In fünf Ländern verpflichtend
Apple ändert Tracking-Abfrage mit iOS 27.2
Apple setzt die angekündigten Änderungen an seinem ‚App Tracking Transparency‘-System (ATT) mit iOS 27.2 und iPadOS 27.2 erstmals um. Mit der seit dieser Woche für Entwickler verfügbaren Beta-Version der beiden Betriebssysteme führt Apple angepasste Hinweise ein, mit denen Apps die Erlaubnis zum Tracking ihrer Nutzer einholen können.
Neben Deutschland wird die neue Variante aufgrund rechtlicher Vorgaben künftig auch in Frankreich, Italien, Polen und Rumänien verpflichtend eingesetzt. In den übrigen Ländern der Europäischen Union können Entwickler zwischen der bisherigen und der neuen Darstellung wählen. Die grundsätzlichen Vorgaben ändern sich dabei nicht: Apps müssen weiterhin die ausdrückliche Zustimmung ihrer Nutzer einholen, bevor sie deren Aktivitäten über die Angebote verschiedener Unternehmen hinweg für Werbezwecke verfolgen dürfen.
Alternative Darstellung der Tracking-Abfrage
Die alternative Abfrage unterscheidet sich von der bisherigen Version vor allem bei der Formulierung und Darstellung. Entwickler können zudem eine zusätzliche Schaltfläche einblenden, über die Nutzer weitere Informationen zum Umgang mit ihren Daten erhalten.
Apple setzt die Änderungen auf Grundlage von Vereinbarungen mit europäischen Wettbewerbsbehörden um. Die bisherige Umsetzung war in mehreren Ländern auf Kritik gestoßen. Im Vordergrund stand dabei der Vorwurf, dass die von Apple vorgegebenen Abfragen Drittanbieter benachteiligen könnten.
Entwickler können nach einem Jahr erneut fragen
Im Zusammenhang mit der Umstellung erhalten Entwickler in der EU zudem die Möglichkeit, die Nutzer ihrer Apps nach einem Jahr erneut um die Zustimmung zum Tracking zu bitten. Davon ausgenommen sind Nutzer, die die Tracking-Anfragen grundsätzlich deaktiviert haben.
Die neuen Optionen stehen zunächst Entwicklern zur Verfügung, die ihre Apps mit den Betaversionen von iOS 27.2 und iPadOS 27.2 testen. Mit der Freigabe der finalen Betriebssystemversionen sollen die neuen Abfragen dann regulär auf den Geräten der Nutzer erscheinen.
Warum dürfen die nach einem Jahr erneut fragen? Gleichbehandlung aller Entwickler ist gut, aber irgendwo muss dann doch auch mal eine Grenze der Absurditäten sein…
Schalte es doch komplett ab, dann wirst du nie gefragt.