche Daten bei den Nutzern verbleibt. Fragen des Datenschutzes und der Altersprüfung im Internet spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Mit Blick auf soziale Netzwerke spricht sich Wildberger für verbindliche Altersgrenzen für Minderjährige aus.

Machtfrage bei der digitalen Modernisierung

Der Ansatz setzt auf ein sichtbares, alltagstaugliches Angebot, das verschiedene staatliche Dienste bündelt. Beim Focus vermutet man, dass die Plattformlogik, bei der eine zentrale Anwendung mehrere Funktionen vereint, auf die Zeit Wildbergers bei MediaMarktSaturn zurückzuführen ist.

Politisch relevant ist zudem der sogenannte IT-Zustimmungsvorbehalt des Hauses. Bei umfangreichen Digitalvorhaben anderer Ressorts kann das Digitalministerium Vorgaben zu technischen Standards machen und Projekte prüfen. Diese Rolle dürfte an Gewicht gewinnen, wenn im Zuge der Haushaltsplanung für 2027 über neue IT-Investitionen entschieden wird. Da zahlreiche Ministerien eigene Digitalprogramme verfolgen, ist eine enge Abstimmung erforderlich.

Ob es gelingt, die unterschiedlichen Interessen zu koordinieren und einheitliche Strukturen durchzusetzen, wird maßgeblich für den Erfolg der angekündigten Bürger-App sein. Wie gesagt: In wenigen Monaten, dürften wir den ersten Prototypen sehen.

27. Feb. 2026 um 12:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    80 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Läuft das dann alles weiterhin nur über eine Faxnummer?? ^^

  • Wird doch eh Nix in Deutschland welches mindestens 20 Jahre hinterher hängen tut . Deutschland soll es doch einfach sein lassen bitte Deutschland ist ein Dritte Welt Land geworden

  • Ich finde das phantastisch und freue mich sehr drauf. Bin aber genau so davon überzeugt, dass es auch in 20 Jahren noch genügend Ewiggestrige in D gibt, die diese Entwicklung ablehnen weil sie sich zu sehr als „gläserner Bürger“ fühlen. (Ich schreibe das übrigens absichtlich in Anführungszeichen)

  • Deutschland ist die drittgrößte Industrie-Nation. Bei der Rate von Menschen mit Internetzugang liegt Deutschland mit 97% in der Spitze, vor dem USA, China und weit vor Japan.

    Man muss das Selbstzerfleischen mal lassen. Klar, wir können sehr viel verbessern und der Digitalbereich gehört dazu, aber man sollte auch auf dem Teppich bleiben.

    • Das heißt aber noch lange nicht, dass die Gruppe der über 80jährigen mehrheitlich mit einer Smartphone-App des Bundes klar kommen würde. Das ist eine Generation, die in der Kindheit – wenn sie aus dem dörflichen Osten kommt – gerade mal Licht hatte. Für die ist oft genug schon ein Feature-Phone nicht so einfach zu handhaben. Und was auch viele gern vergessen: In dem Alter ist man und frau nicht mehr so fit, wie mit 20. Mit anderen Worten: Wäre schön, wenn diese Personengruppe auch noch am Leben teil haben könnte. Es gibt immer mehr, was für diese Personengruppe kaum noch erreichbar ist, es sei denn, sie kann mit diesen Technologien umgehen. Ja, die gibts auch, aber eine Mehrheit ist das in dieser Altersgruppe definitiv nicht.

      • Es wird auch nirgends gesagt, dass 80-jähriger Bürger gezwungen werden, diese App zu benutzen. Lasst doch die Kirche mal im Dorf. Aber andere Bürger, die diese App benutzen können und wollen, werden damit evtl. ein leichteres Leben haben.

        Dieses Ausrichten an „es muss aber allen Bürgern zu 100% passen“ ist ein absoluter Irrweg.

      • Warum müssen die aus dem Osten kommen frag ich mich?

      • Ist eine aussterbende Zielgruppe.

      • Das ist zwar sachlich nicht inkorrekt, trotzdem aber ob der Wortwahl an Zynismus, Takt- und Respeklosigkeit schwer zu überbieten.

      • Das ist nicht nur bei den 80 jährigen so, selbst viele die 50-60 sind haben oft Probleme mit der Technik, vieles ist für die ältere Generation einfach zu kompliziert egal ob am Pc oder Smartphone.
        Es wird vieles Digital umgesetzt aber leider fallen genau unsere Älteren hinten runter.
        Es gibt nur wenige echt gute Lösungen auf dem Markt die zudem recht teuer sind.
        Daher sollte auch dringend an die ältere Generation gedacht werden.

    • Constantin Opel

      Die Frage ist wohl weniger, wieviel Prozent das Internet nutzt, sondern eher,, für was diese Menge das Internet nutzt.

  • Hoffen wir alle mal, dass es gelingt. Es wäre auch förderlich, wenn die Länder und Kommunen einheitlich mitziehen und sich einer einheitlichen Plattform anschließen würden. Mal ganzheitlich im Sinne der BRD denken und nicht den Föderalismus vorschieben, wenn es insgeheim doch individuelle politische Eigeninteressen sind, die schnellgeschossene Insellösungen schaffen. Ansonsten befürchte ich eine ähnliche Stückelung wie die OZG Leistungen.

  • Hier wird wieder fleißig gemeckert, aber das ist es doch was letztlich gebraucht wird. Keine 400 apps, sondern eine für alle. Andere Nationen haben das schon lange. Man kann jetzt weiterhin draufhauen, aber es ist doch schön, dass sich zumindest mal ein Bisschen was tut.

  • Ach wäre das schön, leider macht ja in Deutschland jeder kleine Landesfürst und jede Kommune ihren eigenen Kram. Es wird Zeit den Föderalismus auf das absolut Notwendige zu begrenzen. Umzug einer Familie ist ja schon eine Katastrophe beim Schulwesen, Kiga usw.
    Ich hoffe einfach immer weiter.

    • Das sehe ich ähnlich. Das Problem ist ja, dass zu beginn der Computerisierung jede Kommune und innerhalb der Kommunen jede Verwaltungsinstanz ihr eigenes System gebaut hat und zudem die meisten extrem abhängig von Microsoft ist was Datenbanken, etc. angeht. Vereinheitlichung und Schnittstellen ziwischen Ämtern sind dadurch wahnsinnig schwierig und teuer einzurichten.
      Sagt zumindest ein Freund von mir, der IT in der Stadtverwaltung macht…

    • Constantin Opel

      Diktat und schneller und machmal auch effizienter als Diskussion und Abstimmung. Aber einen „halben Schnäuzer“ gibt es nicht.

  • Den digitalen Perso gibt es doch schon. Warum baut man da nicht einfach weiter auf.
    Immer wieder neue Software, die dann wieder Probleme aufzeigt im Rahmen Datenschutz und auch nicht bei allen Behörden kompatibel ist, weil jede wieder ein eigenes System hat.
    Ich darf nicht drüber nachdenken.
    Da werden wieder Millionen € Steuergeld ausgegeben und später alles wieder eingestampft :(

  • Prof. Dr. Guido Noelle

    Hoffentlich wird das nicht so Grotten schlecht wie die App für den fahrzeugschein. Tausende Fehler und nix passiert

  • @ifun Was ist gemeint mit : „Wichtig: Die Teilnahme ist freiwillig.“

    Bedeutet das die Teilnahme auf Seiten des Bürgers oder der Verwaltungen? Werden dann auch Landes- und Kommunalverwaltungsdienste darüber gebündelt?

    Danke für die Erläuterung :-)

    • Das ist genauso freiwillig wie die elektronische Patientenakte, die bald für Terminvergabe, Überweisungen usw. benötigt wird. Dann ist mit Freiwilligkeit nämlich auch nix mehr wenn man einen Termin beim Arzt will… und so wird es auch hier laufen.

      Und nein, ich bin nicht gegen Digitalisierung, ganz im Gegenteil. Ich bin nur für Wahlfreiheit, die in Demokratien selbstverständlich sein sollte. Aber hey, nachdem ihr schon über Klarnamen-Pflicht und andere autoritäre Bestrebungen nachdenkt, passt das doch ganz gut :-) Den Leuten fällt es doch sowieso nicht auf, denen kann man alles erzählen.

  • Kleiner Tipp für die Verantwortlichen: Fragt mal die Österreicher, ob sie euch deren Lösung einfach verkaufen. Da funktioniert das schon seit Jahren sehr gut. Ich befürchte aber fast, dass man lieber einige Jahre mit einer eigenen Entwicklung verschwenden will.

  • Überwachung beginnt mit „angeblich vereinfacht“!
    Merz will klare Namen im Internet… Ich bin volldigitalisiert und bezahle trotzdem – neben meinen fünf Banken und deren digitalen Karten – bar. Jeder Schritt wird überwacht. Irgendwann macht man einen Fehler, sagt etwas, das der Obrigkeit nicht passt, und dann wird man gesperrt! Aber die Besserwisser und Weltverbesserer sehen nicht weiter, als die Nase erlaubt. Ich habe über 20 Jahre Politik gemacht – ich weiß, wovon ich rede.
    Die Unerfahrenen werden leider mit dem Verlust ihrer eigenen Freiheit und dem Verbot von Grundrechten bestraft – und Prost auf die Überwachung. Kein Land der Welt hat es geschafft, sich in vier Jahren so zu vernichten wie Deutschland. Aber die Jungen und Systemtreuen wollen das nicht wahrhaben.

  • Das ich nicht lache…
    seit monaten ist die i-KFZ App draussen und die schaffen es nicht, das dort nicht angezeigte Beiblatt eines KFZ scheins rein zu bringen. Hier wollen sie von einer Walletapp sprechen? xD genau mein Humor.

  • … wer schon einmal umgezogen ist und mit der bestehenden digitalen Umwelt des Bundes einfach mal eben den neuen Wohnsitz ändern möchte, merkt schnell, dass alles so gut und reibungslos läuft wie bei der Bahn.

  • Die Fahrzeugschein App hat mich überzeugt. Ich hoffe dieser Standard wird gehalten

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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