Gratis-App zeigt tatsächlich besuchte Regionen
App-Tipp: HexPlore kartiert Reisen anhand von Fotos
Wer seine Reisen dokumentieren möchte, greift häufig zu Anwendungen, die besuchte Länder auf einer Weltkarte markieren. Der Entwickler Alastair McNeill verfolgt mit seiner neuen iPhone-App HexPlore einen anderen Ansatz. Statt ganze Staaten als bereist zu markieren, wertet die Anwendung die Standortdaten in der Fotomediathek aus und berechnet, welche Regionen der Erde Nutzer tatsächlich besucht haben.
Die Idee dahinter ist einfach: Wer einige Tage in Mälmo verbracht hat, hat damit nicht automatisch Schweden bereist. Ebenso sagt eine Zwischenlandung auf einem Flughafen wenig über die tatsächliche Reiseerfahrung in einem Land aus. HexPlore versucht deshalb, Reisen präziser abzubilden.
Fotomediathek als Reisetagebuch
Nach dem Start durchsucht die App die auf dem iPhone gespeicherten Fotos nach GPS-Daten, was auch bei größeren Sammlungen nur einige Sekunden in Anspruch nimmt. Aus den so ermittelten Standorten erstellt HexPlore eine Karte, die die Welt in viele kleine sechseckige Bereiche unterteilt.
Jedes Feld steht für einen tatsächlich besuchten Ort. Auf diese Weise entsteht ein deutlich detaillierteres Bild der eigenen Reiseaktivitäten als bei klassischen Länderlisten. Nutzer erhalten zudem eine Schätzung darüber, wie viel Prozent der weltweiten Landfläche sie bislang selbst erkundet haben.
- App-Geheimtipp Geory: Vollautomatisches Location-Tagebuch
Der Entwickler beschreibt die Anwendung als bewusst einfach gehalten. Nach der Freigabe des Fotozugriffs erstellt die App die Karte automatisch. Eine manuelle Eingabe von Reisezielen oder Aufenthaltsorten ist nicht erforderlich.
Datensparsam und komplett kostenfrei
Auffällig ist auch das Geschäftsmodell. Während viele Reise-Tracker mittlerweile auf kostenpflichtige Abonnements setzen, wird HexPlore komplett kostenlos angeboten. Laut Entwickler gibt es weder laufende Gebühren noch eine Registrierungspflicht.
Die Auswertung der Bilder erfolgt direkt auf dem Gerät. Die Standortdaten und Fotos werden nicht in eine Cloud hochgeladen. Nutzerkonto, Anmeldung oder externe Datenspeicherung sind nach Angaben des Entwicklers nicht vorgesehen.
Zusätzlich können Kartenansichten exportiert und mit Freunden geteilt werden. Dadurch lassen sich Reiseprofile vergleichen, ohne lediglich die Anzahl besuchter Länder gegenüberzustellen. Stattdessen rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie umfangreich eine Region tatsächlich erkundet wurde.
HexPlore richtet sich damit an Nutzer, die ihre bisherigen Reisen genauer nachvollziehen möchten und einen anderen Blick auf ihre persönliche Weltkarte suchen. Die Anwendung ist für das iPhone verfügbar und benötigt mindestens iOS 15



Eine witzige Idee seine Reisen abzubilden!
Schade, dass bei mir die vielen Jahre vor dem iPhone nicht abgebildet werden können.
Der erste Schritt ist noch leicht: GPS Daten kannst du am Mac oder iPhone bei allen digitalen Bildern auch nachträglich ergänzen. Allerdings würde das bei mir auch nur ein paar zusätzliche Jahre abbilden. Der zweite Schritt (nur analog vorhandene Bilder zu digitalisieren) ist dann leider eine ganz andere Schwierigkeitsstufe…
Kannst auch manuell als besucht markieren.
Also bei mir funktioniert das nur sehr begrenzt… rund 12.000 Fotos auf zahlreichen Reisen über viele viele Jahre an allen möglichen Orten aufgenommen. Und zeigen tut mir die Apo drei Kacheln in Deutschland… :-(
Das klingt fast danach als würden die Geodaten beim Auslösen nicht in den Fotos festgehalten.
Prüfe mal: Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Ortungsdienste > Kamera
Ob du deiner Knipse den Standortzugriff überhaupt gestattet hast.
Und alternativ kann man in der Foto App bei jedem Foto einmal im Bild nach oben wischen. Wird dann keine Karte eingeblendet, war zum Zeitpunkt der Erstellung des Fotos die GPS Bestimmung nicht aktiv. Manche iOS Nutzer deaktivieren das und erinnern sich nicht mehr daran.
Und toll wäre die App auch für macOS, viele Leute haben dort lokal den Großteil ihrer Fotos.
Habe festgestellt, dass die App alle Bilder gleich bewertet, egal, von welcher Kamera sie gemacht wurden. Auch Bilder, die ich von Freunden oder Familienangehörigen gespeichert habe, gelten als selbst besucht.
Naja … Im übertragenen Sinne hast Du durch das Bild Deiner Freunde ja auch was von „deren bereisten Ländern“ gesehen :-)
Was ich schade find ist folgendes:
Nachträglich eingefügte Geodaten am iPhone werden nicht erkannt, nur wenn die App einmal komplett neu installiert wird.
Das scheint noch ein Bug zu sein. Erst dann werden bearbeitete Bilder erkannt.
Oder die Funktion wurde bei dieser kostenlosen App nicht eingearbeitet.
Mehr Funktionen == Mehr Programmierarbeit
Nenne es nicht Bug. Software mit mehr und noch mehr Wünschen kostet viel Zeit. Es war sicherlich einfach noch nicht vorgesehen.
Bei iOS kann man auch einfach in Fotos auf Maps gehen und sieht den Globus mit allen Fotos
Aber eben nicht als Hexagon. Die Idee ist ja, wenn ein Foto gemacht wurde, gilt das für einen bestimmten Umkreis. Außerdem ist die (kleine) Statistik der besuchten Länder interessant (hätte nicht gedacht, dass ich bisher 37 Länder besucht habe).
Du kannst auch einfach ein Wählscheibentelefon Deiner Vorfahren verwenden. Kannst darüber aber nicht erkennen, wen Du in den letzten 30 Tagen angerufen hattest.
0,18% und ich dachte ich hätte viel gesehen :-D Danke für den Tipp! Eine ganz andere Frage: sind so Apps in diesem Polygon-Stil jetzt irgendwie Trend? Die Aboverwaltung seit gestern war ja irgendwie sehr ähnlich und auch sonst fallen mir immer mehr solche Apps auf.