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Ernste App Store Neuzugänge: Zwangsarbeit in Berlin – Zeitfenster-App in Stuttgart

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Im App Store gibt es nicht nur Foto-Filter, Foursquare-Aktualisierungen und eBay-Anwendungen, die sich derzeit vor allem optisch an den bevorstehenden iOS 7-Launch anpassen.

Mit der neuen Zeitzeugen-App (AppStore-Link) zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in der Hauptstadt bietet das Projektteam der Berliner Geschichtswerkstatt eine kostenlose Applikation an, die ihren Nutzern die Möglichkeit bietet, Orte zu entdecken, die in Reiseführern nicht verzeichnet sind und lädt dazu ein, in einer von fünf Touren auf Spurensuche durch die Alltagswelten der Berliner Zwangsarbeiter zu gehen.

zwangsarbeit

Mit Ausschnitten aus Videointerviews mit Zeitzeugen, Fotos, und Karten können sich die Nutzer der App zu Fuß, per Fahrrad oder mit der S-Bahn vom Brandenburger Tor nach Kreuzberg, vom Bahnhof Zoo nach Schöneweide, durch den Wedding oder vom Potsdamer Platz bis zum Flughafen Tempelhof lotsen lassen und so mit den knapp 90 Minuten langen Geschichts-Ausflüge die Stadt erkunden. Keine leichte Kost, aber eine notwendige.

Während der NS-Zeit wurde Berlin zu einem Zentrum der Zwangs­arbeit: Zwischen 1939 und 1945 musste eine halbe Million Menschen aus West- und Osteuropa in Berliner Fabriken, Dienststellen und Haushalten Zwangsarbeit leisten. Aus der „Volksgemeinschaft“ aus­gegrenzt, lebten sie in über 3000 Unterkunftslagern, direkt vor der Haus­tür der Berliner. Nun werden die Erinnerungen jener unfreiwilligen Berliner wie­der lebendig – vor Ort, mit dem Smartphone in der Hand.


Im süddeutschen Raum bietet sich die Zeitfenster-App (AppStore-Link) als Wegbegleiter durch Stuttgart bzw. die Stuttgarter Geschichte an. Die ebefalls kostenlose Anwendung visualisiert die Vergangenheit der Stadt anhand historischer Fotografien und Audioguides die ortsabhängig abgespielt werden.

zeitfenster

Tauche in längst vergangene Zeiten ein und lasse die Vergangenheit wieder zur Gegenwart werden. Wähle ein Thema für deine Zeitreise aus oder entdecke verschiedene Zeitfenster in deiner unmittelbaren Umgebung auf eigene Faust.

Die Anwendung navigiert ihre Nutzer an verschiedenen Stellen im Raum Stuttgart, zeigt alte Bilder der Stadt an, ermöglicht neue aufzunehmen und diese verschmelzen zu lassen. Well done!

Mit Dank an Chris und Thomas.

Diskussion 11 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Wie man doch dazu geneigt ist zu schnell zu lesen und alles zu überfliegen.
    Hab im ersten Moment an Zwangsarbeit im Berliner Apple Store gedacht!
    Wer lesen kann ist…. (App Store) etc… ;-)

    — schnurz
  2. App-Updates über iTunes bleiben bei mir seit heute hängen; nach dem Download bleiben diese bei “Datei wird verarbeitet” hängen …

    — M4rc0L
  3. “Keine leichte Kost, aber eine notwendige.”
    Ich halte diesen Satz für falsch.
    Es ist keine leichte Kost, aber es ist auch keine notwendige.
    Ich bin dafür, das man soweit über die Taten von unseren Großvätern aufgeklärt wird, um zu verhindern das WIR (also unsere Generation) wieder einen solchen Fehler machen.
    Diese Aufklärung findet meines Erachtens zur grundlegenden Informationsbildung bereits in der Schule statt.
    Diese App ist für weitere tiefreichendere Informationsbeschaffung, welche allenfalls als Zusatzinfo für historisch Interessierte geeignet ist, für alle anderen eine Zeitverschwendung.
    Versteht mich nicht falsch, ich mache bei solchen Dingen immer gerne mit, da mich Geschichte im allgemeinen sehr interessiert, aber die Aussage oben ist für mich selbst, zu zwanghaft formuliert, was meistens (vorallem bei jüngeren) in “blablabla, interessiert mich nicht und gezwungen werden? Bestimmt nicht!” Endet, beim nächsten mal, doch lieber eine schönere, nicht so zwanghafte Redewendung nehmen oder den Satz einfach weg lassen.
    Ich glaube dann würden mehr Menschen sich für solche Apps interessieren.

    — Toilettenpapier3000
    • Zeitverschwendung????
      Na wenn du meinst. Ich denke da anders. Man kann gar nicht oft genug daran erinnern. Finde es teilweise erschreckend, wie wenig junge Generationen wissen. Da scheint mir die Schulbildung alleine nicht aus.

      — Robo.Term
  4. danke für den tipp! bitte gerne mehr aus solchen rubriken … egal ob die anmoderation jeden pädogischen aspekt berücksichtigt.

    — Charles Dickens

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