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Böschung hinuntergestürzt

Bayern: Apple Watch führt Retter zu Unfall-PKW

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41 Kommentare 41

In Bayern haben es drei zum teil schwer verletzte PKW-Insassen der Notruffunktion der Apple Watch zu verdanken, dass sie heute in den frühen Morgenstunden von Rettungskräften gefunden wurden. Die Apple Watch eines der Fahrzeuginsassen hatte nach dem Unfall einen automatischen Notruf ausgelöst und mithilfe der GPS-Positionsübertragung Rettungsdienste und Feuerwehr an den Unfallort geführt.

Unfallerkennung Iphone Apple Watch

Das Fahrzeug war auf einer autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße im Landkreis Straubing von der Straße abgekommen und eine etwa 20 Meter tiefe Böschung hinabgestürzt. Da das abgestürzte Fahrzeug von der Straße aus nicht zu sehen war und es zudem auch keine anderen Unfallzeugen gab, wären die eingeklemmten Personen ohne den durch die Apple Watch ausgelösten Notruf möglicherweise erst deutlich später gefunden worden.

Automatische Unfallerkennung in iPhone und Apple Watch

Apple hat die Unfallerkennung mittlerweile standardmäßig in aktuelle Modelle von iPhone und Apple Watch integriert. In Verbindung mit der automatischen Benachrichtigung der Rettungsdienste kann dabei auch die aktuelle Position der Verunglückten übertragen werden. Hinter dieser Funktion steht das Notrufsystem AML (Advanced Mobile Location), wir haben ja eben erst darüber berichtet, dass mittlerweile 99 Prozent aller Rettungsleitstellen in Deutschland in der Lage sind, die Standortdaten entsprechend zu verarbeiten.

Bild

Bild: Christopher Cyrus

Von Seiten der im aktuellen Fall beteiligten Rettungskräfte ist zu hören, dass es sich hier um ein gutes Beispiel für den mit der automatischen Notruffunktion einhergehenden Nutzen handelt, die in den vergangenen Wochen insbesondere in den USA auch aufgrund einer damit verbundenen hohen Zahl an Fehlalarmen kritisiert wurde.

Apple ist derweil stetig dabei, die Zuverlässigkeit der zugrunde liegenden Systeme weiter zu verbessern. Eine besondere Herausforderung stellen hierbei offensichtlich versehentliche Fehlalarme dar, die teils auch auf außergewöhnlichen sportlichen Aktivitäten gründen.

Weitere Infos hat die Mittelbayerische Zeitung veröffentlicht. Danke Nik.

13. Feb 2023 um 10:46 Uhr von chris Fehler gefunden?


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    41 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Meiner Meinung nach hätte die Mittelbayrische Zeitung noch in den Bericht schreiben sollen, um welche Smartwatch es sich handelt. Zurzeit ist diese Funktion in dieser Qualität schließlich ja noch ein Alleinstellungsmerkmal.

    • Die wollten Wohl keine Produktwerbung machen. Mich hätten sie in dieser Unfallsituation wohl drei Tage später, mit AW7 am Handgelenk und iPhone 13 in der Hosentasche, bergen müssen.

      • Deine Uhr hätte den Unfall evtl als Sturz registriert und ebenfalls einen Notruf gesendet

      • Neuere Autos haben ja den eCall installiert. Deshalb ist das eigentlich kein Alleinstellungsmerkmal für die AW. Vorteil der Watch ist, das sie die GPS Koordinaten nicht erst suchen muss, sondern sofort übertragen kann.

      • nicht jeder fährt ein neues auto …….

      • Warum meinst Du erst drei Tage später?

      • Aber ein Alleinstellungsmerkmal der Smartwatches und Smartphones und zudem zumindest beim iPhone 14 mit Satellitenverbindung, während ecall an Mobilfunk gebunden ist – zumal das Auto bei einem Totalschaden von 5.000€ eh nicht nach 2018 gebaut wurde.

      • @cartman: wenn du nicht in der Lage bist, die Ausrichtung zum Satelliten deines Handys perfekt durchzuführen, weil du dazu zu verletzt bist, nützt dir die Satelliten Notruffunktion leider Nix. Und die Uhr kann das nicht. eCall im Auto ist wichtig, weil darüber auch Informationen übertragen werden, wie viel Personen sich im Auto befinden ob Airbags ausgelöst haben etc. Die Unfallerkennung der Apple Watch ist eine prima Ergänzung, mehr aber nicht.

      • @HotShot

        Erzähl das doch mal den Millionen Autofahrer, die noch ein Auto ohne Notrufassistent haben, beziehungsweise wo dieser nach Einstellung des Dienstes durch den Hersteller (zum Beispiel durch Verkauf siehe oben) eingestellt wurde .

        Vielleicht bringt dieses Argument die Leute ja dazu, sich ein neues Auto zu kaufen, obwohl das alte eigentlich noch super fährt. Ist ja nur minimal teurer wie eine Apple Watch.

      • @Hotshot, kein System ist perfekt. So wie es beim iPhone / Apple Watch Schwachstellen gibt, gibt es die bei ecall. Die größte Schwachstelle ist vermutlich die Verfügbarkeit. Bin mir sicher, dass es mehr Autofahrer (oder Mitfahrer) mit aktuellen iPhones/Apple watches gibt als Fahrzeuge mit Baujahr > 2018.

  • Das mit den Fehlalarmen verstehe ich nicht so ganz. Das es mal welche gibt, geschenkt. Das es jedoch soviel zu geben scheint, dass man den Eindruck hat, dass es mehr Aufwand denn Nutzen macht, dass erschließt sich mir nicht so ganz. Was auch immer die Funktion auslöst, man wird doch darauf hingewiesen. In X Sekunden wird der Notruf ausgelöst, willst du wirklich oder doch nicht, dann tippe hier.
    Bei mir hat die Sturzerkennung auch mal ausgelöst, nach einem Stunt mit tatsächlichen Sturz. Abrechnen und gut

    • ZB Auf der Achterbahn kommst du schlecht an den Knopf. Ehe die Fahrt vorbei ist ist der Notruf ggf schon eingeleitet

    • Die Fehlalarme scheint hauptsächlich Skifahrer zu betreffen. Und die sind ja nicht gerade nackig unterwegs, und kriegen den Alarm gar nicht mit.

      • Okay, an Skifahren habe ich tatsächlich nicht gedacht. Wobei das dann eigentlich auch nur tatsächliche Stürze sein können. Denn so durch Buckel fahren, dass an der Uhr Schläge ankommen, so kann niemand fahren

    • Wenn man beim Skifahren oder Mountainbiken etwas schneller unterwegs ist muss man erst Mal mitbekommen, dass die Uhr etwas von einem will, falls ein Fehlalarm ausgelöst wurde.

      • Der Grund weshalb ich dieses überaus sinnvolle Feature leider ausschalten musste.
        Beim downhill fahren komme ich nicht so schnell zum stehen und Handschuhe ausziehen und schwupps ist der Anruf raus.
        Vielleicht wäre es gut, wenn der Benutzer manuell einstellen könnte, wie viel Zeit bus zur Meldung vergehen darf. Zwei bis drei Minuten sollten doch locker machbar sein?!

      • Mein Garmin Edge hat auch so eine Funktion, die wird aber nur aktiviert wenn nach hohen G-Kräften gar keine Kräfte mehr wirken.

        Auf eine Achterbahn herschen jedoch die ganze Zeit G-Kräfte. Vielleicht löst der Alarm bei einigen Bahnen dann am Schluss aus. Oder bei den Skifahrer im Tal wenn sie die tollen „Not“-Bremsungen machen.

    • Die Amerikaner halt……

      Bis Sie wissen was sie machen können, ist der Rettungsdienst schon vor Ort…

      • Das ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Es ist kein Zufall, dass solche Probleme größtenteils Nordamerika betreffen.

  • Ich bin gespannt, wie sich diese Technologie in Zukunft entwickeln wird. Es ist vermutlich eine Frage der Zeit, bis hochwertige Smart-Watches eine kontinuierliche Überwachung der Vitalwerte ermöglichen und anhand verschiedener Kriterien und Algorithmen erkennen, wenn ein Patient in einem kritischen Zustand ist oder sogar reanimationspflichtig wird.

    Und wenn dann automatisch auch noch system- bzw. plattformübergreifend standortnahe Ersthelfer alarmiert und navigiert werden, dürfte das die Überlebenswahrscheinlichkeit doch deutlich erhöhen

  • Mich persönlich stört and der AW nur, dass der Notruf direkt an eine Leitstelle geht – und man keinen eigenen Notrufkontakt einrichten kann. Ich habe meiner Mutter, die allein lebt, wegen ihrer Sturzgefahr eine Smartwatch mit Notruffunktion zu Weihnachten geschenkt. Wir haben uns für ein Modell entschieden, bei dem man mehrere eigene Notrufnummern angeben kann, wir hatten zu viel Angst vor Fehlalarmen an die Rettungsleitstelle.

    • Ja sicher ist natürlich viel besser, wenn es bei deiner Mutter doch mal um Alles geht, die AW in der Nacht erst mal versucht ein paar Kontakte anzurufen… klasse. Dann doch lieber gleich die Profis informieren die dann auch wirklich kommen, meinst nicht.

    • Ich kapiere nicht so ganz, warum du deiner Mutter erst zu Weihnachten ein Gerät schenkst, welches für sie eventuell überlebenswichtig ist. Warum ?

      • @KOBRA: Lesen und kapieren …

        Er/sie HAT die Uhr bereits zu Weihnachten geschenkt. Eventuell sogar schon Weihnachten vor mehreren Jahren. Und vielleicht war es vor Weihnachten ja überhaupt noch nicht überlebenswichtig für die Mutter …

    • Man kann doch auch bei der Watch bzw. iPhone Notfallkontakte hinterlegen. Die werden doch soweit ich das verstanden habe auch benachrichtigt. Ausprobiert hab ich es nicht. Weil das ja vermutlich erst auslöst wenn der Notruf gemeldet wird.

    • Letzte Woche haben wir die Vorteile einer automatischen Sturzerkennung der Apple Watch (6) bei einem Sturz meines Ü80 alten Vaters live erfahren dürfen. Die Frage der Apple Watch, ob er die Notfallmitteilung abbrechen wolle, hat er überhaupt nicht wahrgenommen. Aber dann hat die Watch intensivst durch Töne & Vibrationen auf sich aufmerksam gemacht, als der Notdienst über die Watch telefonisch mit meinem Vater Kontakt aufgenommen hat. Die Daten aus seinem Notfallpass und der Standort lagen ihnen vor. Nach eindrücklicher Vergewisserung, dass mein Vater keine weitere Hilfe brauchte, verzichteten sie auf die Entsendung eines Rettungswagens. Das Gespräch empfand mein Vater als ausgesprochen beruhigend.

      Parallel bekamen alle im Notfallpass eingetragenen Notfallkontakte nachfolgende iMessage: „Harter Aufprall SOS.
      XYZ hat von diesem ungefähren Standort die Rettungsdienste angerufen, nachdem die Apple Watch einen harten Aufprall erkannt hat. Du erhältst diese Nachricht, da XYZ dich als Notfallkontakt angegeben hat.“ Ergänzt war ein Kartenausschnitt mit dem Unfallort – per Link konnten wir uns direkt dorthin navigieren lassen.

      Eine der positivsten Technik-Erfahrungen ever!!!

  • Käpt'n Blaschke

    Schön dass die Uhr es gemeldet hat. Einen Anrufer aus Bayern hätte eh niemand verstanden. ;-)

  • Habe jetzt auch aktuell mal solch einen Einsatz gehabt, allerdings wurde das Gerät ohne Person gefunden. Also wahrscheinlich einfach unbemerkt runtergefallen.

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