Gegen KI-Fehler
Apple plant Millionen-Deals für bessere Siri-Antworten
Apple will die neue Siri AI offenbar mit hochwertigen Nachrichteninhalten füttern und dafür direkt mit Medienunternehmen zusammenarbeiten. Wie das Wall Street Journal berichtet, führt Apple seit einigen Monaten Gespräche mit Verlagen über mehrjährige Lizenzvereinbarungen.
Die Inhalte sollen Siri insbesondere bei Fragen zu aktuellen Ereignissen und Nachrichten zur Verfügung stehen. Anders als bei vielen bisherigen KI-Lizenzverträgen soll Apple dabei offenbar nicht einfach pauschal für den Zugriff auf große Datenbestände bezahlen. Stattdessen ist ein Modell im Gespräch, bei dem Verlage Geld erhalten, wenn ihre Inhalte tatsächlich für eine Siri-Anfrage verwendet werden.
Apple soll für entsprechende Zahlungen ein Budget im dreistelligen Millionenbereich diskutiert haben. Welche Medienunternehmen derzeit an den Gesprächen beteiligt sind, ist nicht bekannt. Verträge wurden bislang ebenfalls nicht öffentlich angekündigt.
Falsche Schlagzeilen sollen sich nicht wiederholen
Für Apple könnte die direkte Zusammenarbeit mit Nachrichtenanbietern gleich zwei Probleme lösen. Siri erhält Zugriff auf aktuelle und redaktionell erstellte Informationen, gleichzeitig könnten Quellen für Nutzer klarer nachvollziehbar werden. Gerade bei Nachrichten ist dies relevant, weil generative KI-Modelle weiterhin falsche oder verfälschte Aussagen erzeugen können.
Apple hat mit diesem Problem bereits unangenehme Erfahrungen gesammelt. Die mit Apple Intelligence eingeführten Zusammenfassungen von Mitteilungen produzierten mehrfach irreführende Nachrichtenschlagzeilen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt eine falsche BBC-Meldung, die einem Nutzer eine Aussage präsentierte, die im ursprünglichen Artikel überhaupt nicht enthalten war. Apple setzte die Nachrichten-Zusammenfassungen daraufhin zeitweise aus.
Alle Apple-Produkte könnten von den Deals und einer verbesserten Siri profitieren.
Neues Bezahlmodell statt Trainingsdaten
Ganz neu sind Apples Verhandlungen mit Medienhäusern nicht. Bereits Ende 2023 wurde bekannt, dass das Unternehmen unter anderem mit Condé Nast, NBC News und IAC über mehrjährige Verträge für Nachrichtenarchive gesprochen hatte. Damals ging es vor allem um Trainingsdaten für KI-Modelle.
Das jetzt diskutierte Modell verfolgt einen anderen Ansatz. Verlage würden nicht nur einmalig ihre Archive lizenzieren, sondern an der tatsächlichen Nutzung aktueller Inhalte beteiligt. Damit könnte Apple gleichzeitig einen Weg finden, Siri mit verlässlicheren Informationen zu versorgen und die Urheber der verwendeten Inhalte zu vergüten.
Siri AI soll im Laufe dieses Jahres gemeinsam mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 starten. In der Europäischen Union müssen sich iPhone- und iPad-Nutzer allerdings zunächst gedulden: Apple hat bereits angekündigt, die neue Siri hier nicht zeitgleich mit anderen Märkten einzuführen.


Eine bessere prediction und autokorrektur der Tastatur wäre sinnvoller
Liebes Apple, wann EU? Öffnet euch für mehr Marktoffenheit, dann bleibe ich euch auch treu ;) Danke
Bin dran. Sekunde. Moment.
+1
:-))))))