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Maßnahme gegen Diebstahl und Missbrauch

Apple soll Staats-App auf indischen iPhones installieren

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32 Kommentare 32

Apple sieht sich auch in Indien zunehmend mit strikten Vorgaben rund um seine Angebote konfrontiert. Beispielsweise schreiben die dortigen Bestimmungen vor, dass vor Ort angebotene Güter zu einem bestimmten Anteil auch in Indien gefertigt werden. Nun verlangt das indische Telekommunikationsministerium offenbar zudem, dass in Indien vertriebene Smartphones mit einer staatlichen Sicherheitsanwendung ausgeliefert werden, die sich nicht entfernen lässt.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wurde eine entsprechende Anordnung am Freitag an Apple und weitere auf dem indischen Markt aktive Smartphone-Anbieter übermittelt, darunter auch Samsung und Xiaomi. Die Unternehmen haben nun 90 Tage Zeit, um diese Maßnahme umzusetzen. Die Anordnung bezieht sich ausschließlich auf zukünftig verkaufte Geräte. Für Smartphones, die sich bereits in der Lieferkette befinden, sollen die Anbieter entsprechende Software-Updates bereitstellen.

Staatsapp Indien

Die betreffende App mit dem Namen Sanchar Saathi soll den vorliegenden Informationen zufolge Regierungsstellen dabei unterstützen, gestohlene oder manipulierte Geräte zu identifizieren und für betrügerische Zwecke unbrauchbar zu machen. Zudem diene sie dazu, doppelte oder gefälschte Gerätekennungen auszumachen, die nach Ansicht der Behörden eine Gefahr für die Sicherheit der Mobilfunknetze darstellen könnten. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit dem Versuch der Behörden, verstärkt gegen Cyberkriminalität und betrügerische Mobilfunknutzung vorzugehen.

Kritik von Datenschützern

Aus Kreisen von Datenschützern wird die verpflichtende Installation deutlich kritisiert. Ähnliche Bestrebungen sind aus Ländern wie Russland und Indonesien bekannt. Wobei man betonen muss, dass sich die Kritik nicht gegen die App an sich, sondern gegen die verpflichtende Nutzung richtet. Die Entscheidungsmöglichkeiten der Nutzer würden auf diesem Weg massiv eingeschränkt.

Die Behörden verweisen derweil darauf, dass die App bereits mehrfach bei der Wiederbeschaffung verlorener Geräte geholfen habe und auch beim Aufspüren betrügerischer Mobilfunkanschlüsse eingesetzt werde.

Apple hat sich laut Reuters bislang nicht zu dem Sachverhalt geäußert.

01. Dez. 2025 um 20:16 Uhr von chris Fehler gefunden?


    32 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ähnliche Bestrebungen sind aus Ländern wie Russland und Indonesien und der EUSSR bekannt…

  • Tim mag Diktatoren, da wird er sich nicht so rebellisch geben, wie gegenüber der EU und einfach den Bückling machen.

  • Würde behaupten das Apple über die wo ist Funktion auch mehr gegen gestohlene Geräte machen könnte und man gestohlene imei Nummern sperren könnte…..
    Auch könnten die Mobilfunk Anbieter gestohlene imei Nummern aus dem Netz verbannen

    • Das will Apple doch gar nicht. Jedes gestohlene Gerät ist ein neu verkauftes.

      • @oliver: Haltlose Unterstellungen sind so hilfreich wie ein Kropf. Am besten beschränkst du dich einfach auf Fakten und gibst nur diese zum Besten.

    • Das geht doch heute alles schon.

      Du hast dein iPhone auf iCloud registriert.
      Es wird gestohlen.
      Du machst zum Handy einen Support-Auftrag
      Im Chat sagst Du, dass Dein Handy gestohlen wurde und bittest um Sperrung
      Parallel rufst Du Deinen Telefon-Provider an, lässt dort Handy Karte und IMEI sperren
      Fertig

      Oder Du spielst zusammen mit der Polizei eine Wo Ist Verfolgungsjagd

      • Wer sagt denn, dass gestohlene Smartphones zum Telefonieren weiterverwendet werden?
        Die werden doch in Einzelteile zerlegt…

  • Klar! Natürlich geht es nur um die aufgezählten „Features“ … ;)
    Wenn Indien nicht der nächste Wachstumsmarkt wäre … doofe Situation für Apple.

  • Stefan B. aus H.

    Klingt nach der indischen Variante der russischen Max-App, ohne die demnächst kein digitales Leben mehr in Russland möglich ist. Und mit ihr der sichere Knast, wenn man nicht systemkonform ist. Hey, gerade Indien hat doch genügend Digitalknowhow um das Problem anders zu lösen. Löst sich da gerade die angeblich größte Demokratie auf der Erde auf?

  • Gibts da seitens Apple keine Gegenwehr , wie hier mit bösen öffentliche Briefen gegen die EU ?

  • Von Fern unbrauchbar machen lassen können vom Staat. Damit ist alles gesagt.

  • Auch Apple ist zuerst eins – ein Konzern der möglichst viel Umsatz machen möchte und seine Rohstoff-/Produktionsketten erhalten will. Das ganze Gerede von Inklusion und Diversität, Umweltschutz, Green Earth, LGBTQ+ und so weiter ist pures Marketing und Imagepflege. Nur dort wo es nötig wäre, zählt es natürlich aus erstgenannten Gründen nicht. In Russland gab es eine Pride-Bänder/ Hintergründe, in China noch ganz andere EInschränkungen, jetzt wird eine Menge Kohle in Saudi Arabien investiert und und.

  • Frage: Wieso wird Apple primär in der Überschrift (polarisierend) erwähnt wenn im Artikel zusätzlich andere Hersteller betroffen sind?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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