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Kinder "hacken" Beschränkungen

Bildschirmzeit: Vollbild und Widget umgehen Sperrzeiten

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Warum es vor allem Heranwachsende sind, die die Passcode-Sperre des iPhones und neuerdings auch die Bildschirmzeit-Einschränkungen immer wieder umgehen und nebenbei gravierende Bugs wie etwa die Facetime-Abhörlücke Anfang des Jahres entdecken, liegt auf der Hand: Hier werden noch vorhandene Hartnäckigkeit, der jugendliche Entdeckergeist und genügend freie Zeit so lange miteinander kombiniert, bis das selbst gesetzte Ziel über Umwege erreicht wird.

Bildschirmzeit

Von einem aktuellen Beispiel konnten wir erst kürzlich berichten. Ende Juli entdeckte die Achtjährige eines ifun.de-Lesers, wie sich YouTube auf Geräten mit aktivem Safari-Verbot dennoch nutzen lässt.

Ist die Nutzung von Safari in den Bildschirmzeit-Einstellungen untersagt – Einstellungen > Bildschirmzeit > Beschränkungen > Erlaubte Apps > Safari ausschalten – lässt sich die Fotos- oder gar die Kamera-App zum provisorischen Browser umfunktionieren.

Dazu muss lediglich ein Video und im Anschluss die Freigabe-Option über YouTube ausgewählt werden. Sind keine YouTube-Konten im System hinterlegt, öffnet sich hier ein Browserfenster, das für eigene Online-Ausflüge zweckentfremdet werden kann.

Weitere Beispiele erreichen laufen momentan aus Übersee ein.


Andrew Paprocki berichtet ebenfalls von seiner achtjährigen Tochter. Diese hat festgestellt, dass Bildschirmzeit das YouTube-Widget in der Nachrichten-App anders behandelt als die YouTube-Applikation und dessen Nutzung der Kategorie „soziale Netze“ zuordnet. Ist man gewillt YouTube in der Nachrichten-App zu durchsuchen und die Videoauswahl direkt hier zu konsumieren, lassen sich gesetzte Bildschirmzeit-Sperren so umgehen.


Den Sohn des Twitter-Nutzers Nathan Fritz hat herausgefunden, dass Safari sich selbst bei einsetzender Bildschirmzeit-Sperre noch kurz öffnen lässt und weiter Videos abspielt, wenn diese nur schnell genug in den Vollbildmodus geschaltet werden.

Dienstag, 13. Aug 2019, 6:56 Uhr — Nicolas
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  • Gibt es auch eine Möglichkeit sich die Daten für mehr als 6-Tage zurück anzuschauen? Ggf. auch so detailliert wie „heute“?

  • Ich habe auch Probleme mit der Bildschirmzeit. YouTube installiert, hat seinen eigenen Account, aber bei Überschreitung des Limits greift die Bildschirmzeit nicht (keine Sanduhr) weiß nicht warum. Habe das in der App auf 1 Stunde tgl. heruntergesetzt. Jemand eine Idee.

    In letzter Konsequenz lösche ich die Apps vom Handy, weil mein Sohn das mit 12 nicht auf die Kette bekommt auch nach 1,5 std. mal selber auszuschalten.
    Wenn ich in der Bildschirmzeit schon sehe 3-3,5 std. YouTube quilt mir der Kamm.
    Bin ich zu spießig?? Muss man mehr mit der Zeit gehen? Bin mir da immer nicht so sicher. Ich hänge auch schon viel am Gerät.

    • … übrigens, gehe jetzt noch ein paar Seiten im Buch (Papier) lesen und dann zur Arbeit ;-)

    • Schwer zu beantworten. Mit 27 Jahren fühle ich mich persönlich noch zwischen Jung, Jugendlich und alt und erwachsen. Kann also mehr oder weniger beide Sichtweisen verstehen und war als „Kind“ auch viel am Rechner. Zudem verstehe ich die Problematik aus der Sicht eines „nicht-kinds“. Schwer…

    • YouTube ist das neue Fernsehen. Wie lange hab ich als Kind vor dem TV gesessen.. aber das kann man heute kaum noch machen. Letztens erst wieder einen Film auf ProSieben angeschaut. Gefühlt kommen dort alle 10Minuten 5Minuten Werbung. Dann doch lieber Netflix und Co.

    • Stellst du die Zeit in der YT-App ein? Dort kommt nur ein freundlicher Hinweis, man solle doch mal Pause machen.
      Du musst die Zeit einschränken in der Einstellungen-App -> Bildschirmzeit
      Davon abgesehen finde ich 3h noch gar nicht so wild, zumindest wenn es halbwegs sinnvolle Inhalte sind, und das Kind auch noch was anderes macht.

    • Du bist damit nicht allein. Mit unseren verhält es sich genauso. Neben Bildschirmzeit haben wir zudem einen Tag in der Woche ausgemacht, den sie sich selber aussuchen dürfen, wo sie das Handy ganz aus lassen. Und dann gibt es einfach auch immer wieder Momente, wo sie sie angeben müssen, bis z. B. bestimmte Aufgaben erledigt worden sind. Aber eigentlich geht es ja nicht nur um Bildschirmkonsum sondern auch um fehlenden zwischenmenschlichen persönlichen Austausch und Aktivität. Und da haben wir auch die Anforderung, dass sie sich ein Musikinstrument und einen Sportverein aussuchen dürfen/sollen und regelmäßig mit Freunden raus. Wenn da ein gesundes Gleichgewicht zu sehen ist, dürfen sie sich auch immer wieder mal neue Apps und Spiele laden.
      Das funktioniert untern Strich sehr gut und braucht vor allem direkte Kommunikation und weniger Bildschirmzeitkontrolle.

    • Ich finde man könnte es etwas lockerer sehen. Diese ganzen Bildschirm Zeit Einstellungen. Sind manchmal nützlich, aber so streng muss man zu den Kinder mich sein. Kommunikation funktioniert heute anders. Auch wenn viele sagen, treffen ist besser als Schatten, Video Telefonie und Co. redet man ja immer noch miteinander. Auch wenn die Faulheit so weiter wächst, ist das Smartphone für die Kinder ja auch nützlich.

    • Bist nicht allein. Bei unseren zwei (10/12) verhält es sich genauso. Von alleine ausmachen? Das können die nicht. Und ohne Bildschirmzeit kamen da oft zwischen 3-8 Std / Tag raus. Hatte die App schon gelöscht, aber dann doch wieder installiert, einfach weil YouTube irgendwie dazu gehört und die Kids dann in der Schule nichts zu quatschen haben. Die Interessen sind anders heute. Dennoch sind mir 3-5 Std/Tag auch zu viel. Da Sie es von alleine nicht gebacken bekommen haben Sie jetzt 1 1/2 Std pro Tag. Das reicht auch. Früher war man noch draußen. Heute sitzen die alle in der Bude. Zum heulen. Aber rausjagen ist auch nix, ist ja keiner mehr da. Gutes Zureden funktioniert 1-2 Tage. Dann driftet es wieder ab. Irgendwie fühlt man sich hilflos. Ich denke dann immer daran, das ich selbst auch viel am PC saß.
      Und es tröstet doch ein klein wenig, das die „andern“ Kids genau gleich sind. Irgendwie sind sie alle gleich. Das hilft. Heute verstehe ich meine Eltern, waren auch immer in Sorge und aufgehört vorm PC hab ich auch nie ;-)
      Demnach denke ich das alles so läuft, wie nunmal der Gang der Zeit ist. Hab mich damit abgefunden. Wir sprechen dann halt öfters darüber was Sie angesehen haben. So bekomme ich wenigstens noch mit, was sie sehen. Meistens sowieso Fortnite (auch sowas, da schauen Sie den Idioten in YouTube zu, anstatt es selber zu spielen. ) Mir unbegreiflich. Sie mögen es. Naja. Geschmäcker usw.

    • Sorry das ich Den vorherigen Kommentar von heute morgen geschrieben habe, habe nicht nachgedacht. Ihr Eltern müsst das selber wissen, wie ihr das macht. Sorry, tut mir leid. Ich bitte euch mir zu verzeihen.

  • Mein Eindruck ist, dass bei Apple vieles zunehmend halbherzig umgesetzt wird. Das liegt wahrscheinlich am Konkurrenz- und somit auch am Zeitdruck. Ein weiteres Beispiel ist die HomeKit-Konnektivität. In Sachen Synchronität ist da viel Luft nach oben.

  • Auch WhatsApp lässt sich weiter nutzen nach der Sperrzeit. Meine Tochter bekommt dann immer noch die Nachrichten auf die Apple Watch und beantwortet sie darüber auch.
    Auch das sperren der Fotos und der Kamera wird einfach übergangen, in dem man über die Einstellungen den Hintergrund „ändern“möchte. Ergo Zugriff auf Alben und Kamera.
    Einfachst Lösung, Handy aus und wegnehmen.

  • Das „hacken“ in der Überschrift muss nicht in Anführungszeichen gesetzt werden. Es ist nunmal ein Hack, wenn auch sehr simpel…

  • Ich glaube die Herausforderungen sind die Eltern. Wer sich einfach bei Kindererziehung auf Systeme verlässt und diese dann auch noch als „dumm“ bezeichnet, sollte sich überlegen was „Eltern sein“ bedeutet und welche Aufgaben dazu gehören.
    Nur weil mein Kind so „schlau“ ist und (aus Wut) schnell 2 Tasten drücken kann, weil mein Vater nur 30 Minuten iPad-Nutzungszeit eingeräumt hat, sage ich nicht: Scheiß iOS / iPadOS, sondern: Ok mein Sohn, entweder 30 Minuten oder du bekommst dein FisherPrice Zeichentablet wieder.

    • Einfach nur ein +1 mit vielen !!!!

      Schön auf das Kernproblem gebracht!

    • In jedem dieser Themen, gibt es einen, der wahrscheinlich nicht mal selbst Kinder hat, aber anderen erzählen will, wie man Kinder erzieht. Wenn du nicht zu Hause bist, weil du arbeitest, musst du über Hilfssysteme den Kindern die Möglichkeiten reglementieren, weil sie während der Benutzung einfach kein Zeitgefühl haben. Mein „2-jährige versucht immer den Code herauszufinden für die Bildschirmzeit.

      Das gleiche an der PS4. Wenn die Fortnite mit Freunden oder allein zocken, schauen die zwischendurch nicht auf die Uhr.
      Habe dann auch schon mal das WLAN gekappt, wenn er der Aufforderung auszumachen nicht nachgekommen ist, weil die Runde noch nicht zu Ende war. In den Ferien ist das etwas anderes, aber in der Schulzeit nehme ich die Controller immer mit, dann ist Mo-Mi/Do eh nichts mit PS4. Aber die Kids verabreden sich heutzutage halt über WhatsApp zum gemeinsamen Fortnite zocken und reden dann innerhalb des Spiels miteinander.

  • Mein Sohn (11) hat herausgefunden, dass wenn er Youtube über Safari im Vollbildmodus anschaut, die Zeit Sperre der Bildschirmzeit zwar 5 Minuten vorher warnt, aber dann nicht greift. Er kann also trotz abgelaufener Zeit ewig weiterschauen. Wir haben immer wieder Ärger, weil mehr Zeit genutzt wird, als wir eingestellt haben.

  • „Hartnäckigkeit, der jugendliche Entdeckergeist und genügend freie Zeit“

    Muss da gerade schmunzeln.
    Habe damals, als meine Eltern mit einem Schloss auf der Wählscheibe versuchten, die von mir verursachten Telefonkosten in ihrer Abwesenheit zu minimieren, das Mittelteil der Wählscheibe abgehebelt, die Schraube gelöst und die Scheibe so aufgesetzt, dass das Schloss oben war und man so alle Zahlen wählen konnte.

    Später habe ich dann die Technik herausgefunden, dass man bei abgenommenem Hörer die Zahlen der Telefonnummer nacheinander auf die beiden Plastikteile auf die man den Hörer legte „eintrommeln“ konnte.
    Was für ein Spaß! :-)

    Die Kleenen heute stehen uns da offensichtlich in nichts nach.

  • Wenn Kids so schlau sind und so was alleine rausfinden, haben die sich doch eigentlich zur Belohnung genau das verdient… ;-)

    Trotzdem 1. erschreckend wieviele Bugs da drin stecken, 2. was kommt noch? und vor allem der tägliche Kampf was die alles machen sollen, nicht dürfen/sollen und der Kumpel darf viel mehr usw…

    Kontrollier ich mein Kund oder vertrau ich den Kids…

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