Setzt Anmerkungen, kritzelt und zeichnet aus
Annotate bringt den Dropshare-Editor auf das iPhone
Der Düsseldorfer Entwickler Timo Josten erweitert sein Angebot rund um die bekannte Mac-Anwendung Dropshare um eine eigenständige iOS-App. Mit „Annotate“ steht nun ein Werkzeug für iPhone, iPad und Vision Pro bereit, das sich auf die Bearbeitung und das Setzen von Anmerkungen auf Screenshots und Bilder konzentriert.
Die Anwendung basiert auf dem bereits aus Dropshare bekannten Editor und soll dessen Funktionen auf mobile Geräte übertragen.
Werkzeuge für Screenshots und Bildmarkierungen
Die App richtet sich vor allem an Nutzer, die regelmäßig Bildschirmfotos kommentieren, Fehler dokumentieren oder Anleitungen erstellen. Dafür stellt Annotate insgesamt 14 Werkzeuge bereit. Neben klassischen Markierungen wie Pfeilen, Rechtecken, Kreisen und Textfeldern lassen sich Inhalte auch verpixeln oder weichzeichnen. Nummerierte Markierungen helfen dabei, einzelne Schritte hervorzuheben, während eine Lupenfunktion bestimmte Bildbereiche vergrößert darstellt.
Interessant ist die Möglichkeit, sensible Informationen direkt auf dem Gerät unkenntlich zu machen. Gerade bei Supportanfragen oder der Weitergabe von Bildschirmfotos können persönliche Daten so vor dem Versand entfernt werden. Ergänzend bietet die App Zugriff auf Apples SF-Symbols-Bibliothek, deren Symbole sich direkt in Bilder einfügen lassen.
Alle eingefügten Elemente werden auf separaten Ebenen verwaltet. Dadurch können Markierungen nachträglich verschoben, neu angeordnet oder gelöscht werden, ohne andere Bearbeitungen zu beeinflussen. Die Bedienung orientiert sich damit eher an klassischen Grafikprogrammen als an den vergleichsweise einfachen Markierungswerkzeugen der Fotos-App.
Fokus auf mobile Arbeitsabläufe
Annotate kann Bilder aus der Fotos-App, der Dateien-App oder direkt aus der Zwischenablage übernehmen. Alternativ lassen sich leere Arbeitsflächen erstellen, die auf typische Apple-Geräteformate abgestimmt sind. So können etwa Mockups für aktuelle iPhone- oder iPad-Modelle vorbereitet werden.
Auch an die Nutzung mit dem Apple Pencil wurde gedacht. Die App erkennt automatisch zwischen Stift- und Fingereingaben, sodass Zeichnungen erstellt werden können, während die Arbeitsfläche gleichzeitig mit den Fingern verschoben oder vergrößert wird.
Für den Export stehen PNG, JPEG und HEIC zur Verfügung. Nutzer von Dropshare können die fertigen Bilder zudem direkt an den gleichnamigen Upload-Dienst übergeben und erhalten anschließend einen Freigabelink.
Eigenständige App statt Erweiterung
Bemerkenswert ist zudem die Entscheidung, Annotate als eigenständige Anwendung anzubieten. Dadurch kann die App unabhängig von Dropshare genutzt werden und richtet sich auch an Anwender, die keinen eigenen Upload-Dienst benötigen. Wer Dropshare bereits verwendet, profitiert dagegen von der direkten Anbindung an den bestehenden Workflow zwischen Bearbeitung und Veröffentlichung von Screenshots. Die Vollversion lässt sich für einmalig 10 Euro freischalten.
Neben den iOS-Boardmitteln finden sich im App Store auch zahlreiche App-Konkurrenten wie Annotable, Annot8 und Annotate+.


