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Australisches Gericht entscheidet

9 Millionen Dollar Strafe: „Fehler 53“ hat Nachspiel für Apple

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Anfang 2016 sorgte „Fehler 53“ für negative Apple-Schlagzeilen. iPhone-Besitzer, die zuvor Reparaturen an der Home-Taste oder dem darin integrierten Fingerabdrucksensor vornehmen ließen, hielten nach einem iOS-Update plötzlich ein nicht mehr funktionierendes iPhone in der Hand. Offenbar war dieses Verhalten von Apple beabsichtigt, das Unternehmen begründete den Vorgang mit Sicherheitsfunktionen.

touch-id-fail

Wenn Ihr iOS-Gerät über Touch ID verfügt, überprüft iOS während einer Aktualisierung oder Wiederherstellung, ob der Touch ID-Sensor den anderen Komponenten Ihres Geräts zugeordnet ist. So kann die Sicherheit Ihres iOS-Geräts und der an die Touch ID gekoppelten iOS-Funktionen gewährleistet werden. Stößt iOS dabei auf ein unbekanntes oder unerwartetes Touch ID-Modul, schlägt die Überprüfung fehl. Die Ursache dafür kann beispielsweise, dass ein Bildschirm fehlerhaft oder ohne Berechtigung ausgetauscht wurde.

Apple musste zwei Wochen später mit einer aktualisierten Version von iOS 9.2.1 nachbessern und so dafür sorgen, dass die Telefone betroffener Kunden wieder funktionsfähig wurden. Ausgesessen ist das Thema allerdings noch nicht, ein australisches Gericht hat nun eine Strafzahlung in Höhe von 9 Millionen Dollar angeordnet.

Die Klage wurde von einer australischen Verbraucherschutzorganisation stellvertretend für iPhone-Besitzer geführt, die nach einer entsprechenden Reparatur von dem Problem betroffen waren. Apple hätte mit Verweis auf die durch eine nicht authorisierte Werkstatt durchgeführte Reparatur Unterstützung und Entschädigung widerrechtlich verweigert.

Die Richter entschieden nun, dass es australischen Konsumenten sehr wohl zustehe, die ausführende Werkstätte frei zu wählen, solange im Zuge der Reparatur keine sonstigen Komponenten beschädigt würden. Apple hat die Strafzahlung wohl akzeptiert und gegenüber den Verbraucherschützern eingestanden, dass im Zusammenhang mit „Fehler 53“ falsche bzw. irreführende Aussagen gegenüber Kunden getroffen wurden.

Dienstag, 19. Jun 2018, 18:10 Uhr — chris
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  • Zurecht. Eine Warnmeldung wäre genug… Aber Apple wollte ja nur Geld…

  • Wenn durch den Tausch eines potentiell „modifizierten“ Homebuttons die Sicherheit von Touch ID kompromittiert werden kann, sehe ich Apples Vorgehensweise als absolut richtig an.
    Es sollte aber ein Weg gefunden werden unabhängigen Werkstätten den Tausch zu ermöglichen, ohne dass Schwachstellen entstehen.

    • Warum? Es braucht nur ein abschalten des Touch ID und einen Hinweis in den Einstellungen:

      Der original TouchID wurde entfernt, die Funktion wurde vom System deaktiviert.

  • Na das ja bestimmt ein ganz heftiges Schmerzensgeld für so einen riesen Konzern :-)

  • Ich meine, sind wir doch mal ehrlich. Wer sich ein iPhone leisten kann sollte dann auch bitte vom Original Hersteller die defekte ersetzen lassen. Also bei Apple. Meine Touch ID würde ich niemals aus dem Internet bestellen oder von einer freien Werkstatt einbauen lassen. Das sind Security items und da traue ich keinem außer dem Hersteller. Fing schon an mit billig Ladekabel und Akkus aus China. Da würde ich als Hersteller auch keine Garantie mehr gewährleisten. Besonders wen das iPhone abfackelt oder die cloud durch die Touch ID geknackt wird. Ich würde nichts zahlen an Abfindung. Wenn der Kunde sparen möchte dann ist er für folgen selber schuld. Das ist meine Meinung.

    • Diese Meinung ist sehr, sehr exklusiv.
      Ich weiß ihr mögt hier keine Fahrzeugvergleiche, aber auch beim Kfz ist es kein gutes Recht die Werkstatt frei zu wählen.
      Und was BMW beim Bremsscheibenwechsel besser machen sollte, als eine freie Werkstatt erschließt sich mir nicht. Das kannst auch in der Einfahrt selbst machen, wenn du Zeit dafür hast…

    • Schon mal was von Verbraucherschutz und mündigen Menschen gehört? Durch den Kauf eines Produkts begibt man sich nicht in vollkommene Abhängigkeit.
      Man darf sein Auto ja auch in freien Werkstätten reparieren lassen, ohne dass Mercedes mir dann die Weiterfahrt verwehrt.
      Ich entscheide, wo ich mein Handy reparieren lasse und ob ich das reparieren lasse.

      • Falsch, machst du deine Durchsicht in unautorisierten Werkstätten, kann die die Garantie flöten gehen… Soviel dazu. Mfg

      • @Fire2002de das ist so eine völlig falsche Behauptung!

      • @noyoulikeme: er (fire2003) liegt mit seiner Aussage nicht falsch! Er schreibt „kann“ und das ist tatsächlich so. Es hängt immer davon ab, was (!) getauscht oder repariert wurde. Beim Auto wie beim Smartphone.

    • Hinzu kommt das Apple irgendwann den Support einstellt und du das Gerät trotzdem weiter benutzen willst. Was macht du dann? Ziemlich blauäugig deine Sichtweise. Das Apple repariert bedeutet nicht immer die beste Option, oder denkst du das dort nur die besten Mitarbeiter Arbeiten? Ich kenne einen privaten der Apple repariert und das vermutlich besser kann als jeder andere Mitarbeiter der bei Apple repariert. Mein Audi war jetzt das erste mal in einer freien Werkstatt, ich weis garnicht wann der zum letzten Mal so gut gelaufen ist, ich war schwer zufrieden.

  • Xd 9 Millionen ist dir apple 900 doller oder sogar 90 doller

  • Oooooh nööö, 9 Mille von Apple.

  • Richtig hatte Apple reagiert wenn die touch id Funktion einfach deaktiviert wird…. Ohne orgibal kann die Sicherheit nicht garantiert werden! Also selbst schuld und der Kunde kann mit seinem Gerät weiterleben.

  • Unsere Regierung sollte mal für solche Fehler die sie machen zur Kasse gebeten werden.

    Das würde sehr teuer werden…

    Ach ne lieber doch nicht, das Zahlen ja dann die dummen Bürger wieder mit Steuererhöhung!!!

    • TRUMPrulesnow ( aka ispeedy )

      Du hast schon recht; dann säße die komplette Regierung im Knast! Aber die sind ja immun! Und bei solchen Aktionen wie hier, wird eben das nächste iphone noch ein paar Dollar teurer! Zu recht!

  • TRUMPrulesnow ( aka ispeedy )

    Apple sollte den Verkauf dort in diesem Land einstellen , Anzeigen schalten warum! Die meisten Leute werden ihre iPhones dann via Internet aus Ländern ordern und importieren , in denen es nicht so asoziale Gesetze gibt! Somit würde Apple trotzdem fast soviele Geräte verkaufen, die drecks Gesetze umgehen und ein Zeichen setzen!

  • Sauber! Sehr gute Entscheidung des Gerichts!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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