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Setapp-Rückzug wird unterschiedlich gedeutet

Apple und die EU streiten wieder über mobile App Stores

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16 Kommentare 16

Die EU-Kommission bereitet angeblich weitere Schritte gegen Apple vor. Wie das Magazin Bloomberg berichtet, sieht sich Apple erneut mit dem Vorwurf konfrontiert, das Unternehmen habe seine Geschäftsbedingungen nicht in ausreichendem Maße an die europäischen Vorgaben für alternative App-Vertriebswege angepasst. Dabei soll unter anderem eine Rolle spielen, dass mit Setapp der erste der in Europa verfügbaren alternativen App Stores nach nur neun Monaten bereits wieder seine Segel streicht.

Setapp Mobile Alternativer App Store

Der EU-iOS-Store von Setapp

Apple sieht Verantwortung bei der Kommission

Apple weist diese Vorwürfe zurück und sieht die Verantwortung für die stockende Umsetzung der Vorgaben bei den europäischen Behörden. Das Unternehmen habe bereits im Herbst einen Vorschlag zur Anpassung seiner Regeln vorgelegt. Die Kommission habe darauf jedoch bislang nicht reagiert.

Aus der Sicht Apples liegt die Ursache vielmehr im Verhalten der EU-Kommission. Diese würde das Verfahren verzögern, woraufhin der Eindruck entstehe, Apple verweigere die Zusammenarbeit. Zugleich sieht sich der iPhone-Hersteller durch laufende Untersuchungen und mögliche Geldbußen besonders stark belastet.

Den Rückzug von Setapp interpretiert Apple als Beleg dafür, dass es in Europa bislang keine nennenswerte Nachfrage nach alternativen App-Marktplätzen gebe.

Gründe für den Rückzug von Setapp nicht eindeutig

Setapp hat sich nicht eindeutig zu den Gründen für die Einstellung des Angebots geäußert. Als Begründung wurde lediglich recht allgemein angegeben, dass sich „die geschäftlichen Rahmenbedingungen weiterhin verändern und komplex sind und nicht mehr zum aktuellen Geschäftsmodell von Setapp passen“. Die Aussage könnte sich sowohl auf Apples Vorgaben für alternative App-Stores als auch auf die allgemeine Marktlage beziehen.

So lohnt sich die von Setapp angebotene Flatrate für Mac-Anwendungen aufgrund ihres Basisportfolios auch heute noch für viele Nutzer. Relevante Neuzugänge kann das Angebot jedoch immer seltener verzeichnen.

23. Jan. 2026 um 14:33 Uhr von chris Fehler gefunden?


    16 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Gibt auch keine nennenswerte Nachfrage. Die hat es nie gegeben. Läuft außerhalb vom PlayStore auch so. Geht doch nur das Epic einspart. Der Rest schafft es sowieso nicht. Achja dann gibt es noch die ROM Leute. Dann wird es sehr dünn. Damit kann man nicht geschäftsfähig sein.

    • Interessant wäre, wenn Entwickler die Geschäfte selbst auswählen könnten, über die sie ihre Software betreiben (inkl. Direktvertrieb) und wenn User sich die Geschäfte selber aussuchen könnten. Erst dann entstünde nämlich wirklich Konkurrenz und Apple könnte sich einen Wühltisch-Basar wie den seinen gar nicht mehr leisten!

      Dass Apples Kiosk keine hinreichende Sicherheit bietet, ist hinlänglich bewiesen. Man könnte statt dessen zertifizierte Prüfungen installieren als Eintrittskarte auf Apples Hardware.

      All das wird Apple aber nicht wollen, weil es inzwischen eben nicht mehr um die User geht.

    • ??? Wie kommst du nach so kurzer Zeit zu diesem Ergebnis? Ein F-Droid Store bei Android kam auch nicht über Nacht und dann wäre da noch, dass Google die weltweit zulässt und nicht nur in Europa. Alleine deswegen schon schwer zu vergleichen

    • Dann sind auch noch die Amazon Produkte zu nennen, die zumindest früher den Amazon Store drauf hatten

    • „Es gibt keine Nachfrage“ … das weist Du jetzt weil, …

      – du fundierte Fakten hast
      – Oder nur um mal was zu behaupten
      – oder eine Kristallkugel

      ?

      Ich behaupte das das Geschäftsmodell mit dem Abo Shop .. vielleicht nicht so toll ist.

      Ich behaupte mal, das sowas wie der Cydia downloader… der seinerzeit nachweislich gebrummt hat.. heute noch brummen würde und die bessere Lösung wäre.

  • Alles Heuchler bei Apple, dort hat niemand ein Interesse an alternativen Stores. Da wird gebremst, wo es nur geht. Dass Apple den Rückzug von Setapp jetzt als Beweis für ‚fehlende Nachfrage‘ hinstellt, ist der Gipfel der Dreistigkeit. Man macht die Bedingungen so komplex und wirtschaftlich unattraktiv, dass Konkurrenten aufgeben müssen, und sagt dann hinterher triumphierend: „Seht ihr, will ja keiner.“ Das ist klassische Monopol-Verteidigung.

  • Also die Drittanbieter Stores sind sowas von unnötig. Ich bin mir auch sicher das die meisten nicht einmal wissen das es sowas gibt weil man es nicht einmal braucht. Der Apple App Store ist e der beste, unnötig noch andere zu haben.

  • Apple reißt die Klappe so weit auf.
    Vorher alles unternehmen und Steine in den Weg legen und dann das.

    Die EU muss unbedingt mal eine Mrd. Strafe verhängen.

    Selbe Regeln auf Windows, Linus und Macs müssen für Smartphones gelten! Die gleichen Freiheiten.

    In China hält Apple schon die schnauze und macht. Aber die EU ist selber schuld warum die niemand ernst nimmt über den Teich.

  • So mies wie Apple das umgesetzt hat, hoffe ich auf Nachbesserungen durch die EU Kommission. Echtes Sideloading ist schließlich weiterhin nicht möglich und jede App muss weiter durch Apple genehmigt und signiert werden.

  • Vor 4 – 5 Jahren war es noch, dass man unser Datenschutzniveau hergenommen hat und auch in andere Teile der Welt ausgespielt hat….
    Nun ist alles blöd was die EU fordert… Das Fähnchen im Winde

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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