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Bei Apple Watch und iPhone Air

3D-Druck für Titanbauteile: Apple zeigt erstmals Details

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28 Kommentare 28

Apple öffnet erstmals den Blick auf jene Prozesse, mit denen die Titangehäuse aktueller Apple-Watch-Modelle entstehen. Die Uhren werden nicht mehr aus massiven Rohteilen herausgearbeitet, sondern Schicht für Schicht aufgebaut.

Apple Watch Titan

Grundlage ist feines Titanpulver, das speziell für den Laser-Druck vorbereitet wird und aus recycelten Quellen stammt. Die additive Produktion ersetzt damit den klassischen Schmiedeansatz, bei dem große Materialmengen abgetragen wurden. Durch die neue Methode sinkt der Verbrauch an Roh-Titan deutlich, was Apple zufolge zu erheblichen Einsparungen während der Produktion führen soll.

Präzise Schichtfertigung und neue Designoptionen

Während des Drucks tragen Maschinen winzige Titanpartikel auf und verschmelzen sie mit mehreren Lasern zu einem formstabilen Bauteil. Das Zusammenspiel aus kontrollierter Materialumgebung und engen Schichtdicken soll sicherstellen, dass jede Uhr das exakt vorgesehene Format erhält.

Nach Abschluss des Drucks wird verbliebenes Pulver entfernt. Optische Systeme überprüfen anschließend, ob Maße und Formen den geplanten Parametern entsprechen.

Der so erzeugte Grundkörper eröffnet zudem Gestaltungsmöglichkeiten, die zuvor nicht erreichbar waren. Dazu zählen feine Strukturen im Inneren, die bei Modellen mit Mobilfunkmodul für eine stabilere Verbindung zwischen Kunststoff und Metall sorgen.

Bedeutung für künftige Produkte

Von den Erfahrungen aus der Watch-Produktion profitieren laut Apple bereits andere Fertigungsstrecken. Beim iPhone Air setzt Apple ebenfalls auf ein Titangehäuse, das mit vergleichbaren Verfahren entsteht.

Das Unternehmen sieht die neue Fertigung als Baustein der eigenen Klimastrategie, da weniger Rohmaterial verarbeitet und der Produktionsstrom vollständig aus erneuerbaren Quellen bezogen wird. Durch die Kombination aus additiver Herstellung und recycelten Materialien sollen die langfristigen Umweltziele erreichbar bleiben.

Apple Watch war schon mal CO2-neutral

Zur Erinnerung: Apple hatte die Apple Watch in der Vergangenheit bereits als CO2-neutral bezeichnet, darf dies nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main aber nicht mehr tun.

Apple Grafik Klimaneutral

Apple hatte angegeben, den CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Uhren durch naturbasierte Projekte auszugleichen. Nach Einschätzung des Gerichts konnten die von Apple genannten Kompensationsprojekte keine belastbare und auf Dauer angelegte Emissionsminderung belegen.

18. Nov. 2025 um 16:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    28 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Na, daß sie es sich damit mal nicht mit der US-Regierung verscherzen. Klimaneutral? Strom aus erneuerbaren Energiequellen? Das ist doch Teufelszeug. Sie müssen mit Kohle feuern und überhaupt die Bauteile gleich aus einheimischer Kohle schmieden.

  • Werden die Watches und Air Phones dann demnächst also günstiger für uns? ;)

  • High Tech vom Feinsten! So nutzt z.B. Apple auch verschiedene Klebstoffe von Tesa (Baiersdorf), die besondere Eigenschaften aufweisen, wie kühlen können.

  • Einsparungen an der Produktion, keine am Verkaufspreis, mehr Gewinn. Es lebe der BWLer!

    • Wo ist nun das Problem? Würdest du sicher auch so machen, ich ganz sicher.

    • Hättest bei Zeiten in ein paar Apple Aktien investieren sollen, dann wurdest du die Strategie von Apple mit anderen Augen sehen… Verabschiedet euch doch endlich mal von dem Gedanken das irgendetwas irgendwann günstiger werden wird, so funktioniert die globale Marktwirtschaft nicht!

      • Ich denke, das ist nicht richtig. Die Globalisierung hat zu deutlichen Preissenkungen geführt, weshalb bei uns ganze Industrien verschwunden sind, weil sie nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Es ist eher so, dass hier ein globales Oligopol entstanden ist und echter Wettbewerb kaum noch stattfindet.

  • Einsparungen von Resourcen, Energie, Emission schädlicher Stoffe! Zugegeben, Du bist davon ja nicht so betroffen. Und. die Kinder meiner Klasse? Die werden sich schon dran gewöhnen. :-(

  • Mir ist die Ultra 3 zu scharfkantig. Eigentlich wollte ich die 3er kaufen, nachdem ich die scharfe Kante am Gehäuse gesehen habe finde ich das mehr als unschön. Damit kann man fast Papier schneiden.

    • Ich weiß nicht welche Uhr du dir angeschaut hast, aber meine Ultra 3 hat an jeder Kante Fasen und da ist nichts scharfkantig. Kann ich nicht bestätigen. Hat sich das Design ggü. der Ultra 1 oder 2 überhaupt verändert?

      • Ich habe auch gehört oder gesehen dass sie scharfkantig sein soll. Ich glaub beim Rafael Zeier im Video gehört.

      • Doch. Die UW3 ist deutlich scharfkantiger. Merkt man am Bildschirmrand immens. Bin von UW1 auf UW3 umgestiegen. Mich hat es sehr gewundert, stört es aber nur minimal im Alltag.

    • Jap. Man merkt es defintiv, wenn man mit dem Finger über die Kante am Display geht.
      Das wirkt wirklich extrem billig, als ob es nicht richtig entgrätet wurde.

      Ich finde Preis-/Leistungsverhältnis passt bei der Ultra nicht.

  • Und beim iPhone Pro geht man zurück auf billiges Aluminium xDxDxD. Sorry aber wegen der „Kühlung“ ist für mich ne Faule ausrede, das ginge mit Titan und dem 3D druck genauso…

  • Top!
    Hightech ist nur für den blöd, der sie nicht nutzt.

  • Na Hauptsache das gedruckte fällt nicht irgendwann auseinander..
    Mir war das gefräste sicherer..

  • Weniger Material/Titan kann ich nicht nachvollziehen, am Ende bleibt das reine Gehäuse und alles was übrig geblieben ist, Pulver oder Späne, lässt sich zu 100% wiederverwenden.

    • Das Unternehmen sieht die neue Fertigung als Baustein der eigenen Klimastrategie, da weniger Rohmaterial verarbeitet […] wird.
      Beim Fräsen brauchst du erstmal einen soliden Block Titan. Den musst du dann noch bearbeiten. Und das überschüssige Material musst du dann wieder zu einem soliden Block verarbeiten. Insgesamt viel mehr Aufwand als einfach Pulver zu nehmen und zu drucken. Beim Druck dürfte weniger Energie nötig sein als beim Fräsen (wenn man das Schmelzen zum Block vorher und nachher dazu nimmt

      • Mag ja sein aber darauf bezog sich meine Aussage und die von Apple nicht! Dort ging es nur darum das man weniger Roh-Titan benötigt bzw verbraucht und dass halt ich schlicht für falsch.

  • Aus den Block ist und bleibt aus dem Block geschnitzt.

    Bei der Formgebungen, ergeben sich in der Tat neue Möglichkeiten… ob man die braucht, hmmm

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