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Bei Notruf Standort-Übertragung

Apple reagiert auf Hilferuf: iPhone bekommt AML-Funktion

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Nach Monaten vergeblicher Versuche eine Kontaktaufnahme mit Apple herzustellen, appellierte die „European Emergency Number Association“ (EENA) im vergangenen August mit Hilfe einer Pressemitteilung an den iPhone-Hersteller.

Sos Watch

Die in Brüssel ansässige Nichtregierungsorganisation, die sich um den einheitlichen Ausbau der europaweit gültigen Notrufnummer 112 kümmert, formulierte darin genau eine Bitte: Apple möge sein mobiles iPhone-Betriebssystem um die Kompatibilität zum AML-Notfallsystem erweitern.

Die sogenannte AML-Funktion (kurz für „Advanced Mobile Location“), die Googles Android-System bereits 2016 integrierte, etabliert einen Standard, der den Telefonstandort schon während der telefonischen Kontaktaufnahme mit den Rettungskräften übermittelt.

Momentan wir die AML-Funktion unter anderem in Schweden und Belgien eingesetzt, steht hier allerdings nur für Android-Nutzer zur Verfügung.

Die EENA, die damals noch die Anstrengungen Apples bei der Integration der SOS-Funktion in der Apple Watch begrüßte, forderte das Unternehmen auf, das iPhone nicht zu vernachlässigen und den fortschreitenden Ausbau der AML-Funktion zu unterstützen.

Eine Bitte, der Apple mit iOS 11.3 nun nachkommt. Das neue Betriebssystem unterstützt AML in entsprechend vorbereiteten Netzen ab Werk.

Apple informiert:

Unterstützung für Advanced Mobile Location (AML), um automatisch den aktuellen Standort eines Nutzers zu senden, wenn er einen Notruf an Rettungsdienste in Ländern tätigt, in denen AML unterstützt wird.

Donnerstag, 25. Jan 2018, 18:36 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Schön, dass es vorwärts geht. Langsam, aber vorwärts.
    Jetzt noch alle europäischen Mobilfunkanbieter und Regierungen auf den Zug peitschen und ab geht die Post.

  •  ut paucis dicam

    Sehr gut und vernünftig! Daumen hoch!

  • Hauptsache mit jedem iOS Update werden neue emojis eingepflegt. Saftladen.

    • Hier wird doch gerade berichtet, dass Apple etwas anderes einbaut. Wo ist also dein Problem? Abgesehen davon ist für Emojis ein komplett anderes Team verantwortlich. Außerdem wäre es in vielerlei Hinsicht ein Problem, wenn Apple vom Unicode Standard abweichen würde.

      • Aber man kann es doch gut zum bashen nutzen! Da sind Fakten wie der Unicode-Standard sekundär ;-)

    • ich glaube auch kaum dass das einpflegen von emojis so dermaßen viel manpower bei apple erfordert, das da jetzt 500 leute allein nur damit beschäftigt sind. also komm mal wieder runter. ;-) außerdem wird euer ewiges emoji-gemeckere irgendwann langweilig. :-P

      • Wobei ich wiederum glaube, das die Entwicklung dieser animierten Kackhaufen schon einiges an Manpower in Anspruch genommen haben, die man sicherlich sinnvoller hätte nutzen können. und sich dann noch vor die Weltöffentlichkeit zu stellen und das als super Innovation vorzustellen, das ist schon ganz schön dreist.

      • @googman: Weisst du wie Aufwendig es ist, die Gesichtszüge automatisch zu mappen und dann auf etwas anderes umzumünzen? Filmstudios (haben auch eine andere Qualität) brauchen dafür extrem viel Ausrüstung usw und Apple schafft es mit einem iPhone.
        Animoji ist eine Innovation im Sinne der Technologie die dahinter steckt. Sie mag jetzt vielleicht nicht direkt auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, aber die Ingenieurskunst die dahingersteckt darf man definitv nicht unterschätzen.

  • Gibt es dann AML auch für die Apple Watch mit LTE und GPS?

  • Die Frage ist nur, welche Notrufleitstelle kann mit der Funktion umgehen. Und bis Behörden das in ihre Strukturen einbinden kann es bekanntermassen öfters mal länger dauern…

    • Ja, das ist das Problem. Die sind ja jetzt schon überfordert, die Standortdaten von der Rettungsleitstelle an den Einsatzwagen durchzugeben. Selbst erlebt vor ein paar Monaten. Wahrscheinich sitzt da noch jemand mit Zettel und Stift und macht sich Notizen!!!

    • Auf der Autobahn habe ich auf der Gegenfahrbahn einen Unfall beobachtet, direkt vor mir. Ich rief die 110 an, die wissen wollte, wo genau ich bin. Ich wollte ihnen die Navi-Koordinaten nennen, das wollten sie nicht. Sie wollten einen „Autobahnkilometer“. Den konnte ich da, wo ich stand, nicht sehen. Da ich ortsfremd war, war’s auch schwer zu beschreiben. Bis die Deutschen solche Technik implementieren, wird es dauern, lange dauern. Da wird eher BER fertig, als dass sowas kommt.

      • Der steht auf den Kilometersteinen, hätte man aber wissen können, hätte man in der Fahrschule aufgepasst

      • Die Frage ist doch eher: Warum setzt sich ein Standard durch, der durch Notruf über Voice over LTE sowieso nicht nötig wäre? Vor allem wenn dabei die Geopostiondaten auch noch leichter in die Kommunikationsssysteme der Leitstellen übertragbar wären?

      • @googmann:
        Lies doch mal: den konnte er von seinem Standort aus nicht sehen. Und kannst du mir mal sagen, wo an den Autobahnen „Kilometersteine“ sein sollen? Die gab es vielleicht mal an der Reichsautobahn. Die kleinen blauen Schildchen würde ich nun nicht als „Steine“ bezeichnen…

  • Als Funktionsergänzung um Stille SMS für die Fandung zu unterstützen.. ;)

    Nein Spass beiseite, generell sehr wünschenswert!

  • Eine gute Sache, nur blöd, dass Deutschland wieder hinterher hängt

  • War es nicht so, dass es in DE nicht aus Datenschutzgründen untersagt war? Hat sich dahingehend etwas getan?

  • Aus dem Artikel geht nicht hervor, ob und wann AML in DE verfügbar ist. Nützt ja nicht viel, wenn das iPhone zwar AML kann, aber die 112 es nicht unterstützt…

  • Ist es nun in Deutschland verfügbar?

  • AML ist nicht in DE verfügbar, aber zum Teil in unseren Nachbarländern. Bei uns sind ja so Notfall-Themen nicht sonderlich populär. Ich sag‘ nur Schlusslicht bei den Organspendern (750 in 2017)

  • In den 60ern zum Mond fliegen…und es heute nicht schaffen den Standort zu übermitteln….tzzz

  • Da ist eCall schon weiter und ab 1. März 2018 für alle neu zugelassenen KFZ verpflichtend.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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