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Tests bei Apple Watch Series 7 gescheitert

Apple Watch als Fieberthermometer? Die Hürden bei der Temperaturmessung per Smartwatch

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22 Kommentare 22

Apple wollte offenbar bereits mit der Apple Watch Series 7 eine Funktion zur Messung der Körper- oder Hauttemperatur integrieren. Dem Branchenbeobachter Ming-Chi Kuo zufolge haben sich diese Pläne allerdings bereits im Zusammenhang mit den ersten Produkttests zerschlagen. Kuo hält jetzt eine Einführung der Funktion im Zusammenhang mit der für diesen Herbst erwarteten Apple Watch Series 8 für möglich.

Generell muss man mit Blick auf solche Funktionen auf wichtige, alle Anbieter betreffende sprachliche Feinheiten hinweisen. Während zwar im Allgemeinen immer von einer Erfassung der Körpertemperatur die Rede ist – auch in den aktuellen Aussagen wird von „Body Temperature“ gesprochen – ist in der Regel die Messung der Hauttemperatur gemeint.

Hauttemperatur oder Körpertemperatur?

Auch die Apple Watch wird am Handgelenk lediglich in der Lage sein, die Temperatur auf der Oberfläche der Haut zu erfassen. Im Gegensatz zur klassischen Messung der Körpertemperatur beziehungsweise „Körperkerntemperatur“ treten im Bereich der Hautemperatur deutlich mehr Schwankungen etwa durch äußere Einflüsse oder auch allein schon die getragene Kleidung auf. Zwar lassen sich hier dennoch Aussagen mit Blick auf generelle Probleme oder Erkrankungen hinweisen, die Temperaturangaben sind jedoch weniger verlässlich als bei einer Messung der tatsächlichen Körpertemperatur.

Um die resultierenden Schwankungen und Ungenauigkeiten bestmöglich auszugleichen, kommen für die Berechnung der Anzeige vom Hersteller erstellte Algorithmen zum Einsatz. Apple hatte im Zusammenhang mit der Apple Watch Series 7 offensichtlich in diesem Bereich Probleme, die letztendlich zu einer Verschiebung führten, und nicht mit dem Sensor an sich. Es hätte sich bereits im frühen Teststadium gezeigt, dass die Werte die Qualitätsstandards von Apple nicht erreichen, dementsprechend habe es die Funktion nicht einmal bis in den an die ersten Prototypen anschließenden, sogenannten „Engineering Validation Test“ (EVT) geschafft.

Generell steht im Zusammenhang mit der Einführung zur Messung der Hauttemperatur mit der Apple Watch auch die Frage im Raum, in welchen Situationen die Uhr diese Werte am Ende tatsächlich erfasst. Aufgrund der Vielzahl der möglichen Beeinflussungen haben sich bereits in diesem Bereich tätige Produkte teils darauf beschränkt, die Messungen ausschließlich in Ruhe- oder Schlafphasen durchzuführen.

Apple Watch Gesundheit

Blutzuckermessung noch in den Kinderschuhen

Noch komplizierter verhält es sich mit Blick auf die immer wieder auch im Zusammenhang mit der Apple Watch erwähnte Möglichkeit zur nicht-invasiven Blutzuckermessung – also der Bestimmung des Glukosespiegels ohne zu stechen. Wir haben im vergangenen Jahr einen Blick auf den aktuellen Entwicklungsstand diesbezüglich geworfen: Bis zu einer Marktreife für Smartwatches dürften hier noch mehrere Jahre vergehen.

02. Mai 2022 um 07:35 Uhr von chris Fehler gefunden?


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  • Nett. Aber für mich wäre insbesondere eine Zertifizierung für Blutdruck ein Meilenstein. Wie seht Ihr das?

    • Blutdruck wäre super. Da ich gerade in meinen mittdreißiger Jahren damit zu tun bekomme.
      Blutdruck an sich ist auch echt tückisch, da man es nicht merkt. Erst dann wenn es sehr weit fortgeschritten ist. Wird auch der schleichende Tod genannt…

      • Ist aber technisch krass aufwendig. Wirklich zuverlässig ist eben nur die Oberarmmanschette. Und selbst die hat schon krass viele Messfehler und hohe Ungenauigkeiten

      • Blutdruck ist verlässlich am Handgelenk zu ungenau. Ich kenne leider keinen Ansatz, der das in eine kleine Uhr integrierbar macht.
        Es bleibt für vernünftige Ergebnisse nur die Armmanschette (und die Waage, ich kenne keinen mit bmi über 30, der einen normalen Blutdruck hat).

      • Ich trage zusätzlich ein Armband zur kontinuierlichen Blutdruckmessung. Durch einen monatlichen Abgleich mit einer mitgelieferten Oberarmmanschette ist die Messung recht zuverlässig. Beim Vergleich mit meinem normalen Blutdruckmessgerät, sind die Abweichungen minimal. Man kann die Meldung zum Kalibrieren natürlich auch außer Acht lassen und darauf verzichten.

      • aLimp, du hast ernsthaft mit Mitte dreißig Probleme mit dem Blutdruck? Passt jetzt nicht ganz zum Thema, aber dann sofort ab zum Arzt, Ernährung umstellen und mehr bewegen. Ich bin Ende vierzig und alles tip-top. Viel Glück!

    • Eine nicht-invasive Blutzuckermessung wäre m.M. nach wirklich ein richtiger Meilenstein und (Stand jetzt) für mich der einzige Grund von meiner S5 upzugraden.

      • Eine nichtinvasive Blutzuckermessung wäre ein echter Meilenstein. Das würde auch den Wert Apples ordentlich heben

    • Fieber? Tut das nicht weh? Und wird da das Band nicht schmutzig? Stell ich mir nicht angenehm vor… das Gehäuse is ja auch kalt…

  • Diesem Kuo kann man doch langsam nichts mehr glauben. Ständig verschiebt er irgend etwas, dann kommt es doch nicht.
    Das sind doch alles nur seine Tagträume.

  • Für die Messung der Körpertemperatur sind ja am ehesten die Airpods prädestiniert – allerdings gibts dann ja das Problem, dass man die nicht dauernd trägt. Aber letztlich muss man auch nicht alles messen – so zieht man sich nur massenhaft Hypochonder groß

  • Komisch, dass sich Apple jetzt so anstellt!? Bei der Apple Watch 6 und 7 ist der „verbaute“ Blutsauerstoffsensor doch auch nur ein Werbegag.

  • Es gibt mit dem CORE Sensor einen Sensor zur nichtinvasiven Messung der Körperkerntemperatur der ausreichend präzise ist.
    Im Sport ein interessanter Faktor.
    Der muss allerdings aus gutem Grund am Körperstamm getragen werden und nicht an der dünnsten Stelle der Extremitäten. Am Handgelenk glaube ich nicht an sinnvolle Messergebnisse. Selbst das gerne genommene Ohr ist ja schon sehr ungenau.

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