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"Ungerechte Wettbewerbssituation"

Abendessen mit Trump: Cook kämpft gegen iPhone-Strafzoll

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Bei einem gemeinsamen Abendessen hat Apple-Chef Tim Cook versucht, den US-Präsident Donald Trump davon abzubringen, in China gefertigte Apple-Produkte mit einem Strafzoll zu belegen. Apple werde dadurch gegenüber Konkurrenten benachteiligt. Einem Bericht des Nachrichtensenders CNBC zufolge hat Cook hier insbesondere Samsung angeführt. Der Galaxy-Hersteller produziert vorrangig in Südkorea und ist daher von Trumps Anti-China-Maßnahmen nicht betroffen.

Cooks Argumente kamen bei Trump offenbar gut an. So ließ der amerikanische Präsident gegenüber Medienvertretern verlauten, Tim Cook habe mit Blick auf die ungleichen Voraussetzungen für Apple und Samsung ein gewichtiges Argument vorgetragen. Es sei hart für Apple, die Gebühren zu bezahlen, wenn sich das Unternehmen im Wettbewerb mit einem Konkurrenten befände, für den diese Kosten nicht anfallen. Zudem gab sich Trump erfreut darüber, dass Apple gewaltige Geldbeträge in den USA investieren werde.

Apple kämpft hart darum, dass zumindest das iPhone von den Strafzöllen für China-Importe ausgenommen bleibt. Die Sonderbesteuerung in Höhe von 10 Prozent wird von September an auf eine breite Auswahl von in China produzierten Produkten erhoben. Das iPhone bleibt hier zunächst außen vor, soll aber vom 15. Dezember an ebenfalls den Maßnahmen unterliegen.

Immerhin kann Apple durch den zunächst erwirkten Aufschub den Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle zu üblichen Marktkonditionen bewältigen. Mitte Dezember dürfte die Nachfrage nach den neuen Geräten bereits deutlich nachgelassen haben.

Apple Mitarbeiter

Apple verantwortlich für 2,4 Millionen US-Arbeitsplätze

Passend dazu hat Apple in einer Pressemitteilung sein wirtschaftliches Engagement im Heimatland hervorgehoben. So zeichne Apple mittlerweile verantwortlich für 2,4 Millionen Arbeitsplätze in den USA. Mit rund 1,9 Millionen fällt der größte Teil davon auf das Umfeld der App-Entwicklung, immerhin 450.00 Arbeitsplätze seien allerdings bei den 9.000 Apple-Zulieferern in den USA zu finden. Apple habe diesen Betrieben im Jahr 2018 ein Auftragsvolumen von rund 60 Milliarden Dollar beschert.

Apple selbst beschäftig in den USA 90.000 Mitarbeiter und will diese Zahl im Laufe der kommenden vier Jahre um 20.000 weitere Arbeitsplätze aufstocken.

Montag, 19. Aug 2019, 9:13 Uhr — chris
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  • Wenn er Apple eine Ausnahme gewährt, möchte ich mal wissen, wo die Grenze liegt. Der kann das doch nicht allein entscheiden.
    Führt sich auf wie ein Autokrat…

    • Wäre er gerne, ein Autokrat…. aber er würde wahrscheinlich fragen: “ Is that something to drive with??“ :-)

      • Lieber Daniel,
        man kann von Trump halten was man will – aber dumm ist er jedenfalls nicht! Er hat eine Ausbildung genoßen, wovon wir nur träumen könnten.. und wenn er wollte, könnte er auch eine andere Schiene fahren und uns mit PC nur so langeweilen!

      • Zumindest glauben das immer wieder einige. Die Ausbildung war nicht besser oder schlechter wie viele andere. Was er allerdings beherrscht ist rücksichtslose Polarisierung!

      • Auch wenn er intelligent sein wird, handelt er nicht so. Das ist das, was zählt.
        Wenn er beispielsweise Leute dahin schicken will, wo sie herkommen, weil sie keine echten Amerikaner sind, sollte er diesen Zug als selbst „Eingewanderter“ anführen.
        Die sogenannten Amerikaner haben die Indianer massakriert, bekämpft, sich das Land unter Nagel gerissen und formulieren heute Sonderstatus. Lächerlich ist das.
        Ein zusammengewürfelter Haufen aus -zig Nationen ist das.
        Und der stellt sich hin und schwingt große Reden, befürwortet die Todesstrafe, das freie Waffentragen und Handelskriege…Da ist die europäische Auffassung intelligenter, wie ich finde .

      • Lol, und warum klagt er denn die schule an, dass diese ja seine Noten nicht veröffentlicht?

      • @Markus: damit hast du es auf den Punkt gebracht! :-)

    • Wenn so viele Leute Populismus gegenüber Sachlichkeit bei der Wahl bevorzugen, braucht man sich nicht wundern, dass man das bekommt, was man wählt

  • Vom Branchenalphatier zur Heulsuse…

  • Kapitalismus pur. Und Apple liegt was am Kunden? Nicht falsch verstehen, nutze die Produkte selbst gerne, aber Apple geht es auch bloß um eins – Kohle und Konkurrenz fernhalten. Und dafür ging unser Tim also zum Berg des Propheten …

    • Ging es Apple immer sonst hätten sie als NGO was für Menschen/Tiere getan, aber Apple ist ein ganz normales Wirtschaftsunternehmen. Und die wollen halt Geld verdienen.

    • Das eine schließt das andere nicht aus.

      • Das stimmt. Unter Steve Jobs war es das oberste Ziel, gute Produkte zu bauen. Das ist gut für den Kunden und für das Unternehmen.
        Das Ziel gibt Tim Cook offiziell zwar immer noch raus, aber bei der Umsetzung merkt man ihm die Betriebswirtschaftliche Ausrichtung dann doch zu sehr an.

    • Ja weil die Aktionäre es wollen. So wie überall. An den Kunden liegt Apple immer noch etwas.
      Ausserdem könnte man argumentieren das sonst ggf. diese Zölle an den Kunden weitergegeben werden. Wäre ja auch blöd…

      • „Ggf.“ Die hatten in DE auch die 16,xx€ Urheberrechtsabgabe explizit auf den Preis aufgeschlagen. Bei solchen Zöllen würden sie es ohne Zweifel erst recht machen.

  • Tim, Cook of Apple oder kurz Tim Apple.

  • Die Arbeitsplatzberechnungen bzw. -Schätzungen sind leider immer so einseitig. Und wenn Apple dafür verantwortlich wäre, sähe es anders aus. Korrekt wäre Arbeitsplätze sekundär „verursacht“ zu haben ;)

  • Einfach die Zölle 1:1 auf die Kunden umlegen und den Grund für die Erhöhung klar nennen. Nach dem 15. Dezember sollte das nicht mehr so gravierend sein, aber die Mitteilung, dass Trumps Zölle der Verbraucher zahlen muss, wird dann klar ankommen.

  • Hat Cook ja auch total recht: entweder Strafzölle für alle Firmen die außerhalb produzieren oder eben nicht.

    • Dir ist schon klar das Samsung kein Ammikonzern ist?!?

    • Er hat einfach nicht Recht! Die Strafzölle gelten gegen ein Land (China) welches die eigene Währung „günstig“ macht und auf Kosten von Arbeiter geringe Löhne ermöglicht. Dies gilt in Südkorea oder wo Samsung eventuell nicht. Hier nur auf die Vorteile (welche mit anderen Nachteilen kommt) von Samsung oder anderen zu verweisen um die eigenen Nachteile zu beheben ist Quatsch.

  • Super CEO, wie ich finde. Macht seinen Job richtig gut. Bin gespannt, ob es umgesetzt wird. Wäre ja super für Apple.

  • Ist doch einfach, nun hat Apple einen Grund für weitere Preiserhöhungen

    • An denen Apple dann aber nichts verdienen würde, sondern nur der Kunde mehr zahlen müsste.
      Und das liegt bestimmt nicht im Sinne des Konzerns. Oder glaubst du dann heißt es später „Jetzt müssen die mehr zahlen, geil!“?

    • Dafür hat Apple aber noch nie einen richtigen Grund – außer Gewinnmaximierung – gebraucht.

    • Genau genommen wäre das sogar sehr schlecht für Apple, da die Preise ein Maximum erfahren haben und die Kunden dadurch weniger gekauft haben und der „Markt“ an willigen Käufern dadurch gesättigt ist- eine nochmalige Erhöhung wäre also kontraproduktiv- um den Verkauf sonst anzukurbeln müsste man also seine Marge verringern- was den Aktionären nicht recht passen würde…ein völlig verständlicher schritt also von Tim Cook…

  • Gerade frisch gefrühstückt! Wartet doch bitte etwas länger mit einem solchen Bild.

  • Haben die auch grüne T-Shirts? Ich dachte, sie seien blau.

  • Ist doch ganz einfach. Donald Trump wird auch für Taiwan Strafzölle erheben. Dann hat Samsung das gleiche Problem und fertig.

  • Also mit Tim Apple ab zu Mäggis? Oder wie lief das?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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