15 Prozent trotz externem Kauf:
Apple baut EU-App-Store um: Brüssel zufrieden, Epic nicht
Apple hat seine Geschäftsbedingungen für Apps in der Europäischen Union erneut umfassend überarbeitet. Die Änderungen treten zum 1. Oktober in Kraft und sollen den seit Jahren laufenden Streit mit der EU-Kommission über den Digital Markets Act entschärfen. Apple selbst spricht von einer engen Abstimmung mit der Kommission und von einem einheitlicheren Gebührenmodell.
Die bislang pro Installation erhobene Core Technology Fee wird abgeschafft. An ihre Stelle tritt eine Core Technology Commission von fünf Prozent auf digitale Umsätze bei Apps, die über alternative App-Marktplätze oder direkt über das Web verteilt werden.
Bis zu 20 Prozent bei alternativen Zahlungen
Auch im regulären App Store ändern sich die Provisionen. Nutzt eine App Apples In-App-Käufe, verlangt Apple künftig grundsätzlich 26 Prozent. Bei einem alternativen Bezahlsystem innerhalb der App sind es 20 Prozent. Führt ein Link aus der App auf eine externe Bezahlseite, werden 15 Prozent fällig.
Für Teilnehmer am Small Business Program und verschiedene Partnerprogramme gelten jeweils reduzierte Sätze. Apple erlaubt künftig zudem erstmals, die eigene In-App-Kaufoption parallel zu einem externen Bezahlweg anzubieten. Die einzelnen Gebühren und Bedingungen listet Apple auf seinen Entwicklerseiten.
Brüssel will Umsetzung weiter überwachen
Die EU-Kommission begrüßt die Änderungen. Sie hatte Apple zuvor unter anderem vorgeworfen, Entwickler durch Gebühren und komplizierte Vorgaben von alternativen App-Stores und Bezahlwegen abzuhalten. Der DMA schreibt vor, dass Nutzer und Entwickler alternative Vertriebs- und Bezahlmöglichkeiten effektiv nutzen können müssen.
Epic Games möchte nach Möglichkeit nichts abgegeben.
Ein Freibrief ist das Lob aus Brüssel allerdings nicht. Die Kommission will beobachten, wie Apple die neuen Bedingungen praktisch umsetzt.
Epic spricht von „Müllgebühren“
Epic Games reicht das nicht. Der Betreiber des in der EU verfügbaren Epic Games Store für iPhone kritisiert vor allem die fünf Prozent auf Umsätze in alternativen Stores sowie die 15 Prozent bei externen Kauf-Links.
Epic bezeichnet das Modell als neue „Junk Fees“ und hält insbesondere die Provision auf externe Käufe weiterhin für unvereinbar mit dem DMA. Schon bei früheren EU-Anpassungen hatten Epic und Spotify Apples Gebührenmodell scharf kritisiert.
Für iPhone-Nutzer ändert sich zunächst wenig sichtbar. Langfristig könnten die vereinfachten Bedingungen aber darüber entscheiden, ob mehr Entwickler alternative App-Stores, Web-Downloads und externe Bezahlwege tatsächlich nutzen.


Da blickt ja keiner mehr durch…
Witzig: Epic bezeichnet es als „Junk…“, vielleicht sollten sie selbst darüber nachdenken was sie verkaufen – das bezeichne ich mal mehr als nur Junk
Danke, auch mein Gedanke:
inappkäufe einfach wieder abschaffen, vor allem Abo-Modelle und stattdessen normale Käufe anbieten. Wieviel Gebühren da anfallen ist natürlich leider sich fraglich, aber die Infrastruktur von Apple kostet halt auch Geld und die nutzt wohl jeder Apple-Kunde irgendwo.
Kann Epic voll verstehen. Für was denn immer noch Gebühren? Wenn ich am
Windows Rechner etwas außerhalb des Windows Store kaufe, dann bekommt Microsoft ja auch nichts extra.
Ähm…. der AppStore betreibt sich nicht nur mit heißer Luft… ein bisschen was sollte man dafür schon abdrücken können, wenn man die Infrastruktur benutzt. Epic könnte ja auch einfach einen alternativen AppStore aufbauen…
Haben sie doch mit dem Epic Games Store bereits aufgebaut. Den kennt aber wohl keiner. Da sollten sie mal ein bißchen Geld ausgeben für Werbung ;-)
Du willst es wohl absichtlich nicht verstehen, oder? :D
Es geht darum, das man Apps runterlädt (oldschool: Software installiert) ohne Apples Infrastruktur!!! zu benutzen und Apple will trotzdem Geld sehen!
Das ist irre.
Beim Mac oder Windows muss ein User logischerweise auch keine Gebühren bezahlen. Warum auch?
Und was redet man über die Kosten von der Infrastruktur?
Apples Service Sparte (Abos, AppStore) ist die profitabelste überhaupt im Unternehmen.
Verrückt wenn sich User auf die Seite von Mrd Gewinn Konzernen stellen, anstatt die Kosten / Freiheit der User im Auge zu haben.
Machen Sie doch, glaube ich, aber den benutzt keiner
Der AppStore wird doch durch die Entwickler bereits finanziert. Die müssen schließlich regelmäßig Gebühren zahlen, nur damit sie Apps dort anbieten können. Auch Entwickler, die gar nicht in Apples eigenem Store ihre Apps anbieten (z.b. Firmen die ihre eigenen Apps nur firmenintern auf Mitarbeiter-Geräte installieren) müssen diese Gebühren zahlen. Die Infrastruktur wird somit schon von mehr Leuten finanziert, als diese überhaupt nutzen.
Und epic HAT ja einen eigenen alternativen AppStore aufgebaut. Dennoch müssen sie für alle dort gemachten Einnahmen einen Teil an Apple abdrücken. Apple hat mit dem Epic-Store aber gar nichts zu tun, keine Kosten, keinen Aufwand, nichts. Warum soll nun Epic an Apple zahlen? Das ist wie wenn Aldi für jeden Kauf eines Produkts bei Lidl, von Lidl eine Gebühr kassieren würde, nur weil Aldi dasselbe Produkt im Angebot hat.
Dir ist aber bewusst, dass Apple App-Enwickler zwingt ihre Infrastruktur zu nutzen?
Jammern gehört bei Kaufleuten bekanntlich zum Geschäft. Sie sind naturgemäß daran interessiert, dass ihnen möglichst geringe Kosten entstehen.
Ist wie jedes Mal wenn man bei LIDL einkauft 5% davon an ALDI abdrücken zu müssen. Eine Fee für was genau soll das sein? Das ist einfach mittlerweile verbrecherisch.