YARDO One und BORDO One
ABUS-Schlösser mit App, AirTag und Alarm fürs E-Bike
Mit wachsender E-Bike-Verbreitung steigt auch das Interesse an Schlössern, die sich mit dem iPhone verzahnen lassen. ABUS deckt dabei mehrere Varianten ab. Das BORDO One 6500A setzt auf App-Steuerung und Alarm, das neue YARDO One kommt als schlüsselloses Kettenschloss hinzu. Wer lieber klassisch abschließt, findet beim BORDO 6200K zumindest eine AirTag-Aufnahme in der Halterung.
BORDO One 6500A mit App und Alarm
Das BORDO One 6500A richtet sich an Besitzer von teuren Fahrrädern, E-Bikes und Lastenrädern und ist für 199 Euro erhältlich. Geöffnet und geschlossen wird per ABUS-One-App über Bluetooth. Ein Schlüssel ist nicht nötig. Optional lässt sich das Schloss mit einer Fernbedienung bedienen, die allerdings nur bei der 30 Euro teureren RC-Variante zum Lieferumfang gehört.
Die 5,5 Millimeter starken Stäbe werden von einem Alarm ergänzt, der bei Bewegungen für 15 Sekunden mit mindestens 100 dB auslöst. Kleinere Erschütterungen quittiert das Schloss nur mit einem kurzen Warnton. Geladen wird über USB-C. Die App speichert zudem den letzten Abstellort.
Das Grundprinzip ist nicht neu. Schon 2014 hatten wir mit dem Skylock ein iPhone-Schloss vorgestellt, später folgte das Linka-Rahmenschloss. Heute fügt sich die Smartphone-Anbindung natürlicher ins Gesamtbild ein, da viele E-Bikes ohnehin per App verwaltet werden.
YARDO One neu, BORDO 6200K mit AirTag-Fach
Ganz neu ist das YARDO One. Das Kettenschloss lässt sich per ABUS-One-App auf dem iPhone oder der Apple Watch öffnen. Zur Wahl stehen Modelle mit 85 und 110 Zentimeter Länge. Die Rundkette ist 7 Millimeter stark und mit Silikon ummantelt. Das Schloss ist nach IP66 und IP68 geschützt und wird mit einer austauschbaren CR2-Batterie betrieben.
Für gemeinsam genutzte Räder können bis zu 28 Personen dauerhafte oder zeitlich begrenzte Zugriffsrechte erhalten. Öffnungen werden protokolliert. Zum Abschließen wird der Bolzen in den Schlosskörper gesteckt, die Verriegelung erfolgt anschließend automatisch.
Wer auf App-Steuerung verzichten möchte, findet mit dem BORDO 6200K eine konventionellere Alternative. Das Faltschloss arbeitet mit Schlüssel und XPlus-Zylinder. Die längere 120er-Version bringt jedoch ein Fach für einen AirTag in der Halterung mit. Der Tracker sitzt damit nicht im Schloss selbst, kann aber unauffällig am Fahrrad mitgeführt werden.


Hat jemand Erfahrungen mit solchen teuren Schlössern. Sind teure Räder damit wirklich sicher geschützt?
Zumindest gegen Gelegenheitsdiebe. Aber durch den Warnton wird es auch für Profis schwieriger, wenn jemand auf den Ton reagiert. Hatte ein einfaches von Fischer mit Alarm für meinen Roller. War sehr praktisch.
wen interessiert in heutiger Zeit und ständiger Lärmbelästigung durch irgendwelche smartspeaker, autos, sonstigem Krach ein piependes Fahrradschloss? Das funktioniert doch schon bei Auto-Alarmanlagen nicht, außer, dass man den Besitzer am liebsten wegen Lärmbelästigung eins verpassen würde?
Auch bei Motorrädern, die dann einfach schnell in einen Sprinter gepackt werden gibt es – außer diese fest irgendwo anzuschließen – keine Abhilfe.
Gegenfrage daher: Wie schnell ist so ein Schloss mit der Flex durch? Dann piept und liegt es da irgendwo rum, kannste dann per App finden, aber das Rad ist trotzdem weg.
Dafür gibt es allerdings dann auch Hausratversicherungen – eine vernünftige Sicherung am Rad vorausgesetzt, sonst zahlen die aus gutem Grund auch nicht.
Vermutlich würden Raddiebe das Schloss (genauso wie Außensirenen an Häusern) in einen Pappkarton stecken und mit Bauschaum ausschäumen, um das Geräusch zu dämpfen.
Jein, es gibt kein sicheres Schloß. Vor Profis schütz rein gar nichts, aber den Wald und Wiesendieb hält es auf. Wenn man dann noch eine Versicherung abschliessen möchte, wird sowieso ein Schloß von meist min,. 99 EUR verlangt.
Meiner Meinung nach nur bedingt, für einen kurzen aufenthalt irgendwo bestimmt. Diebe die auf der Suche nach hochwertigen Fahrrädern sind, habe in der Regel entsprechendes Werkzeug dabei, da hilft so ein Schloss sicher nicht viel. Ich selber habe das Kettenschloss von Abus mit Fingerabdruck und bin begeistert, sofern man sich im klaren ist, dass das Fahrrad nur für kurze Zeit sicher ist. Für mal schnell in den Laden oder die Kinder von der Kita abholen ist es super.
Kommt drauf an. 100 % Sicherheit gibt es nicht
Nein. Gegen den schnellen spontanen Diebstahl helfen mehrere Schlösser, die man unterschiedlich knacken muss.
Des Weiteren verlangt ggf. die Versicherung eine bestimmte Art von Schloss und dass man das Fahrrad anschließen muss wenn möglich. Und dann schaut man sich mal an was manche Gemeinde zum Anschließen bereitstellt und der Dieb muss kein Schloss knacken, da ein Splint oder 2 Muttern lösen schon ausreicht.
Mittlerweile bin ich da entspannt, Versicherung und vorgeschriebenes Schloss. Allerdings haben wir in allen Fahrrädern und Kinderanhänger einen AirTag, da hat man eine gewisse Chance, dass man das Rad schnell wieder findet.
Daneben würde ich mir aber mal Abus anschauen, die Führung der Firma und deren Kultur unterstütze ich nicht mehr, auch wenn sie teilweise gute und schöne Produkte anbieten.
Das kann man pauschal nicht sagen. Durchgeflext bekommst du alle Schlösser irgendwann. Es kommt drauf an, wo dein Fahrrad steht, am Tag und in der Nacht. Bei teuren Fahrrädern sollte man immer 2 verschiedene Schlösser anbringen, wenn sie länger unbeaufsichtigt an einer unübersichtlichen Stelle stehen. Aber beide Schlösser sollten es einer Handflex so schwer wie möglich machen. Aber ab ca. 1min pro Schloss sollte es schon sein aus meiner Sicht + mehrere Scheiben verbrauchen.
Aber das beste Schloss bringt dir nichts an einem Fahrradbogen aus Aluminium, der in 5-10sek durchgeflext ist. Oder wenn der Bogen schon durchgeschnitten ist, aber der Schnitt mit nem Aufkleber überklebt ist. Dann wird das Schloss später einfach mit ner großen Industrieflex durchgeschnitten.
Kein Schloss ist wirklich 100% sicher, du erkaufst dir damit Zeit weil es Scherer zu knacken ist.
Jegliches Schloss ist ein Hinweis an alle: ‚Bitte nicht klauen‘.
Habe selber ein eigenes ganz gutes Schluss in unter 2 min mit Flex geöffnet. Gibt Tests dazu – Profis wahrscheinlich in unter 1 min.
Aber wie gesagt: es ist normalerweise nur ein Schuzz gegenüber Gelegenheitsdieben.
Machen wir uns nichts vor, ich glaube jedes Schloss stösst bei schwerem Gerät irgendwann an seine Grenzen. Es ist halt nur die Frage, wie aufwändig und zeitintensiv ist es für einen Dieb. Und da ist es schon ein Unterschied, ob ich ein teueres und hochwertiges Schloss nehme oder die Billigvariante.
Also, es macht schon Sinn, bei einem hochwertigen Rad nicht beim Schloss zu sparen. Aber eine 100 %ige Sicherheit gibt es auch da nicht.
Ich hatte auch das angeblich sicherste, zumindest teures Abus Faltschloss und das war innerhalb von Sekunden geknackt.
Mit der Bohrmaschine in eins der Gelenke bohren, da sollte das Faltschloss nach wenigen Sekunden geknackt sein.
Egal was für eins. Ich denke, das geht schneller als irgendein Passant das mitbekommt.
Deswegen haben wir in der Firma den Leasingvertrag so gestaltet, dass ein Schloss dabei sein muss, egal welches, und das Rad ist immer gegen Diebstahl versichert.
Ich versuche mein Rad an gefährlichen Orten nicht abzustellen, egal welches Schloss dran ist.
Wie beim Autofahren, da parke ich mein Auto auch nicht freiwillig neben einem weißen oder silbernen Golf+, A-Klasse, B-Klasse, GLA, GLB, 2er AT, etc. weil ich weiß dass 99% der Fahrer nicht mehr in der Lage sind die Situation richtig zu beurteilen und mir dann Dellen ins Auto reinhauen.
Es geht bei guten Schlössern eigentlich eher darum, potenzielle Diebe möglichst lange aufzuhalten. Geht eine mobile Flex oder flüssigen Stickstoff geht jedem Schloss irgendwann die Puste aus.
Ich habe bei meinen Rädern einmal das 6000 A und das 6000 AF. Das AF hat noch den Fingerabdruckscanner, das A nicht (wird nur per App bedient). Bin soweit sehr zufrieden. Entsperren geht auch nur per Apple Watch ohne iPhone, was für mich beim Laufen gehen im Park sehr hilfreich ist, da ich mein iPhone dann nicht dabei habe. Anfangs hatte ich auch zum 6500 tendiert, aber das war mir dann doch zu schwer. Auf bekommt man jedes Schloss mit genügend Zeit. Hier geht aber schon mal der Alarm los, der vermutlich mehr abschreckt als wenn man mit der Akkuflex 10 Sekunden länger braucht. Auch ist es wichtig, das Schloss nicht zu tief unten anzuschließen, damit kein Hebelarm für einen Bolzenschneider gegeben wird.
Eine Anmerkung zum AirTag Fach beim 6200: Wenn die Halterung des Schlosses einmal montiert ist, ist die Demontage sehr aufwendig. Für mich nichts, was ich 1-2x im Jahr beim Batteriewechsel machen würde wollen. Dann lieber den AirTag in die Klingel oder sonst wo verstauen.
Ich möchte gerne dazu meine Erfahrung schreiben:
Seit über 15 Jahre habe ich ABUS-Faltschlösser.
Damals wurden sie mit einem Schlüssel ausgeliefert, den jeder noch kennt – klassischer Fahrradschlüssel.
Dieser rieb nach und nach die Legierung über den Kern ab und irgendwann ist es gebrochen.
ABUS war ultra kulant und extrem hilfsbereit und ich habe ein neues Faltschloss gratis bekommen.
Nach nicht mal zwei Jahren, genau das Gleiche.
Wieder dickes Lob an ABUS. Dann habe ich das dritte Faltschloss bekommen.
Sie haben komplett ihre Schlüssel verändert, die jetzt so flach sind und aus anderem Material.
Der Mitarbeiter hat ganz transparent und offen die Problematik mit den alten Schlüsseln thematisiert.
So einen positiven Verlauf kennt man selten. Schlüssel hält bis heute problemlos, um die 10 Jahre.
Aber warum schreibe ich das jetzt, alles? Ihr habt ja nach Sicherheit gefragt.
Einige haben hier schon geschrieben. Durchgeflext und irgendwann.
Ich habe bislang zwei Faltschlösser aufgeflext.
Beim ersten habe ich mich schon ewig davor sitzen sehen und zu spät zur Arbeit zu kommen.
Schließlich hatte ich nur eine Bosch Mini-Flex, also der Winkelschleifer mit 12 V.
Das Ganze dauert Sekunden! Keine 10 würde ich behaupten.
Sobald man ansetzt zieht es den Winkelschleifer wie ein heißes Messer durch Butter.
Nein. Erhöht zwar den zeitlichen Aufwand, aber gegen organisierte Kriminalität völlig nutzlos.
Ich fand eine Aussage interessant: Du musst dein Fahrrad so abschließen, dass es unattraktiver zu knacken ist (im Vergleich zu den Fahrrädern neben dir). Gezielten Diebstahl von Profis kannst du nicht abwenden. Schau dir nur die Videos in Youtube an. Das dickste und schwerste Schloss knacken die in 1-2 Minuten durch. Ich für meinen Teil habe ein Faltenschloss, ein Rahmenschloss und eine Rahmenkette. Somit muss der Dieb 3 mal ran (mindestens 2 mal, wenn der Dieb die 30 Kilo so schleppt).
Einen perfekten Schutz gibt es nicht, aber sicherlich häufig besser als bei billigen Schlössern. Falls Du über eine Fahrrdversicherung nachdenkst, kläre vorher die Anforderungen der Versicherung an das Schloß. Häufig wird ein Mindestpreis von 50€ verlangt.
Ich habe mit Bus eher bescheidene Erfahrungen machen müssen: Schnell verrostet, schnell klemmt alles, schnell ist das Schloss kaputt, schnell bricht mal der Schlüssel im Schloss ab – einfach schlechte Qualität.
Kennst sich hier jemand aus und hat einen Tipp, welche Fahrradschlösser halbwegs was taugen?
Ich weiß, dass jedes Schloss innerhalb von Sekunden knackbar ist, leider wirklich jedes … Abgesehen davon, was hält länger als Abus?
Nichts. Prinzipiell nicht möglich. Kauf dir ein Schloss für die Bremsscheibe, ein einfaches Kettenschloss für 20-25€ von Abus, und gut is.
Es heißt immer wieder, AirTags seien nicht als Maßnahme gegen Diebstahl gedacht. Gerade eben im Apple Forum diskutiert. Wozu braucht es einen solchen in einem Fahrrad Schloss (ich vergesse ja sicher nicht, wo ich es angestellt habe).
Aber es hilft vielleicht beim Wiederfinden.
Das war auch mein Argument. Aber: wenn ich alles richtig verstanden habe, gibt der AirTag ja Töne von sich, wenn ein iPhone (das des Diebes) in die Nähe kommt. Soll heißen: der Dieb weiß recht schnell, dass da ein AirTag versteckt ist und würde ihn sehr schnell entfernen. Vielleicht haben viele Diebe kein iPhone?
Du nicht, ich schon. Bekannter hat sein geklautes Tarmac btw über einen Airtag wiederbekommen. Seine Versicherung hat es aufgespürt und aus Spanien! zurückgeholt.
Was passiert, wenn man den USB C Anschluss manipuliert beziehungsweise Kurzschluss verursacht und so weiter?
Ist es gewährleistet, dass man dann sein Fahrrad noch aufbekommt ? Es gibt hier genug bekloppte, wenn sie das nicht stehlen können, versuchen Sie, anderweitig einen Schaden zu verursachen.
Knacken lassen werden die sich genauso leicht wie normale Schlösser … nur die Alarmsteuerung könnten vielleicht abschrecken? Und die Appsteuerung ist bequem für die, die keinen Schlüssel mitnehmen möchten.
deswegen Zahlenschloss, dann brauche ich keinen Schlüssel.
Das Schloss ist eh aufgeflext, bevor der Zahlencode geknackt wurde.
Wow, 200€ für ein Fahradschloss ist aber mal eine Ansage.
Ist das ein lifestyleprodukt für DINKs?
Innovative Produkte! Schade dass die ABUS-Firmenkultur Frauen strukturell schlechter stellt :/ https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abus-unternehmer-religion-1.4493053?reduced=true
Meine leidliche Erfahrung nach bringen teure Schlösser nichts. Wenn die Diebe es knacken wollen, schaffen sie das auch. Daher bin ich dazu übergegangen, viele unterschiedliche günstige Schlösser zu nutzen. Da jedes davon anders zu knacken ist, haben die potentiellen Diebe länger zu tun als bei einem teuren Schloss.
Kurze Antwort: Jedes Gelenkschloss ist schlecht, egal welche Sicherheitsklasse dran steht. Die Sicherheitsklasse sagt etwas über Resistenz gegen klassische Angriffe (Bolzenschneidet etc); gerade die Gelenke sind aber der neuralgische Punkt und können alle (auch SK15 etc) über einfachste Hebelkräfte zerstört werden. Spreche aus leidvoller Erfahrung – einmal lag der Ast sogar noch neben dem SK 15 Schloss das sie damit geknackt hatten.
Ui! Da wäre ich jetzt gespannt, ob ich mit dem Flipper das Signal zum Öffnen auffangen könnte…
…habe jahrzehnte lang mit Fahrrädern zu tun gehabt,
(auch immer wieder in den Niederlande)
und auch dort gibt es kein sicheres schloss, was nicht in sekunden geknackt werden kann …
Alarmschloesser die besten Schlösser – auf bekommen Diebe sowieso jedes aber so n lauter Alarm schreckt maximal ab. Das plus je Hausrat wo Fahrrad-Diebstahl mit abgesichert sind ist das beste was man machen kann. Aber die Bluetooth connectivitaet von Abus ist grottenschlecht wie oft schließt es nicht auf oder ab oder wieder auf obwohl ich abgeschlossen habe und nicht schnell genug weggehe .. also dahingehend braucht man Nerven bei Abus
Ich fahre mit mehreren unterschiedlichen Schlössern ganz gut (gleichschließend). Dann noch eine Alarmbox am Rahmen (von ABUS) die sehr laut krach macht, wenn sich jemand am Rad zu schaffen macht. Ein Bekannter hat das gleiche Fahrrad mit gleichem Setup in einem Stadtteil Hamburgs mit sehr hoher Fahrradkriminalität seit Jahren unbehelligt auschließlich draußen stehen.
Abus steht schon lange mit der Brüderbewegung in Verbindung, einer erzkonservativen Freikirche, die u.a. Frauen in Entscheidungspositionen ablehnt.