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App sichert alle Kontakte

Alexa Calling: Neue Anruf-Funktion lässt alle Nutzer durch

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Die von Amazon neu vorgestellte Anruf-Funktion der sprachgesteuerten Echo-Lautsprecher steht in der Kritik. Wie erste Anwender aus den USA berichten, bietet die VoIP-Option nur wenig Konfigurationsmöglichkeiten an und hat vor allem ein Datenschutzproblem: Alexa Calling lässt grundsätzlich alle Anrufer durch und bietet seinen Nutzern keine Möglichkeit an ausgewählte Kontakte zu blockieren.

Alexa Kontakte

Eine Nachsichtigkeit, die sich vor allem bei der Ersteinrichtung bemerkbar macht. So fordert die Alexa-App ihre Nutzer bei der Erst-Konfiguration der Anruf-Funktion zum Zugriff auf die Smartphone-Kontakte auf – soweit noch nichts Besonderes – bietet anschließend aber keine Bearbeitung der Kontakte an, sondern lädt das komplette Telefonbuch in die Cloud.

Hier gleicht Amazon das eigene Adressbuch nun mit schon vorhandenen Telefonverzeichnissen anderer Kunden ab und gestattet anschließend den Rufaufbau zwischen alle Echo-Kunden mit sich überschneidenden Kontakten. Nutzer, die für ausgewählte Kontakte nicht sichtbar sein wollen haben nur eine Möglichkeit: Der entsprechende Kontakt muss aus dem eigenen Telefonbuch entfernt werden. Alternativ muss die Anruf-Funktion komplett deaktiviert werden – diese lässt sich jedoch nicht in der Alexa-App ausschalten, sondern nur mit einem Anruf beim Amazon-Support deaktivieren.

Elise Oras, die zuerst auf die Konfigurationsschwäche hingewiesen hat, schreibt:

I call Amazon Customer Service […] I tell him both my Dot and my Echo and because it has a huge privacy flaw. A few minutes later, the option was disabled. I opened the app and yes, my contacts were gone. Thankfully, the only contacts that had access to me were probably not really a threat. But I imagine victims of domestic violence, kids that are being bullied, and other victims of violence or crime may have their abuser’s number in their phone. Not being able to block or delete the contact would open up another way for abuse to continue.

Montag, 15. Mai 2017, 7:50 Uhr — Nicolas
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  • jetzt fängt es also an… Solche Funktionen, ebenso das reinhören in den Raum nach Bedarf, lässt sich alles heimlich nachträglich installieren… Kann man nur hoffen, das es genügend Leute gibt, die denen auf die Finger schauen! Und nein, da brauch es keinen Aluhut für.

    • Ähm… es gubt genug Leute, die „denen“ auf die Finger schauen… abgesehen davon ist dieses Argument „lauschen“ wohl nicht tot zu bekommen, egal wie falsch es ist…

      und ja, blockieren fehlt, aber das sollte bestimmt bald einzug halten. immerhin ist die Funktion extrem neu und da bedarf es sicher noch so einiger Korrekturen.
      Abgesehen davon, wird auch niemand gezwungen die Funktion zu nutzen… bis vor ein paar Tagen hat sich auch niemand ein Echo gekauft, in der Erwartung damit überhaupt telefonieren zu können… es ist also eher ein „gimmick“ welches eben, wie manche Skills, nocht nicht ganz ausgereift ist.
      Da aber alle beworbenen Features von Alexa funktionieren, sehe ich hier kein Problem.

      • Egal wie neu diese Funktion ist, in den Projektteams solle mindestens ein Mensch sein, der den Finger hebt und darauf hinweist, dass man Software mit solchen Privacy-Defiziten nicht produktiv schalten kann.

      • So ein Murks… Das iPhone konnte Jahre lang keine Anrufer blockieren… Da müsste man Jailbreaken und z.b. iBlacklist installieren… Und das obwohl das alle anderen Phones zu der Zeit locker beherrschten…
        Ich glaube die Funktion kam mit iOS 4 oder 5.

        Und das iPhone war zum telefonieren gebaut… Alexa hat das als „Bonus“

      • Fabian Fassbauer

        @sven
        Anstatt einem Unternehmen wie Amazon den Rücken zu stärken und nicht so geil auf die Technik zu schielen, sollte man lieber verstärkt auf deren vorhaben schauen und kritisch hinterfragen…Amazon hat es mit Sicherheit nicht auf unser Wohl abgesehen.
        Wenn durch deren handeln Arbeitsplätze und Kaufhäuser und somit Arbeitsplätze in Gefahr sind und sogar eliminiert werden, sollte es einen spätestens dann zum Nachdenken animieren.

        Amazon schafft zwar neue Arbeitsplätze, aber diese werden auf einen so niedrigen Niveau bezahlt, dass diese letztendlich zum multi-jober macht.

        Kurzum: so schön und bequem Amazon uns das Leben gestalten will – rosarote Brille ab und nüchterner betrachten, damit es nicht zum bumerang wird.

      • Und welcher Großkonzern hat es auf unser Wohl abgesehen?
        Apple???

        Und al zu den Arbeitsplätzen: ja, Amazon gräbt dem klassischen Einzelhandel das Wasser ab… Ja, im Lager bei Amazon verdient man nicht sonderlich viel…
        Aber Amazon beschäftigt nicht nur Lagerarbeiter… Bei Amazon Logistics verdienst du im Schnitt mehr, als bei anderen Parcel-Services, bei besseren Bedingungen…
        Gerade die Prime Now Fahrer können das bestätigen… Desweiteren beschäftigt Amazon auch viele hochqualifizierte und ausstudierte Mitarbeiter in vielen Bereichen.

        Der „klassische“ Einzelhandel wird an vielen Stellen nur überleben, wenn er wirklich punktet oder/und sich nieschen sucht.

        Und der Einzelhandel muss auch wieder den Servicegedanken in den Vordergrund stellen…
        Warum sollten Kunden beim Händler XYZ kaufen, wenn bei Reklamationen nur freche Antworten kommen…
        Wenn im Technikmarkt der Verkäufer so kompetent ist, wie meine Oma… Usw.

        Reflektiere Du also auch, wie Amazon so gross werden konnte… Nicht nur aus Bequemlichkeit der Kunden!

  • Ich hoffe, dass, wenn das in D ausgerollt wird, sich das Ganze über die App datenschutzkonform ein- und ausschalten sowie pro Kontakt verwalten lässt und eine Blacklist manuell konfigurierbar ist.

  • Ich frage mich echt, wer sich sowas kauft.

    • Leider offensichtlich sehr viele…
      „Leider“ deshalb, da diese vielen (!) Kunden mit ihrem Kauf den Herstellern das Gefühl geben, sie könnten mit den Daten machen, was sie wollen…

      • Was machen sie denn mit den Daten… Erstmal das gleiche wie Apple mit FaceTime oder iMessage…

      • Zwischen Apple und Amazon gibt es einen gravierenden Unterschied. Amazon verdient mit der Hardware nichts, Amazon ist darauf angewiesen mit Daten Geld zu verdieneny

      • @iGon: nun ja, oder eben mit Patenten.
        Das wird gerne aus den Augen verloren, gerade wenn man diese Diskussion angeht. Da Apple etwas innovationsfaul geworden ist und Patente im besten Fall auf dem Papier existieren, können sie darüber auch eher nix verdienen.

  • Der Verbraucher hat es doch in der Hand, es wird doch keiner zum kaufen gezwungen. Noch nicht jedenfalls ;)

    • Eigentlich richtig!
      Aber die trääääääääääääge Masse, die verlernt hat zu hinterfragen, wird diese Möglichkeit nicht mehr erreicht… schade

  • Wow. „Lässt jeden durch!!“ Was für ein Totschlagargument. Habt ihr das eigentlich noch miterlebt, als Telefone noch keine Displays und so kreisrunde Dinger mit Löchern drin hatten? Da hat das Telefon auch jeden durchgelassen.

    • Aber man mußte seine Nummer „preisgeben“ und sie wurde nicht von Amazon gescannt und abgeglichen.

      Ich bin ja auch Fan von solchen Gimmicks und habe den Echo damals in UK gekauft. Leider ist der Nutzen für mich, trotz Anbindung an mein Smarthome, gleich Null.
      Meiner liegt ohne Strom auf dem Kühlschrank :-)

      Aber wie hier schon geschrieben wurde, es wird niemand gezwungen.

      • Vor nicht allzulanger Zeit, vielleicht sind einige zu Jung hier, wurde mit Facebook, WhatsApp etc. die Kontaktbücher der Nutzer abgeglichen. Selbst wenn jemand noch so sehr Datenschützer und George Orwell Verängstigter ist und überall die Totalüberwachung wittert, sollte JEDEM logischdenkenden Menschen klar sein, dass der Zug schon lange lange abgefahren ist. Selbst wenn ihr es nicht abgeglichen habt, einer eurer Konakte hat es sicherlich getan!

        Am Schluss ist es zB., trotz aller Sicherheit und Datenschutz, ein koruppter, oder unterbezahlter Angestellter einer Firma (siehe Visa), der vertrauliche Daten verkauft bzw. stielt. Da braucht es noch nichtmal einen Blackhack.

        Habt ihr euch mal gefragt wie einfach es ist an Daten zu kommen? zB wer in welchem Haus wohnt, wer welches Auto fährt? Recherchiert mal und ihr hört auf so zu denken…

        Nicht falsch verstehen, ich finde das auch nicht gut, aber wenn man mal in Ruhe darüber nachdenkt wird man irgendwann dazu kommen, dass der Datenschutz in seiner jetzigen Form nur ein idealistischer Traumtanz ist.

        Ich meine damit sicher nicht, dass er verschärft werden muss, denn es bringt nix…der Zug ist lange lange weg

      • Für 30€ nehme ich ihn dir ab

    • Super vergleich – nicht!
      Zu solchen Zeiten hat aber keiner diese Nummern als Profilvervollständigung zur eigenen Bereicherung verwendet!

      • Du wirst staunen, vegiwhopper, aber das Anlegen von Profilen zu Werbezwecken gibts nicht erst seitdem es das Internet gibt.

      • So ein Murks… Natürlich gleicht Amazon die Nummern ab… Wie Apple bei FaceTime und iMessage…
        Und du entscheidest, ob du das willst oder nicht…

        Und Apple vervollständigt auch dein Profil mit deiner Nummer… Deswegen wirst du ja auch mit dem Namen begrüßt, wenn du bei Apple anrufst…

        Aber apple ist gut… Alle anderen böse *facepalm*

  • Per Telefon kann ich auch jeden anrufen. Ist doch albern das man sich darüber aufregt. Einfach nicht dran gehen und gut ist. Die Leute von heute sind sich echt verrückt. Was mir noch auffällt: Nachricht vor einem Anruf (Hast du Lust zu Quatsch). Man ruft einfach an!

    • Ist wirklich albern da es ein WhatsApp genau so läuft. O. k. da kann man blockieren aber der andere sieht ja dann trotzdem noch, dass ich WhatsApp nutze. Und die neue Software die gerade ihre Runden zieht und bei GitHup geladen werden kann zeigt sogar Nicht-WhatsApp-Nutzern mein Foto den Status und so an und da kann man auch nicht blockieren.

      • Klar lässt sich das in den Einstellung in WA ändern. Gab hier auch einen Artikel dazu.

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