Oliver Schusser im Interview
Apple Music: Streaming-Chef spricht über KI, Lossless und Werbung
In einem Interview mit dem Branchenmagazin Billboard hat Oliver Schusser, verantwortlich für Apple Music, zentrale Fragen zur Ausrichtung des Streamingdienstes beantwortet. Dabei ging es um technische Entscheidungen, das Geschäftsmodell und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Ein Thema war auch die Entwicklung des Streamingmarktes. Exklusive Veröffentlichungen, die früher ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal waren, spielen heute kaum noch eine Rolle. Dienste wie Spotify setzen stattdessen stärker auf Zusatzangebote wie Podcasts oder personalisierte Funktionen. Apple konzentriert sich dagegen stärker auf kuratierte Inhalte und technische Merkmale.
Lossless-Audioqualität im Alltag
Apple bietet weiterhin verlustfreie Audioformate an, weist jedoch auf deren Einschränkungen im Alltag hin. Viele Nutzer hören Musik über AirPods und andere kabellose Kopfhörer, die ihre Signale per Bluetooth übertragen. Hier können die hohen Datenraten von Lossless-Audio nicht genutzt werden.
Vor diesem Hintergrund setzt Apple verstärkt auf räumlichen Klang. Technologien wie Dolby Atmos sorgen dafür, dass Musik nicht nur von links und rechts kommt, sondern aus verschiedenen Richtungen wahrgenommen wird. Dieser Effekt ist für viele Nutzer auch ohne spezielle Hardware nachvollziehbar. Gleichzeitig wurde ein wachsender Teil des Katalogs entsprechend aufbereitet.
Apple bleibt beim Abo-Modell
Ein klarer Unterschied zu vielen Wettbewerbern liegt im Geschäftsmodell. Apple Music verzichtet weiterhin auf ein kostenloses, werbefinanziertes Angebot. Nach Ansicht des Unternehmens sollte Musik als künstlerische Arbeit nicht dauerhaft frei verfügbar sein.
Werbefinanzierte Modelle generieren in der Regel geringere Einnahmen pro Nutzer und setzen kostenpflichtige Angebote unter Preisdruck. Schusser argumentiert, dass dies langfristig sowohl für Anbieter als auch für Künstler Nachteile bringt.
KI-Inhalte nehmen zu
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit KI-generierter Musik. Laut Apple stammt inzwischen ein erheblicher Anteil neu eingereichter Titel aus vollständig automatisierten Prozessen. Hier bestätigt man also die Beobachtungen der Streaming-Konkurrenz von Deezer.
- Jeder zweite Song: Deezer wird von KI-Musik geflutet
Um Transparenz zu schaffen, führt Apple Kennzeichnungen für entsprechende Inhalte ein. Labels und Distributoren sollen angeben, ob Künstliche Intelligenz bei der Produktion eingesetzt wurde. Gleichzeitig wurden Maßnahmen gegen Betrug verschärft, etwa gegen künstlich erzeugte Streams. Einnahmen aus solchen Fällen werden einbehalten und neu verteilt.
Apple sieht die Branche insgesamt in der Pflicht, gemeinsame Standards für den Umgang mit KI zu entwickeln und umzusetzen.



Ich habe den Inhalt dieser Seite nicht gelesen, weil ich das Feature „Werbung“ vorab testen wollte. Aber in der iFun App sehe ich keine Werbung, da ich iFun Abonnent bin. Wann sehe ich hier diese Werbung? Ich kann nicht genug davon bekommen :-)
„Viele Nutzer hören Musik über AirPods und andere kabellose Kopfhörer, die ihre Signale per Bluetooth übertragen. Hier können die hohen Datenraten von Lossless-Audio nicht genutzt werden.“ Das ist natürlich nicht ganz richtig. Im reinen Apple-Kosmos ok, aber es gibt ja Lösungen von anderen Herstellern die über Bluetooth sehr nahe an Lossless oder gar Hires heranreichen. Und ja, das klingt deutlich besser als Apples AAC Nutzung. Dolby-Atmos hingegen klingt nicht zwingend besser sondern vor allem anders.
Welche Lösungen von welchen Herstellern gibt es?
Das würde mich auch mal interessieren.
Gerade unter den Apple Kunden dürften auch viele Audiophile sein, die Apple Music in Verbindung mit einer hochwertigen Stereo-Anlage nutzen. Und hier wird es schwierig, wenn man Lossless komfortabel vom Sofa aus nutzen möchte. Die Wiedergabe von Lossless mit automatischer Anpassung von Auflösung und Bitrate ist ja über das iPhone und das iPad in Verbindung mit einem DAC problemlos möglich. Zwingt aber dann für die Bedienung zum Aufstehen. Schwierig wird es mit einem Mac. Hier muss man über die Audio-Midi-App gehen, und Auflösung und Bitrate fest einstellen. Das führt bei der Wiedergabe dann entweder zu Up- oder Downsampling. Schön wäre es, wenn das auch beim Mac wie bei iPhone und iPad ginge. Mein Wunschzettel: ein AirPlay 3, das wie ein Connect Service funktioniert sowie die automatische Anpassung von Auflösung und Bitrate auch am Mac. Bislang kann man für die Fernsteuerung von Apple Music am Mac nur die betagte und lange nicht aktualisierte Remote-App verwenden.
„kabellose Kopfhörer, die ihre Signale per Bluetooth übertragen. Hier können die hohen Datenraten von Lossless-Audio nicht genutzt werden“
warum geht es dann mit den airpods pro zusammen mit der vision pro? und warum schafft sony es mit seinem eigenen code (wenn auch nicht ganz)?