Untersuchung mit Rekordbeteiligung
Apple-Studie: Hörverlust wirkt sich auf Bewegung und Alltag aus
Neue Auswertungen der Apple Hearing Study zeigen einen Zusammenhang zwischen Hörvermögen und körperlicher Mobilität. Die gemeinsam mit der University of Michigan und der World Health Organization durchgeführte Untersuchung zählt mit mehr als 160.000 Teilnehmern zu den umfangreichsten Datensammlungen zur Hörgesundheit.
Hörverlust und Gehgeschwindigkeit
Im Fokus der aktuellen Analyse steht die Frage, wie sich Hörverlust auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirkt. Daten von über 57.000 Personen deuten darauf hin, dass ein schlechteres Hörvermögen mit einer geringeren Gehgeschwindigkeit einhergeht. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei Menschen ab 60 Jahren.
Die Gehgeschwindigkeit gilt in der Medizin als wichtiger Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand. Sie spiegelt das Zusammenspiel von Gehirn, Herz, Lunge und Muskulatur wider. Die Studienautoren sehen Hinweise darauf, dass eingeschränktes Hören die Orientierung im Alltag erschweren kann.
- AirPods als Hörhilfe: So könnt ihr Apples Hörtest durchführen
Akustische Signale wie Verkehr oder Schritte liefern wichtige Informationen für Bewegungsabläufe. Fehlen diese Reize, kann sich dies auf das Tempo und die Sicherheit beim Gehen auswirken.
„Normales“ Hören im Alltag oft relativ
Ein weiterer Schwerpunkt der Auswertung betrifft die Einordnung von Hörwerten. Die Studie zeigt, dass die medizinische Kategorie „normales Hörvermögen“ nicht zwangsläufig mit der subjektiven Wahrnehmung übereinstimmt. Von rund 85.000 Personen mit unauffälligen Messwerten bewerteten mehr als 16 Prozent ihr eigenes Hörvermögen als eingeschränkt.
- PDF-Anleitung: Hörgerätfunktion der AirPods Pro 2
Viele berichteten zudem über Schwierigkeiten, Gespräche in lauten Umgebungen zu verstehen. Die Daten legen nahe, dass es innerhalb des als normal eingestuften Bereichs deutliche Unterschiede im Alltag gibt.
Die Untersuchung basiert auf Langzeitdaten, die seit 2019 erhoben werden. Dabei kommen auch Sensoren aus dem iPhone zum Einsatz, etwa zur Messung der Gehgeschwindigkeit im Alltag. Im Unterschied zu Laborstudien spiegeln diese Daten reale Nutzungssituationen wider.



Breaking news: Einschränkung der Sinne schränkt Bewegungsdrang ein!
Dass das so ist liegt nicht unbedingt auf der Hand.
Nur weil jemand etwas schlechter hört muss das nicht zwangsläufig heißen, dass derjenige auch langsamer geht.
Muss man halt erstmal stichfest feststellen und das wurde hier getan.
Ich habe ärztlich nachgewiesenen, mittelschweren Hörverlust, nutze die AirPods Pro 2 als Hörhilfe und bin schwer begeistert.
Zumindest im Büro und im Bekanntenkreis hat das jedoch zu Irritationen a la „unhöflich Musik zu hören“ geführt. Hier bin ich kürzlich auf eine Nuance Audio Hörbrille umgestiegen, von der ich ebenso begeistert bin.
Zuhause gibts jetzt eben AirPods, unterwegs Hörbrille. Ich kann uneingeschränkt empfehlen.
Geht mir ganz genauso. Ich versuche in entsprechenden Situationen immer daran zu denken, mein Tragen der AirPods zu erklären und zu begründen. Zum Beispiel in einer Kneipe mit Gläser klirren und Stimmengewirr möchte ich die AirPods nicht mehr missen!
Ein Hörgerät (Kind, Gears, …,) geht alternativ. Es ist auf die Fehlhörigkeit eingestellt und per BlauemZahn kann es mit dem iPhone gekoppelt werden und funktioniert fast wie AirPods.
Ich bin zufrieden, auch wenn die Zuzahlung nicht ohne ist. ;-)
Vielen Dank für den Brillen Tip. Ich gehöre leider auch zu denen, die angeblich noch zu gut hören für ein Hörgerät auf Rezept ;-(
Nur weil zwei Dinge gemeinsam auftreten, heißt das nicht, dass das eine die Ursache des anderen ist. Das ist der berühmte Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich (messbar) langsamer bewege als vor 20 oder 30 Jahren. Und ja, ich höre auch etwas schlechter. Aber ob das eine tatsächlich die Folge des anderen ist???
War auch mein erster Gedanke!
Da stimme ich Dir voll zu. Sowohl Hörfähigkeit als auch Gehgeschwindigkeit nehmen mit dem Alter ab. Das ist wirklich keine neue Erkenntnis. Und damit bietet die Grafik oben wirklich gar nix Neues!
Das glaube ich jetzt aber nicht wirklich. Bin 68 und war der Schnellste bei 1100 Höhenmeter in einer gemischten Gruppe von 35 bis 68. Regelmäßig Sport machen, aber altersgerecht.