In den Fussspuren von OpenAI
Apple Health: Claude erhält Zugriff auf Gesundheitsdaten
Der KI-Dienst Claude erweitert seine Funktionen um einen eigenen Gesundheitsbereich und tritt damit in die Fussspuren von OpenAI. In einer ersten Beta-Phase lassen sich Gesundheitsdaten aus verschiedenen Plattformen direkt mit dem Dienst verknüpfen. Ziel ist es, medizinische Informationen und Fitnesswerte verständlich aufzubereiten und im Gesprächskontext nutzbar zu machen.
Das Angebot richtet sich zunächst an zahlende Nutzer in den Vereinigten Staaten und ist auf mobile Apps beschränkt. Der Gesundheitszugang ist als optionale Erweiterung konzipiert und muss von Nutzern ausdrücklich aktiviert werden.
Apple Health und weiteren Plattformen
Zum Start stehen vier Integrationen zur Verfügung. Auf dem iPhone lässt sich Claude mit Apple Health verbinden. Auf Android wird der Zugriff über Health Connect ermöglicht. Ergänzend können Nutzer ihre Daten aus HealthEx sowie Function Health einbinden. Die Verbindung erfolgt direkt in der Claude-App oder über eine separate Anmeldeseite für externe Dienste.
Nach der Freigabe kann Claude Inhalte aus Arztberichten, Laborwerten und Fitnessaufzeichnungen zusammenführen. Die KI erklärt Messergebnisse in verständlicher Sprache, fasst medizinische Verläufe zusammen und erkennt wiederkehrende Muster in Aktivitäts oder Vitaldaten. Diagnosen oder Therapieempfehlungen sind dabei nicht vorgesehen. Der Dienst versteht sich als unterstützendes Werkzeug zur Einordnung vorhandener Informationen.
Datenschutz und eingeschränkte Verfügbarkeit
Anthropic betont, dass die Integrationen auf Datenschutz ausgelegt sind. Der Zugriff erfolgt ausschließlich nach ausdrücklicher Zustimmung. Die angebundenen Gesundheitsdaten werden nicht für das Training der KI verwendet. Verbindungen lassen sich jederzeit trennen und gespeicherte Inhalte können gelöscht werden.
Der Beta-Start ist auf Pro- und Max-Abonnenten in den USA begrenzt. Nutzer in der Europäischen Union haben derzeit keinen Zugriff. Ob und wann das Angebot hierzulande verfügbar wird, ist offen. Auch zur langfristigen Einbindung weiterer Gesundheitsdienste oder nationaler Gesundheitssysteme macht Anthropic bislang keine Angaben.


Claude > ChatGPT
So etwas erwarte ich von der KI Integration von Apple lokal auf dem Gerät. Die Gesundheitsdaten einer offenen KI ins Netz zur Verfügung zu stellen, kommt bei dem geringen versprochenen Nutzen für mich nicht in Frage.
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+1 hoffentlich mit Appel und der neuen Siri
Wenn das E-Mail Konto oder der Bank Zugang gehackt wird und Daten oder Geld gestohlen werden, dann ist das sehr ärgerlich und kann plötzlich einen großen Schaden anrichten, aber die Zugänge können ausgetauscht werden und Geld kann man auch wieder verdienen.
Wenn jemand jedoch die eigenen Gesundheitsdaten stiehlt, dann hat man nicht jetzt ein Problem, sondern in 10 Jahren. Denn den eigenen Körper kann man nicht ändern und um so mehr Daten es von einer Person gibt, um so wertvoller werden diese.
Gerade bei Gesundheitsdaten sollte man deutlich vorsichtiger umgehen mit dem Zugriff von anderen darauf.
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Grundsätzlich stimme ich dir zu, könntest mir trotzdem ein paar Beispiele nennen, welche Konsequenzen entstehen könnten?
Ich gehe davon aus, dass Kriminelle Organisationen ergattern könnten, aber die Krankenkasse wird doch kein Geschäft mit denen machen. Wo genau siehst du die Problematik?
@J.C.
Stell Dir nur vor, Du hast eine schwere Krankheit.
Wer sollte davon wissen können und wer nicht?
Arbeitgeber, Versicherer, Betrüger…
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Richtig. Schau dir aber in dem Zusammenhang auch mal die IT in Arztpraxen an…