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App Store zugemüllt: 9 von 10 iOS-Anwendungen sind Zombies

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Apples Software-Kaufhaus bietet inzwischen gut zwei Millionen unterschiedliche iOS-Applikationen für iPhone und iPad an – ein Wert, der zwar den Erfolg des Vertriebsmodells unterstreicht, aber dennoch nicht in der Lage ist über die offensichtlichen Probleme hinwegzutäuschen.

Zombie

Der App Store ist mit veralteten, verwaisten und unbrauchbaren Anwendungen zugemüllt. Eine Tatsache, die zwar seit Monaten (hinlänglich) bekannt ist – erst im März versprach Apples Chefetage diesbezüglich eine Prüfung – sich durch Spam-Applikationen, chinesischen Rip-offs und die massenhafte Veröffentlichung liebloser dahingeklatschter Baukasten-Anwendungen jedoch eher zu verschlechtern als zu verbessern scheint.

Jetzt liefern die Berliner App-Analytiker von adjust neue Zahlen zum Problem „Zombie-Apps“. Nach Zählung des Berliner Startups ist nur jede zehnte im App Store angebotene Anwendung für den Verbraucher sichtbar.

Statis

Das Statistik-Portal Statista informiert:

90 Prozent der Smartphone-Programme werden von adjust als „Zombie Apps“ bezeichnet. Sie tauchen in keiner Top-Liste auf und können nur über die direkte Suche nach ihrem Namen gefunden werden. Das Problem hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Vor zwei Jahren lag die Zombie-Rate noch bei rund 60 Prozent. Bemühungen von Apple, das Problem durch zusätzliche Plätze in den Top-Listen zu beheben, sind offenbar erfolglos geblieben.

Ob Apple die veralteten Anwendungen bewusst ausblendet oder einfach nur daran scheitert die Suchfunktion des Software-Kaufhauses zu verbessern ist unklar.

Mittwoch, 03. Aug 2016, 14:49 Uhr — Nicolas
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  • Klaus Kleber Kleisterfrei

    Ist praktisch das gleiche wie in der Arbeit.

  •  ut paucis dicam

    Viele Apps sind ja auch Müll. Ich habe hauptsächlich „Dienstprogramme und Produktivität“ Apps. Selten lade ich eine neue App oder tausche sie aus, wenn sie nicht mehr unterstützt wird.

    • Wann schmeißt Apple endlich dem Müll der Tobit Software AG aus dem App Store??? Die Apps haben mit echten iOS Apps nun wirklich nichts zu tun. Wenn man sowas zulässt, sinkt die Qualität drastisch.

      Lasst doch mal im App Store nach „Tobit.Software“ suchen! Das ist echt an der Schmerzgrenze.

  • Das hat doch nicht alles mit Müll zu tun. Es können nicht alle Apps in den Toplisten erscheinen. Das es viele Apps gibt die Müll sind ist keine Frage und dass die Suche verbessert werden soll auch. Da fehlt ein konstruktiver Vorschlag, oder ?

    • @pppfff: Einfach bei der Appstore-Suche das Kriterium „Erscheinungsdatum“ ersetzen oder ergänzen durch „Aktualisierungsdatum“ (= Datum der letzten Aktualisierung“) – das wäre ziemlich konstruktiv und sooo einfach…

      • Dazu noch die unterstütze IOS Version , das unterstütze Gerät UND natürlich eine advanced search einführen wo ich das dann etwas flexibler kombinieren kann…

      • Häufige Aktualisierungen können ein Hinweis auf Pflege, müssen aber nicht automatisch eines für Güte sein. ;)

  • Darum lohnt sich immer ein Blick in die letzte Aktualisierung.

  • Bestes Beispiel ist da wohl die „Blitzer.de“ App.
    Letzte Aktualisierung 11.08.2012 – also nicht mal für 4 Zoll optimiert.

    • Das denkbar schlechteste Beispiel welches du finden konntest, weil sie seit Jahren in den Charts auf den vorderen Plätzen rangiert

    • Dies ist nun grade mal kein Besipiel. Auch wenn ich dir zustimme, dass es lächerlich ist, wann die App zum letzten Mal aktualisiert wurde: Sie funktioniert immerhin noch problemlos.

      • Diese App habe ich allein aus optischen Gründen NICHT gekauft. Das Beispiel passt also imo total.

      • Ist nur dein Geschmack, deshalb ist sie kein Zombie.
        Die App funktioniert super und läuft auf allen Geräten.
        Was will man mehr.

      • Das sie rausfliegt, dem sie ist weder an 4″ noch 4,7″ oder gar 5,5″ angepasst und wenn ich mich nicht täusche verstößt sie damit gegen Apples GUI Richtlinen für iOS Apps.

    • Da kann ich beschränkt zustimmen …. die App funktioniert nämlich nicht mehr einwandfrei seit einem der letzten iOS-Updates …. seit letzten Jahr ist bei mir die Sprachwarnung nicht mehr vorhanden …. auf der Homepage der Entwickler habe ich in den FAQ dazu auch einen Hinweis gefunden …. dieser Fehler sei bekannt und man arbeite daran, dass dieser mit dem nächsten Update behoben wird …. datiert ist der Eintrag auf Mitte letzten Jahres (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) …

    • Ich glaube die haben hauptsächlich an Android und Windows Phone Updates gearbeitet. Die sind deutlich aktueller.

    • Hier ist der echte Grund, warum Blitzer nicht aktualisiert wird: Sie befinden sich im Streit mit Apple, die irgendetwas von Ihnen fordern, um das längst überfällige Update freizuschalten. Details wurden nicht genannt.
      Quelle: Blitzer.de Facebookseite.

  • Für alle außer Apple vermutlich keine wirklich Überraschung. Ich erinnere mich an irgendeine Keynote bei der Cook davon sprach wie wahnsinnig, gigantisch, toll und mega der App Store doch sei. Als „Beweis“ wurde angeführt, dass der Großteil aller Apps „aktiv“ sein und „mindestens einmal im Monat installiert würde“.

    Wow… Vielleicht war es auch „mindestens einmal pro Woche“, aber trotzdem habe ich schon damals gedacht, dass es eigentlich ein Armutszeugnis ist, das als Maßstab für die Qualität zu sehen. Selbst bei mindestens einmal am Tag hätte eine App pro Jahr 365 Downloads. Was ist das denn bitte? Nichts! Gar nichts!

    Damit eine App wenigstens ein bisschen relevant ist, muss man diese Zahl von Downloads schon am Tag haben. Zumindest bei Freemium Apps. Bei Bezahl-Apps liegt die Latte natürlich tiefer.

    Mal angenommen die App hätte 350 Downloads am Tag und eine gigantisch Gute Rate von 20% Käufern. Normalerweise sind wohl schon 5% ziemlich gut. Damit gibt es also 70 Käufer am Tag irgendeine IAP Features.

    Bei einem IAP Preis von 99 Cent erhält der Entwickler von Apple 66 Cent und muss davon noch Steuern, etc. bezahlen. Sagen wir es bleiben 50 Cent, also ca. 35 EUR am Tag. Immerhin etwas über 1000 EUR im Monat.

    Das ist genug um einen Studenten gut über die Runden zu bringen. Aber nichts für einen Vollzeitentwickler und schon gar nicht für Firmen die damit Geld verdienen wollen. Man bedenke, dass die Zahlen schon alle ziemlich gut sind. Der durchschnittliche Entwickler wird diese Zahlen eventuell kurz nach der Veröffentlichung erreichen, wenn man noch irgendwo im Store erwähnt wird.

    Sieht man die App dann selbst in der Suche nur noch unter 1000 anderen Treffern, schrumpft der Umsatz schnell auf ein paar Euro am Tag.

    Entweder man sucht sich einen anderen Job oder man legt die Apps so aus, dass die veröffentlicht, kurz gepflegt und dann aufgegeben werden um sich dem nächsten Projekt zu widmen. Die alte App bleibt natürlich im Store (ein paar Euro am Tag sind immer noch besser als nichts), und müllen diesen weiter zu.

    Die Alternative wäre, dass eine neue Version noch mal kostenpflichtig wäre. Aber da springt der durchschnittliche Store-User ja auf die Barikaden und schreit Abzocke, Wucher und Betrug.

  • Alte APPs gnadenlos rausschmeißen

    • Super. Da freuen sich die Käufer, wenn sie Apps erneut installieren wollen. Und es steigert den Wiederverkaufswert von iDevices ja auch ungemein, wenn es keine passende Software mehr gibt.

      Dass der AppStore die Windowisierung (Vermüllung) beschleunigt hat, ist kein Geheimnis: In der Hauptsache klein&fein war früher. Vermutlich ist nicht die schiere Menge das Problem, sondern die bei Apple traditionell schlechte Aufbereitung von Such-Ergebnissen. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. ;)

  • Ich vermute mal die wollen die alle drinnenbleiben weil
    Das ja sonst weniger Apps wären als bei Google und die ja schon auf vielen Keynotes damit oralen wie viele Apps sie für ihre Geräte haben.

  • Apple könnte ja einfach ein zusätzliches Such-/Sortierkriterium einführen: „Dauer seit letzter Aktualisierung“ – DAS scheint mir nicht SO extrem kompliziert zu sein.

    (Aber wenn jeder so einfach sehen könnte, wie viele „tote“ Apps es im App-Store gibt, könnte es ja passieren, dass Herr Cook bei der nächsten Keynote nicht gefeiert, sondern AUSGELACHT wird, wenn er über die dann „incredible 2.500.000 apps in the app store“ spricht – ich finde, das muss unbedingt verhindert werden…)

  • Na, wenn ein Smartphone ohne Speicher ausgeliefert wird, wo man was drauf packen kann, ist das kein Wunder.

    • Hmm, also ich kenne nicht ein einziges Smartphone das ohne Speicher ausgeliefert wird.
      Verstehe auch nicht was das mit der Zombie-Problematik zu tun hat??

    • Schräger Zusammenhang. Es ist kein Wunder das es super viele Apps im Store gibt die ewig kein Update haben oder einfach nur Schrott sind, weil du nicht bereit bist 100€ mehr für mehr Speicher zu zahlen? Verstehe ich nicht.

  • Ich verstehe die ganzen Diskussionen nicht!
    Was ist so schlimm daran, wenn ein Stück Software mal einige Jahre nicht überarbeitet werden muss?
    Die Updaterate einer App sagt doch noch nichts über deren Qualität aus!
    Im Gegenteil, das ist für mich ein Zeichen, das die App nicht beim Kunden reift.
    Und nur weil eine App nicht auf neue Bildschirmgrößen angepasst wurde, ist sie deshalb gleich schlecht. Schon gar nicht, wenn sie auch noch kostenlos ist.

    Das Thema zeigt aber auch, dass der AppStore kein guter Marktplatz (mehr) ist.
    Als „Käufer“ muss ich schon genau wissen was ich suche und als „Anbieter“ muss ich mein Produkt auf anderen Kanälen bewerben.

  • Ich nutze immer noch eine App, die seit Jahren nicht mehr upgedated wurde. Das Datum seit dem letzten Update ist deshalb nicht unbedingt ein Kriterium. Besser wäre, Apps nach der Nutzungsdauer /-häufigkeit zu gruppieren. Aber diese Informationen werden wohl nicht erhoben.

  • Ich hätte gerne eine Option zu filtern das ALLE Apps mit in-App Käufen auf meinen Geräten komplett ausgeblendet werden. Dann bleiben nämlich nur noch gefühlt 10.000 davon übrig. Weiter gefiltert nach Nutzbarkeit in Deutschland und schon sind es nur noch 5.000 Apps von denen ich grob 1000 nicht benötige und 1.000 schon geladen oder gekauft habe…

  • Das ist ja schön und gut wenn hier vorgerechnet wird wieviel Geld eine App dem Entwickler bringt. Aber mal ehrlich, wer sagt denn das ein Entwickler 100 % seiner Arbeitskraft nur einer einer App zukommen lässt. Ich glaube das ist nicht annähernd so, und schon gar nicht wenn es eine Firma mit mehreren Programmierern ist.

    Also wenn sich ein Programmierer nur mit iOS Apps beschäftigt sollte er doch auch mehr machen als eine App. Es gibt auch meiner Meinung nicht viele Apps die dies rechtfertigen würden!

    In der Entwicklungsphase kann ich das nachvollziehen, aber diese endet ja normalerweise wenn die App in den Store kommt. Und bleibt länger darin als es braucht eine zweite App zu programmieren.

  • Der AppStore ist schon seit Jahren bescheiden. Man hat sich bei Apple (und natürlich auch bei den Fanboys) dafür gefeiert, dass es immer mehr und mehr Apps gibt, besonders natürlich mit Blick auf Android, wo es ja weniger gab. Ob die Apps gut sind oder überhaupt geladen werden, wusste allerdings kaum jemand. Ich glaube hier bei iFun gabs mal einen Artikel der sagte, dass 75 % der Apps nie geladen werden. Ein weiterer Ausdruck von Apples Firmenpolitik mittlerweile, Hauptsache Quantität (wie zum Beispiel größere Displays), Nebensache Qualität. Die oben beschriebenen Suchfunktionen hätte Apple schon längst implementieren können, hatte aus irgendeinem Grund aber wohl keinen Bock drauf.

  • Das ist doch auf jeder Plattform so, gute Programme/Apps setzen sich durch, spätere haben es schwerer sich einen Namen zu machen. Das gilt für Win, OSX, iOS, Android….
    Der Vorteil bei iOS ist immerhin, dass die Apps im Store noch zusammen sind. Bei den anderen Plattformen sind gefühlt mehr Zombies vorhanden, weil die Anbieter völlig verstreut und unbekannt sind.

  • Warum sich dieser Problematik eigentlich kein Appentwickler an ??????
    ( Es sollte doch jemand in der Lage sein, Apple zu zeigen wie’s geht )
    Der Erfolg einer App mit ausgedehnten Suchfiltern ist ihm sicher gewiss!
    – Anzahl der Downloads
    – Aktualisierungsindex
    – suche in mehreren Kategorien gleichzeitig
    – Filter mit installierten IOS Versionen
    Usw.
    Usw.
    .
    .
    .

  • Ähmm.. Wo ist das Problem? Kann doch bitte jeder Laden wann was und wie er es will….wer macht denn hier wieder ein auf Erdogan…

  • Viel schlimmer empfinde ich im AppStore eher Apples Unvermögen, nur iOS/Device-kompatible Apps anzuzeigen. Man erfährt ja erst beim Downloadversuch, dass diese App nicht mit dem Gerät oder iOS kompatibel ist. Ziemlich schwach! Und nein, mit dem iPad2 meiner Kinder will ich bspw kein Update auf iOS >7 machen, weil es dann noch langsamer läuft!

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