Berufung vor EU-Gerichtshof möglich
Apple scheitert mit Klage gegen DMA-Einstufung
Apple ist offenbar mit seinem Versuch gescheitert, zentrale Vorgaben des europäischen Gesetzes über digitale Märkte (DMA) anzufechten. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg hat einem Reuters-Bericht zufolge die von Apple angestrengte Klage gegen die Einstufung von iOS und des App Stores als sogenannte Torwächter zurückgewiesen. Damit bleibt Apple verpflichtet, die Anforderungen des Gesetzes über digitale Märkte einzuhalten.
Apple hatte sich insbesondere dagegen gewehrt, dass die Europäische Kommission die App Stores für iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Watch als einen gemeinsamen Plattformdienst eingestuft hat. Das Unternehmen argumentierte, die verschiedenen App Stores seien getrennt zu betrachten. Dies würde die Relevanz des App Stores insgesamt zumindest rechnerisch schmälern.
App Stores bleiben gemeinsamer Plattformdienst
Wie Reuters nun berichtet, ist das Gericht dieser Auffassung allerdings nicht gefolgt. Nach Ansicht der Richter erfüllen die verschiedenen App Stores unabhängig vom jeweiligen Gerät denselben Zweck, indem sie Entwickler und Nutzer zusammenführen und die Verbreitung von Anwendungen ermöglichen. Die gemeinsame Einstufung sei daher gerechtfertigt.
Apple hatte auch gegen die Einordnung von iOS als wichtiges Zugangstor argumentiert. Diese Einstufung verpflichtet den iPhone-Hersteller unter anderem dazu, Schnittstellen für konkurrierende Anbieter zu öffnen und eine stärkere Zusammenarbeit mit anderen Diensten zu ermöglichen. Das Gericht hat die Sichtweise der Europäischen Kommission allerdings auch in diesem Punkt bestätigt.
Apple hält an Kritik fest
Als Reaktion auf die Entscheidung hat Apple seine grundlegende Kritik am Gesetz über digitale Märkte bekräftigt. Nach Auffassung des Unternehmens gehen die damit verbundenen Vorgaben zu weit. Dadurch würden Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen beeinträchtigt, die über viele Jahre entwickelt worden seien. Zugleich kündigte Apple an, sich weiterhin für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer einzusetzen. Apple kann nun noch Rechtsmittel bei der höchsten Instanz, dem Gerichtshof der Europäischen Union einlegen.
Das Gesetz über digitale Märkte ist seit 2023 in Kraft und sieht vor, den Wettbewerb zu stärken, indem marktbeherrschenden Konzernen Grenzen gesetzt werden und konkurrierenden Anbietern der Zugang zu den Plattformen erleichtert wird.

Getroffene Hunde bellen halt. Es trifft Apple (Name der Hunde) an einer nicht unempfindlichen finaziellen Stelle und es ist nur natürlich, sich wehren zu wollen. Hierdurch wird u.a. auch die große fianzielle Bedeutung des Geschwäftsmodells „App Store“ deutlich.
Wer hier Geschäfte machen will muss sich auch an die Regeln hier halten. So einfach ist das.
Würden sie das in China machen – wären sie Geschichte….
Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass ein solches Vorgehen in China nicht möglich wäre, wie es in der EU der Fall ist. Dies spricht also eher für unser System als dagegen.
Dafür leben wir in einer Demokratie. Es ist das gute Recht dagegen zu klagen, deswegen machen sie es auch. In China musst du folgen.
Trump führt uns ja gerade vor Augen, dass wir uns von keinem Ausland, auch nicht von den USA abhängig machen dürfen. Unser Markt = unsere Gesetze, definiert durch die von UNS demokratisch gewählten Vertreter. Europäische Firmen müssen sich auch in den USA an die dort beschlossenen Gesetze halten.
Es geht nicht darum, ob eine konkrete Bestimmung gut oder schlecht ist, sondern zuvorderst darum, dass beschlossene Gesetze einzuhalten sind.
Wem diese nicht gefallen, der darf natürlich darauf hinwirken, dass sie geändert werden. Dafür gibt es öffentliche Diskussionen und Wahlen.
Sehr gut
Hoffentlich wird das alle jetzt mal beschleunigt.
Damit mal Fahrt in die Sache kommt und Apple endlich einlenkt. Würde mit iOS 27 gerne Siri ai endlich auf dem phone und der Watch habe.
Das wird dann erstmal nicht kommen…
Wie es auch gehen kann, sieht man ja bei Androids. Offener und damit auch viel mehr fragwürdige Apps verfügbar. Mir ist der aktuelle Stand lieber.
Wenn ich maximale Offenheit will, gehe ich zu Linux, wenn ich maximale Stressfreiheit will gehe ich zu Apple.
Wenn Apple den DMA einhalten würde, hättest du tatsächlich die Wahl, Peter: Du könntest weiterhin Apple-Dienste nutzen – oder Alternativen KI-Assistenten nutzen. So, wie Spotify statt Apple Music oder Google Maps statt Apple Maps wählen. Die Entscheidung läge bei dir. Und genau das wäre bei DMA-Konformität möglich. Ich glaube, du bist nicht der Einzige, dem es irgendwie schwer fällt den Vorteil drin zu sehen. Apple nutzt übrigens die gleichen Phrasen, wie schon bei den alternativen Appstores. Und das war ja auch kein Weltuntergang, wie Apple es vorab beschrieben hat.
die eu macht alles kaputt was gut war.
warum habe ich mir apple gekauft? weil es nicht jeder hatte? auch. aber es ging mir um das geschlossene ökosystem, die sicherheit und der komfort. heute? apple pay bzw. nfc offen, alternative stores müssen her usw.
okay idee ist ja gut, jeder soll es machen wir er mag, aber was passiert? apple und co. verschwinden nach und nach vom eu markt.
ist das gut das big tech firmen einen drauf bekommen? ja! aber wir sollten erstmal alternativen haben. alle die mal da waren sind nach china oder ganz weg.
Apple sollte aufhören weiter mit allen möglichen Mitteln zu verzögern. Einfach die Anforderungen erfüllen und gut ist es. Dem Endkunden in der EU das Unvermögen und die Verweigerungshaltung Apples ausbaden zu lassen, ist eine Frechheit.