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Bewertungen beeinflussen Suchergebnisse

Apple sperrt Entwickler: Fake-Reviews als Waffe gegen Wettbewerber

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28 Kommentare 28

Dass sich gute App-Store-Bewertungen nicht unbedingt erarbeitet beziehungsweise verdient werden müssen, sondern einfach gekauft werden können, ist bereits seit Jahren kein Geheimnis mehr.

Bewertungen App Store

Auch echt irgendwie merkwürdig: Bewertungen im App Store

Auf Plattformen wie etwa MoPeak lassen sich 400 5-Sterne-Bewertungen für 700 US-Dollar buchen. Die zwielichtigen Anbieter werben mit relevanten, englischsprachigen Text-Bewertungen, mit 400 echten App-Installationen und ermöglichen Käufern sogar festzulegen, in welchem Tempo die Bewertungen in Apples Software-Kaufhaus einlaufen sollen.

Bewertungen beeinflussen Suchergebnisse

Viele Fünf-Sterne-Rezensionen sorgen dafür, dass entsprechend bewertete Anwendungen höher in den Suchergebnissen auftauchen als andere Applikationen – und nur darum geht es.

In Zeiten, in denen so gut wie alle iPhone-Anwendungen gratis geladen werden können und die wahren (Abo-)Kosten erst nach der Installation sichtbar werden, zählt vor allem das Ranking. Wirklich gelesen werden die Wortmeldungen ohnehin nur von den wenigsten Anwendern.

Gekaufte Reviews 2000

Apple gibt sich inzwischen zwar Mühe, falsche Bewertungen zu erkennen und reagiert darauf unter anderem auch mit der vollständigen Sperrung zugehöriger Entwicklerkonten. Dies ist jedoch alles andere als unproblematisch, da sich falsche Bewertungen so auch als Waffe gegen Wettbewerber einsetzen lassen.

Fake-Reviews als Waffe gegen Wettbewerber

Der in Chile ansässige App-Entwickler Viktor Seraleev gehört eigenen Angaben zufolge zu den betroffenen Personen. Seraleevs Apps wurden von Mitbewerbern nicht nur kopiert, gleichzeitig tauchten auch falsche Fünf-Sterne-Rezensionen in den Bewertungen seiner Applikationen auf, die für eine komplette Sperrung des Entwicklerkontos sorgten.

Der Entwickler berichtet in diesem Blog-Eintrag, dass Apple daraufhin nicht nur 108.000 US-Dollar einbehalten hat, die Seraleev in den zurückliegenden drei Monaten mit seinen sechs Anwendungen erwirtschaftet hat, auch auf die monatlichen Abo-Einnahmen von 33.000 US-Dollar kann der Entwickler nun nicht mehr zugreifen.

Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, dem Ausschluss aus dem App Store zu widersprechen, hat der Entwickler sich nun einen Anwalt genommen und versucht, Apple vor Gericht zur erneuten Aktivierung des Entwicklerkontos zu bewegen.

23. Nov 2023 um 20:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Es nervt auch nur noch! Überall ist nur noch Fake unterwegs .

    • Nicht überall. Wenn man sein Hirn einschaltet, genau zwischen den Zeilen liest und nicht alles glaubt und auch mal hinterfragt, kann man sich seine eigene Meinung bilden.

    • Der Appstore war halt nur eine Einnahmequelle und man hat nicht in den letzten Jahren investiert.

      So ist er eine qualitative und organisatorische Müllhalde geworden. Gibt es wirklich hier noch jemanden, der im Appstore stöbert? Ich hoffe, dass die Konkurrenz, die jetzt erzwungen wird Apple hilft sich wieder besser auszurichten.

      • Natürlich wieso sollte man nicht stöbern? Muss einfach nur etwas aufmerksam sein.
        Klar sind Fake und scums scheisse, aber wenn man einen entdeckt klar ein Review abgeben. Wenn das alle machen würden, wäre es wesentlich besser.

  • „Und die wahren (Abo)kosten erst nach der Installation sichtbar werden“ ist nicht nur ziemlich platt sondern auch schlicht falsch. Zumindest bei den allermeisten Apps.

    • Hätte ich vielleicht etwas präzisieren können, der Punkt aber steht: Bei vielen Abo Anwendungen sind zwar die Preise vor dem Download sichtbar, nicht jedoch die Features / Funktionseinschränkungen, die mit unterschiedlichen Abo-Stufen einhergehen. Hier führt zu detaillierten Prüfung dann kein Weg am Download vorbei.

  • Wie geht das denn wenn man das Paket mit 400 Bewertung zu 700$ nimmt und die App 5$ kostet sind das 400×5$ = 2000$. Da würde ich ebenfalls das Paket kaufen :D Zahl 700 und erhalte 1300$ dann.

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    • Produktkosten werden von der Agentur gesondert abgerechnet. So geht das. Bei Amazon nicht anders, zumindest wenn man Bewertungen von verifizierten Käufern möchte. Die „Produkttester“ können die Produkte behalten. Soll ja ein „objektiver“ Test sein ;) So läuft das halt, weil es funktioniert wenn man es nicht übertreibt.

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    • Gute Idee eigentlich. Musste schmunzeln.
      Wahrscheinlich wird das nur für kostenlose Apps angeboten, die iAPs oder Abos anbieten.

  • Absolut Crazy! Schade das Apple bei den Kontaktversuchen immer so auf Stur schaltet und Entscheidungen als unumstößlich darstellt.

    • Deshalb ist Apple selbst Schuld an diesen Gatekeeper klagen. Die sind ihre 30% Provision einfach nicht wert. Was hiermit wieder mal bewiesen ist.

    • Richtig, wie Formatierer schon geschrieben hat, hat sich Apple damit für den kurzfristigen Profit langfristig das Bein gestellt.

      Vermutlich hat man trotz der immensen einnahmen einfach nicht genügend Menschen angestellt, die hier überhaupt den Beschwerden nachgehen können. Genauso wie die meisten Betatest-Feedbacks auch nur noch im Lokus heruntergespült werden (wie man an der Qualität von CarPlay und der Familienbildschirmzeit sehr gut sehen kann).

  • Das ist wirklich erschreckend und man ist Apple komplett ausgeliefert. Ich bin selbst Entwickler mit Apps im App Store und die größte Angst hab ich vor Apple selbst. Die können machen was die wollen und man nur da sitzen und gucken wie einem von einem auf den anderen Moment sein Einkommen und seine Arbeit einfach weggenommen wird.

  • Warum schaltet man die bewertungsfunktion dann nicht ab, oder lässt die entwickler dies für ihre app entscheiden.

    Fake bewertungen gibt es leider überall, daher word man das problem nicht lösen können.

  • Bevor man Apple hier verurteilt, sollte man sich auch fragen, ob der Entwickler im Artikel auch wirklich ehrlich ist. Mir geht es um keine Seite. Nur, dass man nicht vorschnell urteilt. Wir kennen nur die Oberfläche und nicht die Details. Deshalb schwieriger Artikel.

    • Es gibt eine ganz einfache Lösung, die alle amerikanischen Firmen, also nicht nur Apple, aber eben auch Apple einfach nicht nutzen.

      Bevor! ich Sperre, einfach mal als Firma Apple Kontakt mit den Entwicklern aufnehmen.
      Bei Amazon, Apple & Co. ist die bunte Welt ganz schnell alle und es den Firmen einfach Scheiß egal ob sie damit Existenzen gefährden/zerstören.

      Außerdem, vergesse ich immer das Apple halt eine ganze kleine Klitsche ist, wo das einfach nicht möglich ist.

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  • Off Topic: AppleStore ist gerade Offline! Da gibt’s vielleicht ein paar schöne „Schnäppchen“ für Black Friday!

  • Da sitzen sie inmitten ihrem Elfenbeinturm, man kann nur hoffen, das irgend jemand noch seinen Verstand beisammen hat, aber vermutlich sind die alle mit Geld zählen beschäftigt sind, und ja ich weiss das ich überspitze.

  • Nunja, das sind ja automatisierte Entscheidungen, da wird kein Mensch draufschauen geschweige denn das alles nachvollziehen können.

    Erinnert mich aber etwas an früher. Hab regelmäßig demonstriert und dazu das ein oder andere Video auf YouTube gestellt und damals so 50-100 Euro im Monat über Adsense eingenommen. Als Student praktisch. Dann haben die Gegner dazu aufgerufen in Videos und Webseiten massenhaft die Werbung anzuklicken. Und seitdem bin ich bei Google gesperrt für Werbeeinahmen. Ist schon 12-13 Jahre her. Neue Accounts und Widersprüche haben nichts gebracht.

  • Dem könnte man ganz einfach einen Riegel vorschieben in dem man einfach anerkennt, dass das ganze Bewertungssystem gescheitert ist und es einfach abschaltet. Entweder sind die Bewertungen Fake, oder es sind Motzbewertungen von unzufriedenen Nutzern à la „Tolle App, aber das grün im Icon gefällt mir nicht. 1 Stern“.

    Stattdessen könnte man Zufriedenheitsmetriken verwenden, z.B. wie lange eine App bei den Nutzern installiert bleibt, wie oft sie aufgerufen und genutzt wird. Das würde natürlich voraussetzen, das sich Apple wirklich für die Qualität im Store interessiert. Das darf aber wohl ernstlich bezweifelt werden. Dort steht der Umsatz deutlich an erster Stelle.

    Eine perfekte Lösung wird es nicht geben, aber das Sterne-System ist einfach Mist.

  • Super Idee. Eine solche Änderung würde mich auch wieder dazu bewegen, wie zu den Anfangstagen im Appstore zu stöbern. Wenn ich gezielt nach speziellen Begriffen suche, bin ich immer über unzutreffende Ergebnisse, falsche Vorschläge und Werbung mit vollkommen anderen Hintergründen entsetzt.

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  • Denke der Entwickler hat seine Apps im unteren Preis Segment verkauft nur Werbung geschaltet aber keine Abos verkauft, das sieht Apple wohl nicht so gerne.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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