Bis zu 5.105 Satelliten für direkte Smartphone-Verbindungen
Amazon Leo: Satellitenpläne für iPhone und Apple Watch konkretisiert
Amazon hat seine Pläne für den Ausbau des Satellitennetzwerks Leo konkretisiert und bei der US amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC einen Antrag für ein neues Direktkommunikationssystem eingereicht. Vorgesehen ist der Start von bis zu 5.105 zusätzlichen Satelliten, die Smartphones ohne Umweg über Mobilfunkmasten direkt aus dem All erreichen sollen. Unterstützt werden sollen Sprachverbindungen, Nachrichten, Datendienste und Notfallfunktionen.
Aus Apple Sicht ist die Ankündigung besonders interessant. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen bestätigt, dass Amazon nach der Übernahme von Globalstar künftig die Satelliteninfrastruktur für die bestehenden iPhone und Apple Watch Dienste bereitstellen soll. Damals wurde bereits angekündigt, dass Apple auf den Ausbau des Netzes setzt, anstatt eine eigene Satellitenflotte aufzubauen.
Bestehende Apple Dienste sollen ausgebaut werden
Nach Angaben von Amazon soll das neue Direktkommunikationsnetz ab 2028 schrittweise in Betrieb gehen. Es ergänzt das bereits entstehende Leo Breitbandnetz und nutzt zusätzlich die Infrastruktur sowie die Frequenzrechte von Globalstar. Dadurch sollen kompatible Mobilgeräte auch außerhalb der Reichweite klassischer Mobilfunknetze eine Verbindung aufbauen können.
Für Apple bedeutet das vor allem mehr Spielraum beim Ausbau der Satellitenfunktionen. Bereits heute unterstützen aktuelle iPhone-Modelle Notruf SOS über Satellit, Nachrichten per Satellit, „Wo ist?“ sowie die Pannenhilfe in Regionen ohne Mobilfunkempfang. Amazon bestätigt nun ausdrücklich, dass diese Dienste auch künftig unterstützt werden und gemeinsam mit Apple weitere Funktionen entwickelt werden sollen.
Technisch setzt Amazon auf Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen, die Signale bereits an Bord verarbeiten und über Laserverbindungen untereinander weiterleiten können. Für Nutzer bleibt dieser technische Aufwand unsichtbar. Ziel ist es, Verbindungen stabiler zu halten und die vorhandenen Funkfrequenzen effizienter zu nutzen.
Mehr als Notfallkommunikation denkbar
Langfristig soll das Netz nicht nur als Notfalllösung dienen. Amazon nennt ausdrücklich Sprachverbindungen, mobile Daten und Messaging für Regionen ohne Mobilfunkversorgung. Auch abgelegene Arbeitsorte, IoT Anwendungen und Katastrophengebiete gehören zu den vorgesehenen Einsatzfeldern.
Für iPhone-Nutzer könnte sich der Satellitenzugang damit schrittweise von einer reinen Sicherheitsfunktion zu einer regulären Ergänzung des Mobilfunknetzes entwickeln. Wann Apple zusätzliche Satellitenfunktionen freischaltet, bleibt allerdings offen. Die jetzt eingereichten Pläne markieren zunächst den regulatorischen Startschuss für den Ausbau des Netzes.


Und die Telekom macht sich schon in die Hose.
Warum?
Das wird nicht gratis sein.
Also, ich vermute nicht, dass das Leo-Netzwerk an eine direkte Glasfaserverbindung herankommt.
Also ähnlich wie Starlink? Wird ja richtig voll im Orbit.
Wir sollten uns alle in die Hose machen. Es ist krank, dass wir und vor allem die Regierungen der freien Welt alle dabei zusehen, wie die nächste kritische Infrastruktur zu Lasten der digitalen Souveränität in die Hände von Konzernen fließt. Weltraumtechnik, Satelliten, soziale Medien, KI, Energieerzeugung, Leitungsinfrastruktur …. alles Dinge, die ausschließlich unter Kontrolle der öffentlichen Hand stehen sollten.
Oh, endlich Empfang in deutschen Innenstädten!