KI-Boom verschärft Wettbewerb
Apple will Hardware-Entwickler mit Sonderprämien halten
Apple musste in den vergangenen Jahren den Verlust zahlreicher wichtiger Mitarbeiter verkraften. Insbesondere die Abteilungen für Produktdesign und künstliche Intelligenz waren davon betroffen, dass zum Teil auch langjährige Mitarbeiter attraktive Angebote von konkurrierenden Unternehmen angenommen haben. Offenbar versucht der iPhone-Hersteller nun, seine Mitarbeiter mithilfe von zum Teil üppigen Bonuszahlungen zu halten.
Wie das Magazin Bloomberg berichtet, hat Apple in der vergangenen Woche ausgewählten Entwicklern aus dem iPhone-Hardwarebereich außerplanmäßige Sonderprämien gewährt. Dies sei als Reaktion auf die zunehmende Abwanderung von Fachkräften zu KI-Start-ups zu sehen.
Bilder: Apple
Aktienpakete für Entwickler
Den Angaben zufolge erhielten ausgewählte Mitglieder von Apples Produktdesignteams zusätzliche Vergütungen im Wert von rund 200.000 bis 400.000 US-Dollar. Die Boni sollen in Form von Aktienpaketen gewährt und unter der Voraussetzung, dass die Beschäftigten dem Unternehmen weiterhin treu bleiben, über vier Jahre hinweg gestaffelt ausgezahlt werden. Eine solche Struktur gilt bei Apple als gängiges Mittel zur langfristigen Bindung von Mitarbeitern.
Inwieweit Apple mit dieser Strategie Erfolg hat, muss sich zeigen. Die Angebote, die mit Apple konkurrierende Unternehmen ausgewählten Mitarbeitern machen, liegen wohl teils deutlich höher als die von Apple ausgegebenen Boni. Teilweise sollen diese Aktienpakete im Wert von rund 1 Million US-Dollar pro Jahr ausschreiben, um einzelne Apple-Ingenieure zu einem Wechsel zu bewegen.
Neue Anbieter drängen in den Markt
Die Nachfrage nach kompetenten und erfahrenen Arbeitskräften hält insbesondere aufgrund der zunehmenden Relevanz von KI-Anwendungen und in diesem Zusammenhang erwarteten künftigen Hardwareprodukten an. Neben etablierten Unternehmen wie OpenAI drängen zunehmend auch finanzstarke Neueinsteiger in diesen Markt. Erst in der vergangenen Woche hat das auch eng mit BMW zusammenarbeitende US-Unternehmen Hark wissen lassen, dass es an personalisierten KI-Systemen arbeitet, die zusammen mit neuer Hardware als zentrale Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dienen sollen.
