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Bis zu 5.105 Satelliten für direkte Smartphone-Verbindungen

Amazon Leo: Satellitenpläne für iPhone und Apple Watch konkretisiert

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19 Kommentare 19

Amazon hat seine Pläne für den Ausbau des Satellitennetzwerks Leo konkretisiert und bei der US amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC einen Antrag für ein neues Direktkommunikationssystem eingereicht. Vorgesehen ist der Start von bis zu 5.105 zusätzlichen Satelliten, die Smartphones ohne Umweg über Mobilfunkmasten direkt aus dem All erreichen sollen. Unterstützt werden sollen Sprachverbindungen, Nachrichten, Datendienste und Notfallfunktionen.

Notruf Sms Satellit

Aus Apple Sicht ist die Ankündigung besonders interessant. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen bestätigt, dass Amazon nach der Übernahme von Globalstar künftig die Satelliteninfrastruktur für die bestehenden iPhone und Apple Watch Dienste bereitstellen soll. Damals wurde bereits angekündigt, dass Apple auf den Ausbau des Netzes setzt, anstatt eine eigene Satellitenflotte aufzubauen.

Bestehende Apple Dienste sollen ausgebaut werden

Nach Angaben von Amazon soll das neue Direktkommunikationsnetz ab 2028 schrittweise in Betrieb gehen. Es ergänzt das bereits entstehende Leo Breitbandnetz und nutzt zusätzlich die Infrastruktur sowie die Frequenzrechte von Globalstar. Dadurch sollen kompatible Mobilgeräte auch außerhalb der Reichweite klassischer Mobilfunknetze eine Verbindung aufbauen können.

Amazon Leo Assist

Für Apple bedeutet das vor allem mehr Spielraum beim Ausbau der Satellitenfunktionen. Bereits heute unterstützen aktuelle iPhone-Modelle Notruf SOS über Satellit, Nachrichten per Satellit, „Wo ist?“ sowie die Pannenhilfe in Regionen ohne Mobilfunkempfang. Amazon bestätigt nun ausdrücklich, dass diese Dienste auch künftig unterstützt werden und gemeinsam mit Apple weitere Funktionen entwickelt werden sollen.

Technisch setzt Amazon auf Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen, die Signale bereits an Bord verarbeiten und über Laserverbindungen untereinander weiterleiten können. Für Nutzer bleibt dieser technische Aufwand unsichtbar. Ziel ist es, Verbindungen stabiler zu halten und die vorhandenen Funkfrequenzen effizienter zu nutzen.

Mehr als Notfallkommunikation denkbar

Langfristig soll das Netz nicht nur als Notfalllösung dienen. Amazon nennt ausdrücklich Sprachverbindungen, mobile Daten und Messaging für Regionen ohne Mobilfunkversorgung. Auch abgelegene Arbeitsorte, IoT Anwendungen und Katastrophengebiete gehören zu den vorgesehenen Einsatzfeldern.

Für iPhone-Nutzer könnte sich der Satellitenzugang damit schrittweise von einer reinen Sicherheitsfunktion zu einer regulären Ergänzung des Mobilfunknetzes entwickeln. Wann Apple zusätzliche Satellitenfunktionen freischaltet, bleibt allerdings offen. Die jetzt eingereichten Pläne markieren zunächst den regulatorischen Startschuss für den Ausbau des Netzes.

28. Juli 2026 um 07:38 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    19 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Und die Telekom macht sich schon in die Hose.

  • Also ähnlich wie Starlink? Wird ja richtig voll im Orbit.

    • Stefan B. aus H.

      Und in Deutschland baut die Bundeswehr ein solches Netz exklusiv für militärische Zwecke auf. Wahrscheinlich gibt es nur regulatorische Gründe dafür, dieses Netz nicht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Das wäre imho sehr ärgerlich und teuer im Endeffekt für den Steuerzahler.

      • Der Grund wird einfach sein dass sie nicht tausende Satelliten raufschicken. Und wenn da nur ein paar Dutzend sind reicht das für die Bundeswehr aber natürlich nicht für eine kommerzielle Nutzung. Klar könnte man auch ein eigenes Netz aufbauen aber das ist nicht das Ziel. Fragwürdiger finde ich dass man das wieder etwas im teuren Alleingang macht während die EU ja ebenfalls ein Regierungssystem (iris2) plant. Aber da müssten ja wieder alle an einem Strang ziehen damit die Kosten im rahmen bleiben …

  • Wir sollten uns alle in die Hose machen. Es ist krank, dass wir und vor allem die Regierungen der freien Welt alle dabei zusehen, wie die nächste kritische Infrastruktur zu Lasten der digitalen Souveränität in die Hände von Konzernen fließt. Weltraumtechnik, Satelliten, soziale Medien, KI, Energieerzeugung, Leitungsinfrastruktur …. alles Dinge, die ausschließlich unter Kontrolle der öffentlichen Hand stehen sollten.

    • Ich bin eigentlich bei dir.
      Bis auf das mit soziale Medien unter staatlicher Kontrolle. Da ist mir das Risiko zu hoch der Lenkung / Steuerung.

      Ich habe es früher gesehen beim Spiegel oder bei Zeit, wie dort Kommentare gelöscht wurden, weil man die Meinung nicht mochte. (Es wurden natürlich auch berechtigt Kommentare gelöscht!).

      Fakt ist:
      Hat der Staat die Kontrolle über soziale Medien dann wird er seine Macht auch ausnutzen.

    • Soziale Medien ausgeklammert, stimme ich dir zu 100% zu.

      Das Problem ist unsere Mentalität… Gier frisst Hirn.
      Die Wenigsten werden es genau so sehen, geschweige denn überhaupt darüber nachzudenken und sich mit den Konsequenzen gedanklich auseinanderzusetzen.
      Kommt ja meist erstmal „Technikgegner“ oder „Aluhutträger“. Denken ist halt immer noch zeitaufwändiger als sprechen (oder tippen).

  • Oh, endlich Empfang in deutschen Innenstädten!

  • Aktuell (Stand Juli 2026) strebt SpaceX/Elon Musk für Starlink (Kommunikationssatelliten) bis zu ca. 100.000 Satelliten an – das ist die neueste und ambitionierteste Zahl aus dem Gen3-Antrag bei der FCC.
    Da wird es langsam eng werden.

    • Wenn das so weiter geht können wir das Thema Raumfahrt bald abhaken. Da ist dann bald so viel Schrott in der Umlaufbahn der fortwährend noch mehr noch kleineren Schrott produziert, dass nichts mehr sicher dort oben betrieben werden kann.

      Opa, was ist ein Satellit? Ja, eine tolle Erfindung die es früher einmal gab…

      • Vielleicht ganz gut für den Rest des Universums wenn wir uns selber abschotten.:D

  • Wenn das so weiter geht können wir das Thema Raumfahrt bald abhaken. Da ist dann bald so viel Schrott in der Umlaufbahn der fortwährend noch mehr noch kleineren Schrott produziert, dass nichts mehr sicher dort oben betrieben werden kann.

    Opa, was ist ein Satellit? Ja, eine tolle Erfindung die es früher einmal gab…

  • Was sagt die EU mit ihrem DMA dazu ?
    Mehr DMA geht doch gar nicht …

    Also ich als demokratischer Weltbürger stimme dagegen! Wie viel Müll soll denn noch in den Orbit ?
    Kommt mir aber nicht mjt „das verglüht alles“

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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